«Vergeltung für Christchurch»

30. April 2019 07:13; Akt: 30.04.2019 07:15 Print

US-​​Veteran plante Anschläge in Kalifornien

Behörden in den USA haben möglicherweise einen Terroranschlag vereitelt. Das FBI hatte rasch auf den verdächtigen Post eines jungen Veterans der US-Armee reagiert.

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Mark Stevens Domingo (26) wollte unter anderem den Pier von Santa Monica sprengen. (Bild: FBI)

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Ein ehemaliger Soldat der US-Armee hat laut Behörden ein Attentat an mehreren Standorten in Südkalifornien geplant. Wie die «Los Angeles Times» berichtet, wollte Mark Stevens Domingo improvisierte Sprengsätze detonieren lassen, um «Maßenverluste» zu verursachen. Der 26-Jährige wurde vergangenen Freitag in Reseda verhaftet.

Domingo soll nach ersten Erkenntnissen «verschiedene Angriffe - unter anderem gegen Juden, Kirchen und Polizisten - in Betracht gezogen haben», heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Unter anderem habe der Veteran eine Sprengladung im Rahmen einer Kundgebung in Long Beach am vergangenen Wochenende detonieren lassen wollen. Eine Quelle der Strafverfolgungsbehörde sagte der «LA Times», Domingo habe außerdem einen Angriff auf den Pier von Santa Monica geplant gehabt.

Er besorgte die Nägel selber

Der Veteran flog auf, weil er einem Komplizen - der aber in Wahrheit mit dem FBI zusammenarbeitete - gebeten hatte, ihm einen Bombenbauer zu vermitteln. Zu diesem Zweck hatte Domingo bereits letzte Woche mehrere hundert Nägel gekauft, die als Schrapnell innerhalb des Sprengkörpers verwendet werden sollten.

In seiner Einvernahme durch die Polizei sagte der Mann, er habe rund 8 Zentimeter lange Nägel besorgt, weil diese lang genug wären, um in den menschlichen Körper einzudringen und innere Organe vorzudringen.

Ein Post und schon war das FBI bei ihm

Laut Staatsanwaltschaft habe Domingo «Vergeltung für den Angriff auf zwei Moscheen im neuseeländischen Christchurch gesucht und erklärt, er sei bereit, als Märtyrer für seine Religion zu sterben.» Es müsse «Vergeltung geben», hatte der 26-Jährige in einem öffentlichen Post geschrieben. Daraufhin trat das FBI mit einem Undercover-Agenten mit ihm in Kontakt.

Gegenüber dem verdeckten Ermittler hatte sich Domingo zum muslimischen Glauben bekannt. Der Verdächtige war den Angaben zufolge als US-Soldat in Afghanistan im Kampfeinsatz.

(L'essentiel/kle)

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