Familie ermittelt

24. Februar 2021 13:15; Akt: 24.02.2021 13:12 Print

«Verschollener» Multimilliardär am Leben?

2018 verschwand Karl-Erivan Haub, einer der reichsten Menschen Deutschlands, spurlos im Wallis. Hinter seinem Verschwinden könnte der russische Geheimdienst stecken.

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Am 7. April 2018 um 9.09 Uhr war Karl-Erivan Haub ein letztes Mal auf einer Ski-Überwachungskamera an der Bergstation Klein Matterhorn im Wallis zu sehen. Seitdem fehlt vom deutschen Multimilliardär jede Spur. Der Chef der Tengelmann-Gruppe gilt mittlerweile als verschollen.

Die Angehörigen scheuen keine Mühe, aufzuklären, was mit Karl-Erivan Haub geschehen ist. Das gilt auch in finanzieller Hinsicht: 1,5 Millionen Euro haben sie für Ermittlungen auf eigene Faust ausgegeben, wie «RTL» berichtet.

Die Familie von Haub nimmt auch darum viel Geld in die Hand, weil berechtigte Zweifel daran bestehen, ob er bei der Skitour wirklich tödlich verunglückt ist. Indizien sprechen dafür, dass der Multimilliardär noch am Leben ist.

Haub telefonierte mit Veronika E.

«RTL» liegen interne Dokumente aus den familieneigenen Ermittlungen vor. Sie legen nahe, dass Karl-Erivan Haub Kontakt zum russischen Geheimdienst pflegte. So war zum gleichen Zeitpunkt, in dem Haub im Zermatter Hotel «The Omnia» logierte, auch ein Paar zu Gast, das aus den Kreisen des russischen Geheimdienst stammte. Und: Auswertungen der Handy-Daten von Karl-Erivan Haub zeigen: Am Abend vor seinem Verschwinden wählte der Tengelmann-Milliardär gleich zweimal russische Telefonnummern an.

Zumindest eine davon ist der Familie bekannt. Es handelt sich dabei um Veronika E.. Sie soll laut neuesten Erkenntnissen aus der privaten Tengelmann-Recherche eine russische Geheimagentin sein. Das deutsche «Manager Magazin» spekuliert, Veronika E. und Karl-Erivan Haub hätten jahrelang eine Affäre gehabt.

«Zu 95 Prozent kein Unfall»

Klar ist: Veronika E. und Karl-Erivan Haub kannten sich seit 2002. Seit dem Verschwinden von Karl-Erivan Haub fehlt auch von Veronika E. jede Spur. Ein interner Ermittler aus dem Tengelmann-Team sagt: «Es war zu 95 Prozent kein Unfall».

Rund um das Verschwinden von Haub tobt ein heftiger Familienstreit. Im Kern geht es um die Frage, ob die Familie einen Antrag stellen soll, den Chef der Tengelmann-Gruppe für verschollen erklären zu lassen. Finanziell geht es um Millionen.

Die Tengelmann-Gruppe betreibt diverse Super- und Fachmärkte. Darunter den international tätigen Baumarkt OBI, das Kleidergeschäft KiK und bis Ende 2020 auch den Discounter Netto. In der Zwischenzeit leitet Karl-Erivan Haubs jüngerer Bruder Christian Haub das Geschäft.

(L'essentiel/Reto Heimann)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Georges Grof am 24.02.2021 21:41 Report Diesen Beitrag melden

    Beide werden wohl von Natoagenten beseitigt worden sein.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Georges Grof am 24.02.2021 21:41 Report Diesen Beitrag melden

    Beide werden wohl von Natoagenten beseitigt worden sein.