«Bitte seien Sie vorbereitet»

12. Juli 2019 10:48; Akt: 12.07.2019 12:23 Print

US-​​Präsident Donald Trump warnt vor Hurrikan

Tropensturm Barry über dem Golf von Mexiko hat Kurs auf die US-Küste genommen. Die Behörden rechnen damit, dass er in der Nacht auf Samstag Hurrikanstärke erreicht.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

14 Jahre nach «Katrina» bereiten sich die Behörden von New Orleans auf einen womöglich ähnlich verheerenden Hurrikan vor. Der Tropensturm «Barry» über dem Golf von Mexiko werde voraussichtlich «am späten Freitagabend oder Samstagfrüh» Hurrikanstärke erreichen und im Laufe des Wochenendes auf die Küste von Louisiana treffen, teilte das US-Hurrikan-Zentrum (NHC) am Donnerstag mit. In Teilen von New Orleans kam es infolge heftiger Regenfälle schon vorher zu schweren Überschwemmungen.

Louisianas Gouverneur John Bel Edwards rief den Ausnahmezustand aus. Für die Vororte Jefferson und Plaquemines bei New Orleans wurden Evakuierungen angeordnet. Die Bürgermeisterin von New Orleans, LaToya Cantrell, rief die Einwohner auf, ihre Vorräte für den Notfall zu überprüfen und sich über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.

«Lebensbedrohliche Ausmaße»

Die Hurrikan-Experten korrigierten ihre Vorhersage für den Gesamtniederschlag auf bis zu 25 Zentimeter nach oben. In einigen Gegenden könnten dem NHC zufolge bis zu 50 Zentimeter Regen fallen. «Sturzfluten und Hochwasser werden immer wahrscheinlicher», teilte das Hurrikanzentrum mit. Diese könnten in Küstengebieten und entlang der Flüsse «lebensbedrohliche Ausmaße» annehmen.

Der Pegel des Mississippi erreichte in New Orleans bereits am späten Donnerstagabend eine Höhe von 4,9 Metern – nur rund 30 Zentimeter unter Hochwasserstand. Experten fürchten, dass die mehr als sechs Meter hohen Dämme um die 400.000-Einwohner-Stadt brechen könnten, wenn «Barry» auf die Küste trifft.

«Bitte seien Sie vorbereitet»

US-Präsident Donald Trump richtete sich im Kurzbotschaftendienst Twitter an «alle an der Golfküste» und schrieb: «Bitte seien Sie vorbereitet, vorsichtig und bleiben Sie unversehrt!»

In New Orleans bereiteten sich Ladeninhaber mit Sandsäcken und Holzbrettern vor den Fenstern auf den Sturm vor. Die Fahrradtaxifahrerin Grace Hack aus New Orleans sagte, sie sei unentschlossen, ob sie in der Stadt bleiben oder sich mit Freunden in den Bundesstaat Georgia zurückziehen sollte. Sie behalte den Flusspegel im Blick. «Es sieht so aus, als sei heute der Zeitpunkt für Entscheidungen und eine Evakuierung», sagte die 25-Jährige.

Am späten Donnerstag (MESZ) befand sich «Barry» rund 145 Kilometer südöstlich vor der Mündung des Mississippi-Flusses und näherte sich mit einer Sturmgeschwindigkeiten von 81 Stundenkilometern der US-Küste.

Schaden von 150 Milliarden Dollar

Anhaltender Regen sorgte in den tiefer liegenden Teilen New Orleans bereits für Überflutungen. In einigen Straßen standen die Bewohner bis zu den Waden im Wasser. Das Auswärtige Amt empfahl Reisenden, Informationen der örtlichen Behörden zu beachten und «insbesondere Evakuierungsanweisungen Folge zu leisten».

Im August 2005 waren infolge des Hurrikans «Katrina» 80 Prozent von New Orleans überflutet worden, etwa 1800 Menschen kamen damals ums Leben, hunderttausende mussten ihre Wohnungen verlassen. Nach den Statistiken der US-Behörden war «Katrina» mit einem Schaden von 150 Milliarden Dollar (133 Milliarden Euro) die teuerste Naturkatastrophe in der US-Geschichte.

(L'essentiel/scl/sda/afp)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Arm am 13.07.2019 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage mich warum Trump überhaupt seine Leute Fangt es gibt doch gar keinen Klimawandel also sind Überschwemmungen und die stürme eine Laune der Natur

Die neusten Leser-Kommentare

  • Arm am 13.07.2019 19:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage mich warum Trump überhaupt seine Leute Fangt es gibt doch gar keinen Klimawandel also sind Überschwemmungen und die stürme eine Laune der Natur