Lybien

16. Juli 2018 16:38; Akt: 16.07.2018 17:33 Print

100 Migranten in Kühllaster -​​ Acht Tote

Sechs Kinder und zwei Erwachsene sterben in Kühllaster in Lybien. Weitere 90 Menschen in kritischem Zustand. Der Menschenhandel in Lybien blüht auf.

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In einem Kühllaster in Libyen sind fast 100 Migranten eingepfercht worden. Sechs Kinder und zwei Erwachsene überlebten die Tortur nicht. Der Laster sei nahe der Stadt Suwara entdeckt worden. Die Gegend gilt als Hauptausgangsort für Flüchtlinge in Libyen, die versuchen, illegal über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

Bilder der lokalen Sicherheitskräfte in Suwara zeigten das Innere des Kühllasters, in dem neben den Flüchtlingen auch Schwimmwesten und zahlreiche Behälter mit Treibstoff untergebracht gewesen seien. Die Menschen kamen nach Angaben der Küstenwache aus afrikanischen und arabischen Ländern, es seien aber auch Migranten aus Pakistan und Bangladesch darunter gewesen.

Libyen ist nach dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi ins Chaos gestürzt. Unzählige bewaffnete Milizen kämpfen um die Macht. In dem nordafrikanischen Bürgerkriegsland haben sich inzwischen große Netzwerke für den Menschenhandel etabliert.

(L'essentiel/dpa)

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