US-Vorschlag

01. April 2020 07:09; Akt: 01.04.2020 07:09 Print

Venezuela lehnt Übergangsregierung ab

Die USA haben dem südamerikanischen Land die Aufhebung von Sanktionen in Aussicht gestellt, sollte es freie Wahlen geben.

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Wollen in Venezuela Neuwahlen: Der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó (links) und der US-Außenminister Mike Pompeo. (Archivbild) (Bild: Mauricio Duenas)

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Venezuela hat den US-Vorschlag zur Bildung einer Übergangsregierung in dem südamerikanischen Land zurückgewiesen. Die venezolanische Regierung akzeptiere keine Vormundschaft einer ausländischen Regierung, teilte Außenminister Jorge Arreaza auf Twitter mit.

Die US-Regierung hatte im Gegenzug zu einer Übergangsregierung in Venezuela eine Aufhebung von Sanktionen gegen des krisengeschüttelte Land in Aussicht gestellt.

Die rivalisierenden politischen Seiten sollten dem Plan zufolge gemeinsam eine Übergangsregierung installieren und Wahlen innerhalb von sechs bis zwölf Monaten organisieren, sagte US-Außenminister Mike Pompeo am Dienstag in Washington.

USA hoffen auf Zustimmung

Sollten diese Wahlen frei und fair verlaufen, könnten am Ende alle US-Sanktionen gegen das Land aufgehoben werden. «Wir glauben, dies ist eine Chance für das venezolanische Volk.»

Pompeo sagte, er hoffe, dass Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro den Vorschlag ernst nehme und darüber nachdenken werde. Zugleich betonte er, die Unterstützung der USA für den selbsternannten Interimspräsidenten Juan Guaidó, der den Vorschlag Washingtons als «einzige Option» bezeichnete, sei ungebrochen.

Pompeo: Maduro muss gehen

«Nicolas Maduro muss gehen», mahnte Pompeo. Das US-Außenministerium betonte auch, die amerikanischen Sanktionen blieben erhalten und würden noch verschärft, bis Maduro den Weg für einen politischen Übergang frei mache.

Die US-Regierung gehört zu den erbittertsten Gegnern Maduros. Sie erkannte Oppositionsführer Guaidó Anfang 2019 als legitimen Interimspräsidenten an. Seither fordert sie einen Machtwechsel. Guaidó kann sich in Venezuela bislang aber nicht durchsetzen. Als er sich zum Übergangspräsidenten erklärt hatte, mobilisierte er noch die Maßen. Inzwischen hat der Zulauf abgenommen. Maduro sitzt trotz verstärkter US-Sanktionen weiter fest im Sattel.

Die USA hatten Maduro und Vertraute vor wenigen Tagen wegen Drogenhandels und Geldwäsche angeklagt. Eine Anklage gegen einen amtierenden Staatschef ist äußerst ungewöhnlich.

(L'essentiel/chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Christophe am 01.04.2020 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    USA, dee greisste Krichstreiwer op der Welt. Fanger wech vu Venezuela a vu Kuba! a Bolivien hu se et jo scho gepackt den Evo Morales ze stierzen, et ass wei 1973 am Chile, wei se den Allende gestierzt hunn... emmer hier dreckeg Fangeren am Spill. Viva Chavez! Viva Maduro! Viva Venezuela! Vivre libre ou mourir! hoffentlech gett dee guaido, dei usa marionette geschwen an de prison geheit, do wou en higeheiert.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Christophe am 01.04.2020 11:29 Report Diesen Beitrag melden

    USA, dee greisste Krichstreiwer op der Welt. Fanger wech vu Venezuela a vu Kuba! a Bolivien hu se et jo scho gepackt den Evo Morales ze stierzen, et ass wei 1973 am Chile, wei se den Allende gestierzt hunn... emmer hier dreckeg Fangeren am Spill. Viva Chavez! Viva Maduro! Viva Venezuela! Vivre libre ou mourir! hoffentlech gett dee guaido, dei usa marionette geschwen an de prison geheit, do wou en higeheiert.

    • Diktator am 01.04.2020 15:34 Report Diesen Beitrag melden

      was du een Quatsch hei vun der gess.Fuer mol dohiner, an dan probéiers de mol puer Méint do ze liewen.An kaaf der keen Tiket fir zreck.

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