UN-Sicherheitsrat

20. Februar 2020 07:30; Akt: 20.02.2020 07:43 Print

«Horror in Syrien hat sich vervielfacht»

Im Nordwesten Syriens flohen nach UN-Angaben seit Anfang Dezember rund 900.000 Syrer vor den heranrückenden Frontlinien.

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Syrien, Idlib: Kinder füllen Kannen in einer Notunterkunft für Familien mit Wasser. Die Familien sind vor den andauerenden Militäreinsätzen geflüchtet (Bild: DPA/Anas Alkharboutli)

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Inmitten einer neuen Flüchtlingskrise in Syrien hat sich die Situation im Nordwesten des Bürgerkriegslandes laut UN-Nothilfekoordinator Mark Lowcock weiter verschlimmert. In den vergangenen zwei Wochen habe sich «der Horror vervielfacht», sagte Lowcock am Mittwoch vor dem UN-Sicherheitsrat in New York. «Die heranrückenden Frontlinien haben innerhalb weniger Tage große Bevölkerungsbewegungen ausgelöst, während Familien versuchen, dem unerbittlichen Bombardement aus der Luft und vom Boden aus zu entkommen.»

Er betonte, dass 90 Prozent der Angriffe auf Landstriche niedergingen, die nicht unter Kontrolle der Regierungstruppen seien. Bei den Bombardements seien alleine in der ersten Hälfte des Februars etwa 100 Zivilisten gestorben - darunter 35 Kinder. Der Respekt für das Leben von Unbeteiligten werde «eklatant missachtet», sagte Lowcock weiter. Im Nordwesten des Landes flohen nach UN-Angaben seit Anfang Dezember rund 900 000 Syrer vor den Regierungstruppen und der Gewalt.

Die Regierung hatte im vergangenen Jahr eine Offensive auf die letzte große Rebellenhochburg um die Stadt Idlib begonnen. Trotz einer Waffenruhe setzten sie die Angriffe in den vergangenen Wochen fort und konnten größere Gebiete einnehmen. Dominiert wird das Gebiet von der Al-Kaida-nahen Miliz Haiat Tahrir al-Scham (HTS). Syrien und sein Verbündeter Russland argumentieren, sie bekämpften in der Region Terroristen. Allerdings kämpfen dort auch gemäßigtere Rebellen.

(L'essentiel/dpa)

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