Ticker – Europa/Welt

01. April 2020 18:46; Akt: 01.04.2020 18:46 Print

Deutschland will längere Kontaktbeschränkung

Das Coronavirus breitet sich rasant aus. Weltweit herrscht der Ausnahmezustand. Alle News im Ticker.

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Das Wichtigste in Kürze:

• Das neue Coronavirus breitet sich immer weiter aus. 203 Länder, Gebiete und Territorien sind betroffen.

• Weltweit sind mehr als 800.000 Menschen erkrankt, fast 40.000 Menschen sind gestorben. (Stand 30. März) Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus.

• Die Weltgesundheitsorganisation spricht von einer Pandemie. Noch wurde kein Impfstoff gegen das Virus gefunden.

• Im Großherzogtum gibt es bislang 2178 bestätigte Fälle, 23 Menschen sind gestorben. Alle Infos dazu finden Sie im Luxemburg-Newsticker.


Newsticker:

Mittwoch, 1. April 2020

18.49 Uhr – 800 Tote in Spanien

Am vierten Tag in Folge vermeldeten die Behörden in Spanien einen Anstieg der Todesfälle von mehr als 800 Menschen innerhalb von 24 Stunden.

In Italien, dem Epizentrum der europäischen Ansteckungswelle, wurden die Fahnen auf halbmast gesetzt, um der schon über 13.000 Toten zu gedenken.

Dort hat sich die Zahl der Neuinfektionen auf 4782 erhöht von 4053 tags zuvor. Die Gesamtzahl der festgestellten Infektionen steigt nach Angaben des Zivilschutzes auf 110.574.

15.49 Uhr – Deutschland will Kontaktbeschränkungen verlängern

Bund und Länder wollen die bestehenden scharfen Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Krise mindestens bis zum Ende der Osterferien verlängern. Die Bürger «bleiben angehalten, auch während der Osterfeiertage Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstandes gemäß den geltenden Regeln auf ein absolutes Minimum zu reduzieren», heißt es in einer der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch vorliegenden Beschlussvorlage für die Telefonkonferenz von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer.

14.59 Uhr – 563 Tote in Großbritannien

Großbritannien hat erstmals mehr als 500 Todesfälle in einem Zeitraum von 24 Stunden durch das Coronavirus verzeichnet. Wie das Gesundheitsministerium in London am Mittwoch mitteilte, starben seit dem Vortag 563 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19. Die Zahl der Toten im Vereinigten Königreich stieg damit auf 2352 an. Knapp 30.000 Menschen waren nachweislich mit dem Virus infiziert.

Die tatsächliche Zahl der Infizierten dürfte allerdings sehr viel höher sein. Großbritannien hat bislang im Vergleich zu anderen Ländern nur wenige Tests durchgeführt und lange mit der Einführung drastischer Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gezögert.

14.11 Uhr – Tausende Leben gerettet

Eine Studie des Imperial College in London hat gezeigt, dass die Präventivmaßnahmen wie soziale Distanz oder Ausgangssperren in Europa dazu geführt haben, dass in 11 Ländern bisher rund 59.000 Tode verhindert werden konnte. Konkret soll in Italien das Ableben von 38.000 Personen und in Spanien von 16.000 Personen vermieden worden sein.

Daher warnen die Forscher davor, diese Maßnahmen vorschnell wieder aufzulösen. Für die meisten Länder sei es jetzt noch viel zu früh, abzuschätzen, wie viel die neuen Regelungen tatsächlich geholfen haben und noch viel weniger dürften diese Regeln bereits wieder aufgehoben werden.

Außerdem behaupten die Forscher, dass die Infektionsrate in den meisten Ländern viel höher ist, als angenommen wird, da die meisten Fälle unentdeckt bleiben. So schätzen sie, dass in Italien bis zum 28. März 5,9 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert wurden. In Spanien sollen 15 Prozent der Bevölkerung betroffen sein.

Der Studie zu Folge soll der Tod von 38.000 Italienern und 16.000 Spaniern verhindert worden sein.

14.00 Uhr – Rückholung Deutschland

Die Bundesregierung in Deutschland hat die Rückholung von 187.000 Reisenden in den vergangenen zwei Wochen organisiert. Unter den Rückkehrern seien auch 3000 Bürger aus anderen EU-Ländern, sagt die Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Die Menschen seien aus 45 Ländern abgeholt worden. In Neuseeland befinde sich mit etwa 12.000 noch das größte deutsche Kontingent. Auch in Südafrika und Thailand seien noch Tausende.

13.40 Uhr – Putin verzichtet aufs Händeschütteln

Kremlchef Wladimir Putin verzichtet ab jetzt aufs Händeschütteln – bislang hatte er daran trotz Corona-Pandemie demonstrativ festgehalten. «Jeder hält soziale Distanz», sagte Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch der Agentur Interfax zufolge. Für Aufsehen sorgte, dass Putin einem inzwischen an dem Coronavirus erkrankten Chefarzt in der vergangenen Woche die Hand gab.

Nach dem Besuch in der auf Infektionskrankheiten spezialisierten Klinik im Moskauer Stadtteil Kommunarka würden Putin und andere Anwesende nun regelmäßig auf das Virus getestet, sagte Peskow. Am Dienstag war bekannt geworden, dass sich der Chefarzt des Krankenhauses mit dem Coronavirus infiziert hat.

Der Kremlchef arbeitet inzwischen von seiner Vorstadtresidenz Nowo-Ogarjowo aus – ohne allerdings von Quarantäne zu sprechen. Von dort aus macht er die Videoschalten mit seinen Stäben. Peskow: «Gott sei Dank gibt es mittlerweile solche technischen Möglichkeiten.»

Putin hatte einem am Coronavirus erkrankten Chefarzt die Hand gegeben.

13.11 Uhr – 9000 Tote in Spanien

In Spanien steigt die Zahl der Virus-Toten sprunghaft von 8189 auf 9053 an. Binnen eines Tages seien auch deutlich mehr Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Die Zahl sei von 94.417 am Dienstag auf jetzt 102.136 geklettert.

12.48 Uhr – Japan verwehrt Einreise

Japans Ministerpräsident Shinzo Abe will Ausländern aus 73 Staaten die Einreise verwehren. Japanische Staatsbürger, die aus diesen Ländern zurückkehren, würden für zwei Wochen unter Quarantäne gestellt. Dies gelte auch für Einreisende aus anderen Ländern – unabhängig von der Staatsbürgerschaft. Die japanischen Fluggesellschaften fordert Abe auf, ihr internationales Angebot einzuschränken. Regierungsberater rufen zudem dazu auf, wegen der Ansteckungsgefahr Bars, Nachtclubs und Karaoke-Bars zu meiden.

12.34 Uhr – Viruskrise kostet Europa Hunderte Milliarden Euro

Die Bekämpfung der Corona-Krise kostet Europa nach einer Untersuchung des Ifo-Instituts Hunderte Milliarden Euro. Eine zweimonatige Teilschließung der Unternehmen verursache allein in Großbritannien Ausfälle zwischen 193 und 328 Milliarden Euro, geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Studie hervor.

Für Frankreich errechneten die Münchner Forscher Kosten zwischen 176 und 298 Milliarden Euro, für Italien von 143 und 234 Milliarden Euro. Für Österreich werden 34 bis 57 Milliarden Euro kalkuliert, für die Schweiz 49 bis 81 Milliarden Euro sowie für Spanien 101 bis 171 Milliarden Euro.

Dabei wurde nicht nur berücksichtigt, wie viel Wertschöpfung entfällt, wenn die Produktion unterbrochen ist. Zusätzlich wurden die Folgekosten abgeschätzt, die etwa durch Pleiten oder den Verlust von Geschäftsbeziehungen während der Krisenzeit entstehen.

12.13 Uhr – Hilfe aus Südkorea

Südkorea bekommt immer mehr Anfragen aus aller Welt für eine Unterstützung bei Coronavirus-Tests. Bislang hätten sich 121 Länder gemeldet, und die Zahl steige «von Tag zu Tag», sagt ein Vertreter des Außenministeriums. Dabei gehe es um die Erfahrungen, die Südkorea als einer der als ersten betroffenen Staaten nach China gesammelt habe. Aus welchen Staaten die Anfragen gekommen seien, sagte der Ministeriumsvertreter nicht sagen. Südkorea gilt wegen seiner massiven Testkampagne und der intensiven Feststellung von Kontaktpersonen als Musterbeispiel im Kampf gegen das Virus. 12.02 Uhr – Iran

Im Iran ist die Zahl der Coronavirus-Toten binnen 24 Stunden um 138 auf 3036 gestiegen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Die Zahl der Infektionen legt um 2987 auf 15.473 zu.

11.44 Uhr – Kuba sagt traditionelle Mai-Parade ab

Die sozialistische Regierung Kubas setzt wegen der Corona-Krise die traditionelle Parade zum 1. Mai aus. Der Tag der Arbeit, einer der wichtigsten Feiertage auf der Karibikinsel, soll aber nicht gänzlich unter den Tisch fallen: «Wir feiern den Ersten Mai, aber in sozialer Isolierung», sagte Präsident Miguel Díaz-Canel am Mittwoch während einer vom Fernsehen übertragenen Sitzung des Kabinetts.

Kuba hat bisher sechs Tote durch das Virus Sars-CoV-2 verzeichnet, 186 Menschen haben sich infiziert. Im Kampf gegen die Ausbreitung entschied die Insel zudem, ihre Grenzen binnen zwei Tagen völlig zu schließen. Bisher war unter anderem Touristen erlaubt worden, Kuba zu verlassen.

9.53 Uhr – Mehr als 30.000 Tote in Europa

Die Coronavirus-Pandemie hat europaweit mehr als 30.000 Menschen das Leben gekostet, mehr als zwei Drittel davon in Italien und Spanien. die geht aus einem Bericht der französischen Nachrichtenagentur AFP hervor, die sich auf diverse offizielle Quellen bezieht.

Mit insgesamt 30.063 Todesfällen (bei 458.601 Fällen) ist Europa der am stärksten von der Covid-19-Pandemie betroffene Kontinent. Italien (12.428 Todesfälle) ist das am stärksten betroffene europäische Land, gefolgt von Spanien (8189) und Frankreich (3523).

7.40 Uhr – 13-Jähriger stirbt in London

In Großbritannien ist ein 13 Jahre alter Junge nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das Krankenhaus und die Familie des Jungen teilten am Dienstagabend mit, über eine Vorerkrankung sei nichts bekannt gewesen.

Nach Angaben seiner Familie wurde der 13-jährige Ismail am Donnerstag mit den für eine Infektion mit dem Erreger typischen Symptomen und Atemnot in das Londoner King's College-Krankenhaus eingeliefert und einen Tag später positiv auf das Coronavirus getestet. Er wurde künstlich beatmet und in ein künstliches Koma versetzt. Er verstarb am Montag.

Das Londoner King's College-Krankenhaus. (Symbolbild)

Der Fall des Jungen zeige, wie wichtig es sei, dass alle nur möglichen Vorsichtsmaßnahmen ergriffen würden, um die Verbreitung der Infektion zu verringern, sagte Nathalie MacDermott, Dozentin am King's College.

Der 13-Jährige ist das mutmaßlich bislang jüngste Covid-19-Todesopfer in Großbritannien. Ebenfalls am Dienstag hatten die belgischen Behörden den Tod eines zwölfjährigen Mädchens nach einer Ansteckung mit dem Virus gemeldet. Vergangene Woche hatte der Tod einer 16-Jährigen bei Paris für Aufsehen gesorgt.

7.35 Uhr – Über 4000 Tote

In den USA sind bisher mehr als 4000 Menschen am Coronavirus gestorben. Die Anzahl Todesfälle hat sich in den letzten drei Tagen verdoppelt, wie die Universität Johns Hopkins mitteilt. Insgesamt wurden 4076 Todesfälle verzeichnet. Am Samstag waren es noch 2010.

6.57 Uhr – Zahl in China

China meldet nach offiziellen Angaben 36 bestätigte Neuinfektionen. Sieben Menschen sind demnach binnen eines Tages an den Folgen einer Ansteckung gestorben. Damit steigt die Gesamtzahl der bis einschließlich 31. März gemeldeten Infektionen in der Volksrepublik auf 81.554 und die der Toten auf 3312.

6.38 Uhr – Deutliches Anzeichen für Corona

Der Verlust des Geschmack- und Geruchsinns kann britischen Wissenschaftlern zufolge ein starkes Indiz für eine Infektion mit COVID-19 sein.

Nach einer Studie, die mit Hilfe eine Symptom-Tracker-App von den Forschern erstellt wurde, haben fast 60 Prozent der Patienten, die anschliessend positiv auf COVID-19 getestet wurden, über den Verlust der beiden Sinne berichtet.

«In Kombination mit anderen Symptomen scheinen Menschen mit Geruchs- und Geschmacksverlust dreimal häufiger erkrankt zu sein und sollten sich daher sieben Tage lang selbst isolieren, um die Ausbreitung der Krankheit zu reduzieren», sagt Tim Spector, Professor am King's College in London, der die Studie leitet.

4.31 Uhr – Obama kritisiert Trump

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat seinen Nachfolger Donald Trump wegen der Coronavirus-Pandemie kaum verhohlen kritisiert - und gleichzeitig dessen Klimapolitik ins Visier genommen.

Alle hätten auf allzu furchtbare Weise die Folgen dessen gesehen, dass einige die «Warnungen vor einer Pandemie» ignoriert hätten, schrieb Obama am Dienstag im Kurznachrichtendienst Twitter. «Wir können uns keine weiteren Folgen der Leugnung des Klimawandels mehr erlauben.»

Alle US-Bürger, insbesondere die jüngeren, müssten von der Regierung eine bessere Politik verlangen und im Herbst zur Wahl gehen, schrieb Obama. In seinem Tweet teilte der Demokrat einen Zeitungsartikel über eine Aufweichung der Umweltnormen für Autos durch die Trump-Regierung, die damit Maßnahmen seiner Amtszeit im Kampf gegen die Erderwärmung zurücknimmt.

Obama meldet sich nur selten bei innenpolitischen Themen zu Wort und pflegt damit die bei Ex-Präsidenten übliche Zurückhaltung. Auch bei den Präsidentschaftsvorwahlen seiner Demokratischen Partei hat er bislang offiziell keinem Bewerber seine Unterstützung ausgesprochen.

3.48 Uhr –Niederlande verlängert Maßnahmen

Die Niederlande haben ihre Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie bis Ende April verlängert. Schulen, Restaurants und Bars bleiben bis zum 28. April zu, wie Ministerpräsident Mark Rutte am Dienstag mitteilte.

Der Anstieg der Infektionszahlen und die Kapazitäten der Intensivstationen «lassen uns keine andere Wahl», sagte Rutte. Die Zahl der Infektionsfälle stieg am Dienstag um 845 auf fast 13.000.

Mehr als tausend Menschen starben in den Niederlanden bereits an der Lungenkrankheit Covid-19. Mehr als 4700 Menschen mit einer Coronavirus-Infektion werden nach Angaben der Behörden derzeit im Krankenhaus behandelt.

Um die Ausbreitung des Erregers zu stoppen, wurden in den Niederlanden vor zwei Wochen öffentliche Einrichtungen geschlossen, darunter «Coffee-Shops», Sexclubs und Bordelle. Allerdings machten die Behörden bei den «Coffee Shops», in denen Cannabis verkauft wird, schnell wieder einen Rückzieher. Um den illegalen Straßenhandel zu unterbinden, wurde der Verkauf sogenannter weicher Drogen wieder erlaubt. Vergangene Woche wurden große Versammlungen verboten.

2.06 Uhr – Putin hilft Trump

Einem russischen Medienbericht zufolge hat US-Präsident Trump Hilfe von seinem russischen Kollegen Wladimir Putin im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie angenommen.

Putin habe Trump während eines Telefonats am Montag medizinische Ausrüstung angeboten, meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. Trump habe angenommen. Ein russisches Flugzeug mit entsprechender Ausrüstung werde möglicherweise noch am Dienstag in die USA aufbrechen.

Bild: DPA

Das Angebot kommt überraschend, weil die Beziehungen zwischen Moskau und den USA seit Jahren angespannt sind. Die USA werfen Russland unter anderem eine Einmischung in die US-Wahlen vor.

1.23 Uhr – USA: 180.000 Infizierte

In den USA sind nach Daten der Nachrichtenagentur Reuters 184.000 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das ist ein Anstieg um 21.000 gegenüber dem Vortag. Zudem starben 700 Menschen. Das ist die höchste Zahl an einem einzigen Tag in den USA.

US-Präsident Donald Trump stimmte die amerikanische Bevölkerung angesichts der Ausbreitung des Coronavirus auf sehr harte zwei Wochen mit steigenden Todeszahlen ein. «Ich möchte, dass jeder Amerikaner auf die harten Tage vorbereitet ist, die vor uns liegen», sagte Trump am Dienstagabend im Weißen Haus in Washington.

«Wir werden zwei sehr harte Wochen durchmachen.» Er hoffe darauf, dass danach Licht am Ende des Tunnels erkennbar sein werde. «Aber dies werden sehr schmerzhafte, sehr sehr schmerzhafte zwei Wochen.» Die Ausdauer der Amerikaner werde herausgefordert sein.


21.30 Uhr – Fast 500 Tote in den letzten 24 Stunden in Frankreich

Die Zahl der Corona-Opfer in Frankreich steigt weiter drastisch. Innerhalb von 24 Stunden hat das Land 499 weitere Todesopfer zu beklagen. Damit erhöht sich die Zahl der Toten auf 3523.

Aktuell sind 52.128 in Frankreich mit Covid 19 infiziert.

20.45 Uhr – Kinder in Italien dürfen ein bisschen raus

Unter wachsendem Druck der Öffentlichkeit hat die italienische Regierung eine Auflockerung der Ausgangssperre für Kinder beschlossen. Nach Appellen von Eltern, Lehrern und Kinderärzten beschloss das Innenministerium, dass Spaziergänge von Kindern in Begleitung eines Elternteils möglich sind, sofern sie nahe der eigenen Wohnung stattfinden. Sportliche Aktivitäten sind nicht erlaubt.

Seit dem 5. März gehen die Kinder in Italien nicht mehr in die Schule. Eine Wiederaufnahme des Unterrichts ist vorerst nicht in Sicht. Die Regierung will die bis zum kommenden Freitag (3. April) angeordnete Schließung der Schulen verlängern. Die italienische Regierung überlegt inzwischen eine Verlängerung des Lockdowns. Die Maßnahmen könnten per Verordnung bis 4. Mai verlängert werden, hieß es in Regierungskreisen.

20.40 Uhr – 100 Infizierte auf Flugzeugträger

Das neuartige Coronavirus breitet sich weiter unter der Besatzung des US-Flugzeugträgers «USS Theodore Roosevelt» aus. Die Streitkräfte prüften eine Evakuierung des Schiffs, die Situation weise jedoch «einmalige Umstände» auf. Dies sagte der amtierende Marineminister Thomas Modly am Dienstag dem Nachrichtensender CNN.

Ein hochgerüstetes und nuklearbetriebenes Schiff könne nicht einfach komplett evakuiert werden, sagte Modley. Zudem gebe es auf der Pazifikinsel Guam, wo der Flugzeugträger derzeit vor Anker liege, nicht genügend Kapazität, um die mehr als 4000 Besatzungsmitglieder unterzubringen.

Einem Bericht des «San Francisco Chronicle» zufolge gab es an Bord des Schiffs bislang mindestens 100 bestätigte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Der Kapitän des Schiffs wandte sich demnach mit einem dringenden Appell an seine Vorgesetzten.

Mehr als «4000 junge Männer und Frauen» an Bord zu behalten, sei ein «unnötiges Risiko» und breche das Vertrauen der Soldaten, schrieb Brett Crozier demnach. Es bedürfe deshalb nun einer raschen Entscheidung für eine Evakuierung des Schiffs und Unterbringung der Besatzung in Quarantäne, schrieb er in dem auf Montag datierten Brief. «Wir befinden uns nicht im Krieg. Keine Marineangehörigen müssen sterben», fügte er demnach hinzu.

Mehr als 4000 Besatzungsmitglieder sind auf der USS Theodore Roosevelt stationiert.

Marineminister Modly erklärte, die Militärführung sei angesichts der Situation «sehr besorgt» und unternehme alle «angemessenen Schritte». Es gebe keine grundsätzliche Meinungsverschiedenheit mit dem Kapitän, sagte er weiter. Die gesamte Besatzung solle auf das Virus getestet werden. Am Freitag hatte die Marine von acht Infektionen gesprochen.

Kapitän Crozier erklärte in seinem Schreiben, selbst bei einer Evakuierung müssten rund 10 Prozent der Besatzung - also gut 400 Menschen - an Bord bleiben, um die Funktionsfähigkeit aller Systeme sicherzustellen und das Schiff zu desinfizieren. Die Alternative sei es, den Flugzeugträger weiter voll einsatzbereit zu halten. Damit könnte aber kein Virus-freier Status erreicht werden und es müsste mit dem Tod von Soldaten gerechnet werden, wie er mahnte.

20 Uhr – Türkei: Zahl der Toten vervierfacht

Die Zahl der Toten durch das Coronavirus in der Türkei ist nach Daten des Gesundheitsministeriums von 46 auf 214 gestiegen. Die Zahl der bestätigten Fälle legte demnach um 2704 auf 13.531 zu.

Auch in der Türkei steigen die Corona-Zahlen rasant.

Zum Schutz vor der weiteren Ausbreitung der Pandemie will die Türkei etwa 90.000 Häftlinge freilassen: 45.000 vorübergehend und als Teil einer Reform weitere 45.000 Insassen vollständig. Eine entsprechende Gesetzesvorlage sei eingereicht worden und werde kommende Woche im Parlament debattiert, sagt der Abgeordnete Cahit Özkan von der Regierungspartei AKP. In den türkischen Gefängnissen sind gegenwärtig etwa 300.000 Menschen inhaftiert.

19.50 Uhr – Strafen bei Corona-Aprilscherzen

Mehrere Staaten stellen Aprilscherze über die Pandemie unter Strafe. Thailand verweist auf Gesetze, die bis zu fünf Jahre Gefängnis vorsehen. Taiwans Präsidentin Tsai Ing Wen spricht auf Facebook von bis zu drei Jahren Haft. Und das deutsche Gesundheitsministerium bittet unter dem Motto «Corona ist kein Scherz» auf «auf erfundene Geschichten zu der Coronavirus-Thematik zu verzichten», um der Gefahr von Falschinformationen zu begegnen.

Auch der Internetkonzern Google hat seine traditionellen Scherze für dieses Jahr abgesagt. In einem internen Mail hieß es, der Konzern werde seine berühmten Aprilscherze aussetzen, da die Lage ernst sei und man niemanden vor den Kopf stoßen wolle.

18.50 Uhr – Großbritannien: 381 Tote in 24 Stunden

In Großbritannien ist die Zahl der Corona-Opfer auf 1789 gestiegen, wie das britische Gesundheitsministerium mitteilt. Das sind 381 mehr als noch gestern.

Die Zahl der Infizierten stieg um über 3000 auf 25.150 Menschen an.

18.40 Uhr – Positiv getesteter Arzt schüttelte Putin die Hand

Doktor Denis Protsenko (44) ist Moskaus Gesicht im Kampf gegen den Coronavirus. Letzte Woche führte er den russischen Präsidenten Wladimir Putin durch Moskau größte Klinik, das sich um die Pflege von Corona-Patienten kümmert. Jetzt hat der Arzt mitgeteilt, dass er selbst positiv getestet wurde. «Ich fühle mich gut und bin in der Selbstisolation», erklärte er.

Da der russische Präsident dem Arzt am 24. März im Krankenhas aber ungeschützt die Hand geschüttelt hatte, wurde nun auch Putin getestet. Laut einem Kreml-Sprecher fiel der Test negativ aus.

Da Putin dem Arzt am 24. März im Krankenhaus ungeschützt die Hand geschüttelt hatte, wurde er nun auch getestet.

18.10 Uhr – Nach drei Monaten: 800.000 bestätigte Infektionsfälle, fast 40.000 Tote

Drei Monate nach den ersten gemeldeten Fällen gibt es weltweit mittlerweile rund 800.000 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus sowie fast 40.000 Covid-19-Todesfälle.

Von den bis Dienstagvormittag nachgewiesenen 777.798 Infektionsfällen in aller Welt gehen 386.282 - also knapp die Hälfte - auf Europa zurück, wie eine Auflistung des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) auf Twitter zeigte.

International gibt es 37.272 registrierte Corona-Todesfälle, davon 26.110 in den Ländern der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraums sowie in Großbritannien.

Anfang Dezember, vielleicht schon im November traten in der chinesischen Millionenmetropole Wuhan erste Fälle einer bis dahin unbekannten Lungenerkrankung auf. Die Betroffenen hielten sich zuvor auf einem Tiermarkt auf, der seitdem als Ursprung des neuartigen Coronavirus gilt. Erst am 31. Dezember wurden die Fälle aus China offiziell an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeldet.

18.00 Uhr – USA: Virus fordert mehr Tote als 9/11

Die Zahl der Corona-Toten in den USA ist über 3000 gestiegen. Damit sind dem Virus mehr Menschen zum Opfer gefallen als bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001.

Es wird befürchtet, dass in den Vereinigten Staaten bis zu 200.000 Menschen an den Folgen des Virus sterben könnten, «selbst wenn wir alles perfekt machen», zitiert die Washington Post einen Beamten der Gesundheitsbehörde. Bislang wurden in den USA 160.000 Ansteckungsfälle registriert.

16.57 Uhr – Stabile Zahlen in Italien

Laut Italiens Oberstem Gesundheitsinstitut (ISS) stabilisiert sich die Epidemiekurve. Die Zahl der Neuinfizierten sei seit einigen Tagen stabil, was bezeuge, dass die Eingrenzungsmaßnahmen greifen, berichteten die Experten am Dienstag. Die Regierung prüft eine Auflockerung der Ausgangssperre und des Produktionsstopps erst nach dem 4. Mai.

«Die Epidemiekurve zeigt uns, dass wir eine stabile Phase erreicht haben», sagte ISS-Präsident Silvio Brusaferro. Seiner Ansicht nach können die produktiven Aktivitäten jedoch nur schrittweise wieder aufgenommen werden.

Inzwischen sind am Montag 6348 Personen in Italien wegen Verstoßes gegen die Ausgangssperre bestraft worden. 222.450 Personen und 88.611 Geschäfte wurden kontrolliert, teilte das italienische Innenministerium mit. 272 Personen wurden bestraft, weil sie das Haus verlassen haben, obwohl sie auf Coronavirus positiv getestet wurden. Ihnen droht eine Strafe von bis zu vier Jahren Haft.

16.37 Uhr – Niederlande am Limit

1039 Menschen sind in den Niederlanden an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das sind 175 mehr als am Vortag.

Mittlerweile sind rund 12.600 Menschen mit dem Virus infiziert, wobei die Behörden von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgehen. Die Kapazität der verfügbaren Intensiv-Betten sei fast ausgeschöpft, so die niederländischen Behörden.

15.37 Uhr – Nepals Polizei nimmt Leute mit Klammern fest

Polizisten in Nepal patrouillieren zurzeit mit großen Klammern auf den leeren Strassen der Hauptstadt Kathmandu. Sie suchen Leute, die die strikte Ausgangssperre im Himalaya-Land brechen. Wenn sie jemanden ertappen, rennen sie der Person nach, lassen die Klammer zuschnappen - und dann gibt es kein Entkommen mehr, wie ein ranghoher Polizeimitarbeiter, Pawan Kumar Bhattarai, am Dienstag der Nachrichtenagentur DPA sagte.

Die Klammern an rund zwei Meter langen Stangen würden den Beamten helfen, in Zeiten von Social Distancing wegen des Coronavirus genügend Abstand zu halten. Er habe mit einer Klammer schon Dutzende Leute festgenommen, sagte Bhattarai. «Sie ist nicht nur einfach zu benutzen, sondern auch sicher für Polizisten und Straftäter.»

«Sie ist nicht nur einfach zu benutzen, sondern auch sicher für Polizisten und Straftäter.»

In Nepal gilt seit einer Woche eine Ausgangssperre, bei der Menschen ihr Haus jeweils nur zwei Stunden am Morgen und zwei Stunden am Abend verlassen dürfen, um Essen und Medikamente zu kaufen oder bei Notfällen.

Seither haben die Polizisten in der Hauptstadt nach eigenen Angaben mehr als 1400 Menschen mit den Klammern festgenommen. In normalen Zeiten würden sie die Klammern etwa nutzen, um Tote aus dem Wasser zu ziehen.

Nachdem die Klammern zuschnappen, kämen einige Ausgangssperrenbrecher nach einer kurzen Verwarnung frei, sagte ein Polizeisprecher. Andere würden einige Stunden in die Polizeiwache mitgenommen und dort über die Wichtigkeit von Social Distancing zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie aufgeklärt.

Nepal gehört zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Nach offiziellen Angaben gibt es im Land erst fünf bestätigte Coronavirus-Fälle. Allerdings wird auch wenig getestet, und viele Krankenpfleger arbeiten ohne Masken und Schutzkleidung.

12.37 Uhr – «Charlie Hebdo»-Prozess verschoben

Der wegen des Coronavirus verschobene Prozess rund um den islamistischen Terroranschlag auf die Redaktion des Pariser Satiremagazins «Charlie Hebdo» soll im September beginnen. Die Pariser Antiterror-Staatsanwaltschaft bestätigte am Dienstag entsprechende Berichte, wonach der Prozess nun vom 2. September bis 10. November gehen soll. Er hätte eigentlich am 4. Mai beginnen sollen. Bei dem Prozess sollten 14 Verdächtige auf der Anklagebank sitzen. Sie werden verdächtigt, die Attentäter logistisch unterstützt zu haben.

Bei den Anschlägen auf «Charlie Hebdo» sowie eine Polizistin und einen jüdischen Supermarkt waren im Januar 2015 insgesamt 17 Menschen aus dem Leben gerissen worden. Polizisten erschossen die drei islamistischen Täter.

Die Ermittlungen der Justiz betreffen die gesamte Anschlagsserie, die sich über mehrere Tage hinzog. Die Angriffe leiteten eine beispiellose Terrorserie in Frankreich ein, bei der rund 250 Menschen getötet wurden.

11.37 Uhr – 12-jähriges Mädchen stirbt in Belgien

In Belgien ist ein 12-jähriges Mädchen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilten die Behörden am Dienstag bei einer Pressekonferenz mit. Der Zustand des Mädchens habe sich in den letzten Tagen verschlechtert. Sie habe unter starkem Fieber gelitten. «Es ist ein sehr außergewöhnlicher Fall», sagt Sprecher Steven Van Gucht. Der Fall müsse nun genauer untersucht werden.

11.36 Uhr – Masken von Ikea

Der weltgrößte Möbelhändler Ikea hat mit der Herstellung von Schutzausrüstung wie Schürzen und Schutzmasken für Krankenhäuser begonnen, die gegen die Ausbreitung des Coronavirus kämpfen.

Die Produktion soll Firmenangaben zufolge gesteigert werden. Einkaufsmanager Henrik Elm erklärte zudem, dass die Nachfrage nach Büromöbeln ungebrochen sei, da infolge der Coronakrise viele Beschäftigte ins Home-Office gehen. Elm fügte hinzu, dass er keinen Mangel an Holz und anderen Rohstoffen erwarte.

Die Produktion soll Firmenangaben zufolge gesteigert werden.

11.35 Uhr –15 Millionen Schutzmasken

Bis Ende April wird Frankreich nach den Worten von Präsident Emmanuel Macron in der Lage sein, 15 Millionen Schutzmasken pro Woche zu produzieren. Die Unternehmen Air Liquide, Valeo, Schneider Electric und PSA würden zusammenarbeiten, um mehr Beatmungsgeräte für das Land zu fertigen, kündigt Macron an. Die Regierung in Paris werde vier Milliarden Euro für die Beschaffung von Masken und Beatmungsgeräten bereitstellen. Künftig müsse mehr von dem, was im Kampf gegen die Pandemie benötigt werde, im eigenen Land produziert werden. Die Eigenständigkeit Frankreichs und Europas müsse in dieser Hinsicht wiederhergestellt werden.

11.34 Uhr –Polen

Polen verschärft die Einschränkungen des öffentlichen Lebens. Kosmetik-Shops und ähnliche Geschäfte werden geschlossen, ebenso Hotels, wie Ministerpräsident Mateusz Morawiecki mitteilt. Baumärkte müssen an Wochenenden dichtmachen. Die Menschen sollen einen Mindestabstand von zwei Metern einhalten, an Kassen dürfen künftig nur noch drei Personen in einer Reihe anstehen.

Der Zugang zu Parks, Stränden und anderen öffentlichen Plätzen wird verboten. Für ältere Menschen soll es gesonderte Öffnungszeiten geben. Die neuen Maßnahmen sollen mindestens zwei Wochen in Kraft bleiben. Die Regierung hatte bereits Anfang des Monats Beschränkungen erlassen und unter anderem Versammlungen von mehr als zwei Personen verboten sowie die Bürger aufgefordert, bis auf unbedingt nötige Ausnahmen zu Hause zu bleiben.

11.33 Uhr –Französische Patienten nach Deutschland

Die französische Armee fliegt weitere Corona-Patienten nach Deutschland aus. Ein Hubschrauber bringe Schwerkranke aus Metz nach Essen, schreibt die französische Verteidigungsministerin Florence Parly auf Twitter. Zudem solle ein für Krankentransporte aufgerüsteter Airbus A330 sechs Patienten aus dem elsässischen Mülhausen nach Hamburg fliegen.

11.32 Uhr –Keine Schule in Österreich

Österreichs Bildungsminister Heinz Fassmann geht davon aus, dass auch im April kein Unterricht an den Schulen des Landes stattfinden wird. Wann genau die Schulen ihren regulären Betrieb wieder aufnehmen werden, ließ der Minister noch offen. Er versicherte aber: «Alle können und werden ihren Abschluss machen». Ob der Termin für die Matura (Abitur) mit Start am 19. Mai hält, will die Regierung nach Ostern bekanntgeben. Schulen und Universitäten sind in Österreich seit 16. März landesweit geschlossen.

11.30 Uhr – Zweifel an Chinas Zahlen

Angesichts von Zweifeln an den offiziellen Daten zu Corona-Infektionen in China haben die Behörden Änderungen zugesagt. Ab dem 1. April sollten auch die Zahlen von Infizierten ohne Krankheitssymptome veröffentlicht werden, sagte ein Mitglied der Nationalen Gesundheitskommission am Dienstag in Peking. Diese würden dann auch zentral für 14 Tage unter Quarantäne gestellt.

Zuletzt war wiederholt vermutet worden, dass eine hohe Zahl von Infizierten in der offiziellen Statistik nicht auftaucht und dass Infizierte andere Menschen anstecken, weil sie gar nicht wüssten, dass sie das Virus in sich tragen. In einem Eintrag auf einer Internet-Plattform vom 12. März etwa hatte ein Einwohner aus Yueyang erklärt, es habe mehrere Neu-Infizierte in der Stadt gegeben, auf der offiziellen Liste stehe aber die Zahl null. Die örtliche Regierung hatte daraufhin erklärt, es seien tatsächlich fünf Personen positiv getestet worden. Da sie aber keine Symptome gehabt hätten, seien die Behörden auch nicht verpflichtet gewesen, dies öffentlich mitzuteilen.

Zweifel gibt es zudem in der Stadt Wuhan, in der die Pandemie ihren Ausgang nahm. Dort sagten Bewohner und medizinisches Personal der Nachrichtenagentur Reuters, es habe in einigen Kliniken Probleme mit den Tests gegeben. Das habe bedeutet, dass einige Infizierte nicht registriert und nicht in die Statistik einbezogen worden seien.

11.27 Uhr – Iran

Im Iran ist die Zahl der bestätigten Infektionen binnen 24 Stunden um 3111 auf 44.606 gestiegen, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums im staatlichen Fernsehen mitteilt. Die Zahl der Todesfälle legt um 141 auf 2898 zu.

11.25 Uhr – Spanien

Spanien meldet einen Anstieg der Zahl der Infizierten von Montag bis Dienstag auf 94.417 von 85.195. Die Zahl der Toten nahm auf 8189 von 7340 zu, wie das Gesundheitsministerium mitteilt.

11.21 Uhr – Infektionen in Russland

In Russland steigen die Infektionen weiter sprunghaft an. Am Dienstag meldet das Land 2337 Infizierte. Das sind 500 mehr als ein Tag zuvor. 18 Menschen seien an dem Virus gestorben, 121 wieder genesen.

11.19 Uhr – Maskenpflicht in Jena

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus führt Jena als erste Stadt in Deutschland eine Maskenpflicht ein. In einer Woche solle das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in Jenaer Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr verpflichtend werden, kündigt die Stadt an.

Diese Maßnahme sei vom Fachdienst Gesundheit angemahnt worden, um die Sicherheit von Personal im öffentlichen Leben zu erhöhen. Nach Ostern solle dann nach derzeitiger Planung auch am Arbeitsplatz eine Maske getragen werden, sagt ein Sprecher. Neben Masken werden auch Tücher oder Schals als Schutz anerkannt. Diese müssten aber Nase und Mund abdecken. An die Bevölkerung richtete die Stadt die Bitte, die Masken für sich und andere selbst zu nähen: «Jede Maske ist besser als gar keine Maske.»

Nach Ostern solle dann nach derzeitiger Planung auch am Arbeitsplatz eine Maske getragen werden, sagt ein Sprecher.

11.15 Uhr – Gesundheitsnotstand in Indonesien

Indonesien ruft im Kampf gegen das Coronavirus den nationalen Gesundheitsnotstand aus. Zugleich kündigt Präsident Joko Widodo Hilfen für Menschen mit geringerem Einkommen an. Dabei gehe es um den Ausbau der Sozialhilfe, Lebensmittelhilfen und Strompreisrabatte.

11.11 Uhr – Obdachlose in Las Vegas

In Las Vegas werden die Plätze in Obdachlosen-Heimen knapp. Erst am Wochenende musste ein weiteres Heim schließen, als dort eine Person positiv auf das Coronavirus getestet wurde. In der Folge wurde auf einem Parkplatz eine provisorische Schlafstätte für Obdachlose eingerichtet.

Diese Übergangslösung wurde auf Social Media aber scharf kritisiert. Auf Twitter heißt es: «Nevada, ein Staat in einem der reichsten Länder der Welt, hat Soziale-Distanz-Markierungen auf einen Beton-Parkplatz für Obdachlose gemalt.»

10.51 Uhr – Lage in Australien

Australien meldet einen anhaltenden Rückgang der Neuinfektionen. Die Zuwachsrate habe sich zuletzt auf durchschnittlich neun Prozent von 25 bis 30 Prozent vor einer Woche verlangsamt, sagt Gesundheitsminister Greg Hunt. «Das ist eine Leistung, zu der alle Australier beigetragen haben.»

Behörden und Experten warnen allerdings vor einem Nachlassen im Kampf gegen das Virus und einer Lockerung der Kontaktbeschränkungen. Hunt zufolge gibt es landesweit etwa 4400 Coronavirus-Fälle basierend auf mehr als 230.000 Tests. 50 Personen befänden sich auf der Intensivstation und 20 an einem Beatmungsgerät. Die Zahl der Todesfälle habe zuletzt bei 19 gelegen.

10.31 Uhr – Epidemie noch nicht überstanden

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt davor, in der Region Asien/Pazifik von einer Entspannung in der Virus-Krise auszugehen. Die Epidemie dort sei «noch längst nicht vorbei», sagte der WHO-Vertreter Takeshi Kasai am Dienstag. Die aktuellen Maßnahmen gegen die Virus-Ausbreitung würden den Ländern lediglich Zeit bringen, um sich auf hohe Übertragungsraten vorzubereiten. «Das wird ein langer Kampf und wir können den Schutz nicht herunterfahren.» Das gelte auch für Länder mit sinkenden Zahlen bei Neuinfektionen. Das Virus könne zurückkommen, kein Land sei davor sicher.

10.11 Uhr – Mehr Ausgangsbeschränkungen in Israel

Israel hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus noch strengere Ausgangsbeschränkungen verhängt. Die Regierung verbot unter anderem öffentliche Gebete und Hochzeiten, wie das Büro des Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in der Nacht zum Dienstag mitteilte. An der Klagemauer in Jerusalem dürfen nur noch bis zu zehn Menschen beten. Sie müssen dabei einen Abstand von mindestens zwei Metern zueinander halten.

Nur 15 Prozent der Angestellten sollen zur Arbeit gehen. Auch am Arbeitsplatz gelten strenge Anweisungen, vor Ankunft müssen die Beschäftigten Fieber messen und eine Erklärung ausfüllen, dass sie keine Corona-Symptome aufweisen.

9.31 Uhr – Spanien will größeren EU-Haushalt

Die spanische Außenministerin Arancha Gonzalez schlägt eine Erhöhung des Budgets der Europäischen Union vor, um die Corona-Krise zu bewältigen. «Vielleicht sollte der europäische Haushalt größer sein», sagt Gonzalez dem französischen Radiosender Europe 1. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die EU-Kommission hätten Anstrengungen angekündigt, aber es sei auch mehr Solidarität zwischen den EU-Ländern nötig.

8.31 Uhr – Deutschland stellt mehr Masken her

Bayern Ministerpräsident Markus Söder macht sich für eine größere Produktion von Schutzmasken in Deutschland stark. Neben der Beschaffung im Ausland müssten auch dringend mehr Masken in Deutschland hergestellt werden, sagt der CSU-Chef in der ARD. Dazu sei eine Umstellung der Kapazitäten der deutschen Wirtschaft nötig. Schließlich kämen die Maschinen, die die Masken in China herstellten, aus Deutschland. Man könne auch über eine nationale Notfallproduktion nachdenken, die einen entsprechenden Vorrat liefere.

8.01 Uhr – Zahl der Todesfälle in Deutschland steigt

Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts um 4615 auf 61.913 gestiegen. Die Zahl der Todesfälle infolge der Covid-19-Erkrankung nahm demnach um 128 auf 583 zu.

7.35 Uhr – Trump hilft

Die USA schicken nach Angaben von US-Präsident Donald Trump medizinische Hilfsmittel im Wert von 100 Millionen Dollar in das von der Coronavirus-Krise gezeichnete Italien.

Trump sagte am Montagabend bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus, er habe darüber gerade mit dem italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte gesprochen. «Guiseppe war sehr, sehr glücklich.» Trump kündigte an, nach Möglichkeit auch Beatmungsgeräte nach Italien, Frankreich und Spanien zu schicken.

7.11 Uhr – Spanien verbietet Beerdigungszeremonien

Spanien hat wegen der Coronavirus-Pandemie alle Beisetzungszeremonien verboten. Die Teilnehmerzahl bei Bestattungen ist bis auf Weiteres auf maximal drei dem Verstorbenen nahe stehende Menschen beschränkt, wie es in einem am Montag veröffentlichten Regierungsdekret heißt.

(Foto: DPA)

Die Einschränkungen bei Beerdigungen gelten bis zum Ende des derzeitigen offiziellen landesweiten Notstandes, der vorerst bis zum 11. April befristet ist. Ähnliche Restriktionen für Beisetzungen gelten bereits in Italien.

Verschärfung der Ausgangssperre

In Spanien ist in der Nacht zum Dienstag eine ebenso drastische wie umstrittene Verschärfung der Ausgangssperre zur Bekämpfung der Corona-Krise in Kraft getreten. Seit Mitternacht dürfen alle Bürger, die nicht in wesentlichen Wirtschaftssektoren tätig sind, nicht mehr zu ihrer Arbeitsstelle fahren.

Das entsprechende Dekret der linken Regierung gilt zunächst bis zum 9. April. Betroffen sind vor allem das Baugewerbe und weite Teile der Industrie.

Bisher durften im Rahmen des seit 15. März geltenden Alarmzustands alle Menschen, die nicht im Homeoffice arbeiten konnten, weiter das Haus verlassen, um ihren Jobs nachzugehen. Alle Betroffenen sollen weiter ihr Gehalt bekommen und die nicht geleisteten Stunden später nachholen. Viele Unternehmer und Regionalpräsidenten haben die neuen Regeln scharf kritisiert.

Die kurzfristig angekündigte Verschärfung des Ausgangsverbots sollte ursprünglich schon am Montag in Kraft treten. Sie war aber am späten Sonntagabend um 24 Stunden verschoben worden, damit die Betroffenen «die letzten unbedingt erforderlichen Arbeiten» zur Einstellung der Aktivitäten erledigen.

Ob die Maßnahme Wirkung zeigt, sollen die nächsten zwei Wochen zeigen. Mit mehr als 85.000 Infektionsfällen und über 7300 Toten ist Spanien nach Italien das am heftigsten von der Krise betroffene Land Europas.

6.32 Uhr – China

Das chinesische Festland meldet mit 48 Fällen einen Anstieg der neuen bestätigten Coronavirus-Infektionen, nach 31 einen Tag zuvor. Nach Angaben der Behörden stammen alle 48 Fälle von Einreisenden, womit sich die Gesamtzahl der eingeführten Fälle in China auf 771 beläuft. Insgesamt sind in China 81.518 Infektionen laut Gesundheitskommission registriert. Die Zahl der Todesfälle erhöht sich zum Ende des Montags um eins auf 3305.

5.45 Uhr – 3000 Tote in den USA

In den USA ist die Zahl der Toten durch die Lungenkrankheit Covid-19 auf mehr als 3000 gestiegen. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins hervor, die am Montagabend 3008 Todesfälle verzeichnete.

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 in den Vereinigten Staaten stieg demnach auf mehr als 163'000. Damit gibt es in den USA weiterhin mehr bekannte Infektionen als in jedem anderen Land der Welt, noch vor Italien, Spanien und China. Bei der Zahl der Toten liegen die USA hinter Italien, Spanien, China und Frankreich.

4.43 Uhr – Ägyptische Pyramide

Auf die Große Pyramide in Gizeh sind Botschaften zur Coronavirus-Pandemie projiziert worden. «Bleibt sicher», «Bleibt zuhause» und «Dank an jene, die uns sicher halten» war am Montagabend in blauen und grünen Lichtzeichen auf dem mächtigen Grabmal des Pharaos Cheops nahe der ägyptischen Hauptstadt Kairo zu lesen.

(Bild:AFP)

Die Pyramiden von Gizeh sind ebenso wie zahlreiche andere Touristenattraktionen des Landes wegen der Pandemie derzeit geschlossen.

In Ägypten gab es bis Montag 656 offiziell verzeichnete Corona-Infektionsfälle, mindestens 41 Menschen starben dort an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Der Tourismussektor des Landes ist infolge der Pandemie weitgehend zum Erliegen gekommen.

3.47 Uhr – USA verlängern Einreisestopp

Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der US-Regierung für Besucher aus Europa soll verlängert werden. Diese und ähnliche Beschränkungen würden in Kraft bleiben und möglicherweise sogar verschärft werden, sagte US-Präsident Donald Trump am Montag im Rosengarten des Weißen Hauses.

Dies werde dabei helfen, die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu begrenzen, sagte Trump. «Es ist sehr wichtig, Grenzen zu haben.»

Es blieb zunächst unklar, bis wann der Einreisestopp, der eigentlich Mitte April auslaufen sollte, verlängert werden sollte. Trump hatte am Sonntag bekanntgegeben, dass die restriktiven Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Epidemie in den USA bis Ende April verlängert werden sollen.

(Bild:DPA)

Etwa seit Mitte März können Menschen aus dem Schengenraum, Großbritannien und Irland nicht mehr in die USA reisen. Ausgenommen davon sind nur US-Amerikaner, bestimmte Diplomaten und Europäer, die eine langfristige Arbeitsgenehmigung in den USA haben, eine sogenannte «Green Card». Auch deren Angehörige sind ausgenommen. Die Regelung sollte zunächst für 30 Tage gelten.

2.43 Uhr – USA: 1 Million Tests

Die USA haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump bereits mehr als eine Million Menschen auf das Coronavirus getestet. «Heute haben wir einen wichtigen Meilenstein im Krieg gegen das Coronavirus erreicht», sagte Trump am Montagabend vor der Presse.

Gesundheitsminister Alex Azar sagte, täglich würden inzwischen fast 100'000 Tests ausgeführt. Die Trump-Regierung war in die Kritik geraten, weil die Tests auf das Coronavirus in den USA zunächst fehlerhaft waren und extrem schleppend anliefen. Gouverneure von Bundesstaaten beklagen, dass es immer noch nicht genug Tests gibt.

1.30 Uhr – Fetisch-Shop verschenkt OP-Kleidung

Ein Online-Händler für Fetischisten hat zur Bekämpfung der Corona-Pandemie alle vorrätigen OP-Kittel an ein britisches Krankenhaus gespendet. Zuvor hätten verzweifelte Vertreter des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS sie kontaktiert, teilte die Firma MedFet UK am Montag im Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Es habe sich allerdings nur um einige Sets der Wergwerfkittel gehandelt. Der NHS ist chronisch unterfinanziert und überlastet. Viele Ärzte und auch Pflegepersonal kritisieren immer wieder, dass ihnen Schutzausrüstungen wie Kittel, Mundmasken und Schürzen fehlten. In der Not zogen sich Krankenschwestern bereits große Müllsäcke über.

Montag, 30. März 2020

21.30 Uhr – Dänemark will Maßnahmen lockern

Dänemark könnte bereits Mitte April schrittweise von seinen strikten Maßnahmen gegen das neuartige Coronavirus abrücken. Die Maßnahmen gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 zeigten Wirkung, sagte Regierungschefin Mette Frederiksen am Montag in Kopenhagen.

Wenn sich die positive Entwicklung fortsetze und die Dänen in den nächsten beiden Wochen weiter so vernünftig gegen die Ausbreitung des Virus vorgingen wie bisher, werde die Regierung das Land nach Ostern kontrolliert und Schritt für Schritt wieder öffnen, sagte Ministerpräsidentin Frederiksen auf einer Pressekonferenz in Kopenhagen.

Es sehe so aus, dass sich das Virus langsamer als befürchtet im Land verbreite. Das sei ein Zeichen für vorsichtigen Optimismus. Frederiksen wies darauf hin, dass sich die Dänen darauf einstellen sollten, zu verschiedenen Zeitpunkten zur Arbeit und zur Schule zu gehen. An den Grenzschließungen werde sich vorerst nichts ändern, ergänzte die Sozialdemokratin.

Dänemark hatte besonders früh mit strikten Maßnahmen auf die Corona-Krise reagiert, unter anderem sind seit dem 14. März die Grenzen für Ausländer ohne triftigen Einreisegrund geschlossen. Schulen, Kindergärten, Restaurants, Cafés, Theater sowie weitere Freizeiteinrichtungen wie Fitnessstudios und Sonnenstudios sind ebenfalls zu. Es gilt darüber hinaus ein öffentliches Versammlungsverbot für mehr als zehn Personen.

Frederiksen hatte die Maßnahmen vor einer Woche bis einschließlich Ostern verlängert. Am Wochenende hatte sie auf Facebook geschrieben, dass sie weder hoffe noch glaube, dass es Monate dauern werde, bis sich Dänemark nach und nach wieder öffnen könne.

Bis Montagabend wurden mehr als 2500 Infektionsfälle in Dänemark bestätigt. Es wird aber von einer deutlich höheren Dunkelziffer ausgegangen. Bislang sind 77 Covid-19-Patienten im Land gestorben.

19.30 Uhr – Dritter Merkel-Test negativ

Auch beim dritten Test der deutschen Kanzlerin Angela Merkel auf das neuartige Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. Das teilte ein Regierungssprecher am Montag in Berlin mit.

Die Bundeskanzlerin werde auch in den nächsten Tagen die Dienstgeschäfte aus ihrer häuslichen Quarantäne wahrnehmen, erklärte der Regierungssprecher weiter.

Merkel hatte sich am 22. März in häusliche Quarantäne begeben, nachdem sie darüber unterrichtet worden war, dass sie am 20. März mit einem Arzt Kontakt hatte, der dann positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Der Mediziner hatte Merkel vorbeugend gegen Pneumokokken geimpft.

19.00 Uhr – Krankenhaus-Schiff

Im Kampf gegen das Coronavirus hat ein Krankenhausschiff der US-Marine am Montag New York erreicht. Die 272 Meter lange «USNS Comfort» verfügt über tausend Betten und zwölf Operationssäle und soll New Yorker Kliniken entlasten.

Zwar werden auf der «USNS Comfort» keine Coronavirus-Patienten behandelt. Dafür können andere Patienten auf das Schiff verlegt werden, um den Kliniken mehr Kapazitäten für Coronavirus-Patienten zu verschaffen.

Der Bundesstaat New York und die gleichnamige Großstadt sind besonders schwer von der Pandemie betroffen. Dort wurden mehr als 60.000 Infektionsfälle bestätigt - das ist fast die Hälfte aller Infektionen landesweit. Die Krankenhäuser in New York sind zunehmend überlastet. In dem Bundesstaat werden deswegen mehrere temporäre Kliniken eingerichtet, um mehr Kapazitäten zu schaffen.

Es ist ein Rennen gegen die Zeit: Der Höhepunkt der Pandemie wird in etwa zwei bis drei Wochen erwartet. Bereits vergangene Woche hatte das Krankenhausschiff «USNS Mercy» die kalifornische Großstadt Los Angeles an der US-Westküste erreicht.

Die USA sind inzwischen das Land mit den meisten bestätigten Coronavirus-Fällen weltweit. Aus dem Land wurden mehr als 143.000 Infektionen und mehr als 2500 Todesfälle gemeldet. Die Zahlen dürften dramatisch ansteigen. US-Präsident Donald Trump selbst bezeichnete 100.000 bis 200.000 Tote am Sonntag als mögliche Größenordnung.

18.30 Uhr – Todesopfer in der Lombardei

Die Zahl der Todesopfer in der Lombardei steigt einem Insider zufolge ungebremst. Sie sei um etwa 458 auf circa 6818 gestiegen, sagte eine mit den Daten vertraute Person. Am Sonntag waren 416 neue Todesfälle in der besonders stark betroffenen Region gemeldet worden. Die offiziellen italienischen Fallzahlen werden im Laufe des Abend erwartet.

16.30 Uhr – 1100 Menschen in Deutschland hängen derzeit an Beatmungsgeräten

Von rund 1500 Menschen, die in Deutschland auf Intensivstationen liegen, müssen etwa 1100 beatmet werden. Insgesamt sind rund 7000 Menschen mit Covid-19 in deutschen Krankenhäusern stationiert.

Deutschland hat die Zahl der Beatmungsplätze in den vergangenen Wochen von ehemals 20.000 auf jetzt rund 30.000 aufgestockt, weitere Beatmungsgeräte seien bestellt, so Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft.

15.40 Uhr – 715.200 Infizierte, 33.500 Tote

Weltweit ist die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus auf mehr als 700.000 gestiegen. Die Zahl der Todesopfer weltweit liegt bei mehr als 33.500.

Bis Montagmorgen wurden nach einer auf amtlichen Angaben basierenden Zählung der Nachrichtenagentur AFP mehr als 715.200 Infektionen gemeldet. Betroffen sind 183 Länder und Gebiete.

Spanien meldete am Montag 812 weitere Todesfälle innerhalb von 24 Stunden, die Gesamtzahl der Corona-Toten liegt dort damit bei 7340. Dies ist ein leichter Rückgang der täglichen Sterbezahlen gegenüber Sonntag, als 838 Todesfälle binnen 24 Stunden gemeldet worden waren.

Im Iran starben nach Behördenangaben vom Montag 117 weitere Menschen am neuartigen Coronavirus. Die Gesamtzahl der Todesopfer liegt damit bei 2757. Mehr als 41.000 Menschen haben sich in dem Land bisher mit dem Virus infiziert.

11.40 Uhr – Schutzmasken-Pflicht bei Einkäufen

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie müssen die Menschen in Österreich künftig eine Schutzmaske beim Einkaufen tragen. Das teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz am Montag in Wien mit.

6.29 Uhr – Arbeitsfreie Woche in Russland

Russland will mit einer arbeitsfreien Woche die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie eindämmen. Das ist eine von mehreren Maßnahmen, die am Montag in Kraft tritt. Auf Anordnung von Präsident Wladimir Putin sollen große Teile der russischen Geschäftswelt ruhen. Die Löhne sollen aber weiter gezahlt werden. Supermärkte, Apotheken und Spitäler bleiben geöffnet. Die Bevölkerung sollte jetzt «Disziplin und Verantwortung» zeigen und zu Hause zu bleiben, hatte Putin an seine Landsleute appelliert. Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin verhängte zudem am Sonntagabend eine allgemeine Ausgangssperre.

(Foto: AFP)

6.19 Uhr – «Preisexplosion» in Deutschland

Der in der Corona-Krise drastisch gestiegene Bedarf an Schutzkleidung in den medizinischen Einrichtungen in Deutschland hat laut einem Medienbericht zu einer «Preisexplosion» geführt.

So sei etwa der Einkaufswert für hochwertige sogenannte FFP2-Atemschutzmasken innerhalb weniger Tage um 3000 Prozent von 0,45 auf 13,52 Euro pro Stück gestiegen, berichten jetzt NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung aufgrund gemeinsamer Recherchen. Auf dem Markt für medizinische Schutzkleidung herrschen den Berichten zufolge «Chaos» sowie zunehmend auch unseriöse Praktiken.

(Foto: DPA)

«Es ist Wildwest. Jeder versucht jetzt, sich zu bereichern, die Not der Krankenhäuser auszunutzen», sagte Olaf Berse, Geschäftsführer von Clinicpartner, einer bundesweiten Einkaufsgemeinschaft für Krankenhäuser, Alten- und Pflegeeinrichtungen. Die Angebote seien zum Teil regelrecht kriminell. Filter seien nicht funktionsfähig, die Zertifikate gefälscht. Dies gefährde Patienten und Personal.

Die Gewerbeaufsicht in Niedersachsen warnt den Berichten zufolge vor einem Fall von Betrug durch einen fiktiven Arzneimittelgroßhändler aus Bremen. Die Firma verschicke ein gefälschtes Zertifikat.

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach forderte, dass der Staat bei der Versorgung mit medizinischer Schutzkleidung Abhilfe schaffen müsse. «Das ist nichts, was der Markt auch nur im Ansatz lösen könnte», sagte Lauterbach dem Rechercheverbund von NDR, WDR und Süddeutscher. Er forderte die Schaffung einer Bundesagentur, die Firmen in Deutschland mit der Produktion beauftragt.

6.06 Uhr – 31 neue Fälle in China

China hat 31 weitere Infektionen mit der Lungenkrankheit Covid-19 gemeldet. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Montag mitteilte, kamen zudem vier weitere Patienten ums Leben.

Mit 30 Fällen wurde ein Großteil der Infektion erneut bei Menschen nachgewiesen, die nach China eingereist sind. Schon seit Wochen gibt es in der Volksrepublik fast ausschließlich nur noch solche «importierte Fälle».

Verbreitung im Inland gestoppt

Die Ausbreitung im Inland ist dagegen nach offiziellen Angaben unter Kontrolle gebracht worden. Allerdings machen die Behörden keine Angaben dazu, wie viele Menschen täglich getestet werden.

Zudem scheint unklar, inwieweit die offizielle Statistik die wahre Lage spiegelt und wie hoch die Dunkelziffer ist. Nach den Zahlen der Gesundheitskommission sind bislang 3304 Menschen in China dem Virus zum Opfer gefallen. Insgesamt wurden auf dem chinesischen Festland 81.470 Infizierte registriert, von denen sich bislang fast 76.000 wieder erholt haben.

5.35 Uhr –EU-Kommission

Angesichts der sich weiter weltweit verbreitenden Corona-Pandemie hat die EU-Kommission an die Bürger in ganz Europa appelliert, bei den Schutzmaßnahmen vor einer Corona-Infektion nicht nachzulassen.

Der effizienteste Schutz sei, Kontakte mit anderen zu vermeiden und zu Hause zu bleiben, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. «Ich möchte wirklich alle Bürger in ganz Europa dringend auffordern, solche Anweisungen äusserst ernst zu nehmen», sagte Kyriakides. «Zuhause bleiben heißt Leben retten».

«enormen Mut und Stärke gezeigt»

Zugleich lobte die EU-Kommissarin das Verhalten der Bürger in Europa angesichts der Corona-Krise. Sie hätten «enormen Mut und Stärke gezeigt». Wann die Krise überstanden sein werde, lasse sich aber noch nicht genau sagen. Es gebe noch immer nicht genügend wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, wie leicht sich das Virus unter Menschen verbreite.

Die Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedstaaten müsse noch besser werden. «Alle europäischen Länder sind betroffen und alle brauchen gegenseitige Unterstützung», betonte Kyriakides.

1.40 Uhr – Trump verlängert Richtlinien

US-Präsident Donald Trump erwartet, dass die Zahl der Toten in der Corona-Krise in den USA in zwei Wochen ihren Höhepunkt erreichen könnte. Deswegen verlängere er die ursprünglich bis zum 30. März geltenden Richtlinien zur sozialen Distanzierung bis zum 30. April, kündigte Trump am Sonntag im Rosengarten des Weissen Hauses an.

Je besser die Richtlinien eingehalten würden, «desto schneller wird dieser Alptraum enden», sagte Trump. Vor zwei Wochen hatte die Regierung Richtlinien für zunächst 15 Tage veröffentlicht, die unter anderem vorsehen, dass Menschen Abstand zueinander halten und Ansammlungen von mehr als zehn Menschen vermieden werden sollen.


Sonntag, 29. März 2020

19.29 Uhr – Über 200 Corona-Tote mehr in New York

Im Vergleich zum Vortag seien im Bundesstaat New York 237 neue Todesopfer hinzugekommen, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Sonntag. Damit seien in New York nun 965 Menschen an der Krankheit gestorben. Die bekannten Fälle kletterten unterdessen auf mehr als 59.500. Mehr als die Hälfte davon kommen aus der Millionenmetropole New York City. Cuomo lobte das hohe Aufkommen von freiwilligen Helfern - es hätten sich mehr als 76.000 Menschen für die Unterstützung der medizinischen Dienste der Stadt gemeldet.

Der US-Ostküstenstaat New York mit der gleichnamigen Millionenmetropole hat sich zum Epizentrum der Coronavirus-Pandemie in den USA entwickelt. Insgesamt sind in den USA nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität mehr als 125.000 Corona-Fälle nachgewiesen. Demnach sind bislang über 2200 Menschen gestorben.

18.37 Uhr – Wieder Hunderte Tote in Italien

In Italien ist die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten am Sonntag erneut deutlich gestiegen. Aber die Zunahme der Neuinfektionen hat sich weiter verlangsamt. Wie der Zivilschutz am Abend mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Corona-Toten am Sonntag um 756 auf 10.779. Dies ist der höchste Zahl weltweit.

Die Gesamtzahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie stieg um 5217 auf jetzt 97.689. Der Tagesanstieg ist deutlich geringer als am Samstag (5974) und entspricht einer Zunahme um 5,6 Prozent. Vor einer Woche lagen die Zuwachsraten noch im zweistelligen Bereich. Die Zahl der Geheilten stieg um 646 auf 13.030.

17.17 Uhr – Schweizerische Bundesbahnen stellen Personenverkehr mit Italien ein

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben den grenzüberschreitenden Reiseverkehr von und nach Italien bis auf Weiteres eingestellt. Grund seien Anordnungen der italienischen Behörden, teilte das Unternehmen am Sonntag mit Hinweis auf das Coronavirus bei Twitter mit. Neben dem grenzüberschreitenden Regionalverkehr sind drei EC-Züge betroffen: Die Strecke Basel-Brig-Mailand, Genf-Brig-Mailand und Zürich-Mailand. Die Züge wenden in Brig beziehungsweise Chiasso. Der Güterverkehr ist von den Einschränkungen nach SBB-Angaben nicht betroffen.

16.44 Uhr – Virologe rechnet mit Millionen von Corona-Fällen in den USA

Der Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten, Anthony Fauci, rechnet mit Millionen von Corona-Infizierten in den USA. Ausgehend von der aktuellen Lage bestehe die Möglichkeit, dass 100.000 bis 200.000 Menschen in Folge der Pandemie sterben, sagte Fauci am Sonntag dem TV-Sender CNN.

Der angesehene Virologe machte zugleich jedoch deutlich, dass er wenig von Prognosen halte, da man leicht falsch liegen und die Leute in die Irre führen könne. «Schauen Sie sich einfach die Daten an (...) und sorgen Sie sich nicht um diese Worst-Case- und Best-Case-Szenarien», sagte Fauci. «Wir haben ein ernsthaftes Problem in New York, wir haben ein ernsthaftes Problem in New Orleans und wir werden ernsthafte Probleme in anderen Gebieten entwi

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • svendorca am 03.02.2020 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    Tausende vu Kanner stierwen all Daag vun Honger op eisem Planet, oder well Medicamenter féelen,..ween schwätzt dann doriver!

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  • Sin mir nët e bessen mautsch am 03.02.2020 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    E Sonnden as e Flug vun der Cargolux op Shanghai gaangen, deen medizinescht Material dohinner transportéiert, vu wou ët hir koum .... Ween ët fäerdeg bréngt, an 10 Deeg e Spidol ze bauen, denn produzéiert esou Material an 2 Minuten. De Mega-Gewënner as alt nees d'Pharmaindustrie. BSE; Vullegripp; Schwéngschnapp; Kanarien-Pescht; Krokodillen-Houscht a waat déi séch soss nach alles afaalen gelooss hun an waerten. A mir I...... faalen ëmmer nees drop eran.

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  • Léon am 15.02.2020 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Selon les dires de notre ministre de la santé pas de problème,c’est la preuve qu’il ne connaît rien à la santé. C’est la preuve qu’il a reçu ce poste (entre copains )et qu’il a une incompétence totale sur le sujet de cette maladie Un ministre de la santé doit être médecin et pas un clowns

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Daweb am 01.04.2020 13:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oh mein gott!!!! Bitte hirn vir dem tippen einschalten! Viren kennen auch keine grenzkontrollen!!!!!!!

  • Daweb am 01.04.2020 13:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Woran sind die 800 denn gestorben? Italien hat in den krankenhäuser eine 28% keimresistenz!!! Es ist wahrscheinlich in italien im krankenhaus an den folgend eines resistenten bakterium zu sterben als an covid! Leute wacht mal auf!

  • Daweb am 01.04.2020 13:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Imenz iddi.... #bleiwdoheem da brauchste keng.... wéi vill vun denen villen doudigen sinn tatsächlich um corona gestuerwen? Die zuelen sinn net representativ! Wann 1 un engem herzinfakt stierft an en ass pos. getest ob mat oder ouni symtomer dann get en derbäi gerechend! Das ass falsch! Die zuelen gin künstlech eropgedreckt fir dat ganzt kaartenhaus oprecht z’erhalen! Et ass eng volksverarschung!

  • Saupreis am 30.03.2020 13:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das mit der Maskenpflicht außerhalb der Wohnung wurde ich sehr begrüßen. Nur geht das leider nicht in Luxemburg, da man hier keine Masken bekommt.

  • Gerd am 27.03.2020 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    America firsttttttttttttttttt