Newsticker

27. Februar 2020 00:14; Akt: 27.02.2020 00:14 Print

Coronavirus erreicht Rheinland-​​Pfalz

Nach dem Ausbruch einer Coronavirus-Epidemie in Italien melden immer mehr Staaten Nachweise des Erregers. Alle News im Ticker.

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Das Wichtigste in Kürze:

• Das neue Coronavirus breitet sich immer weiter aus.

• In Italien sind über 300 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 erfasst worden, elf Menschen sind daran gestorben.

• Weltweit sind mehr als 78.000 Menschen erkrankt, knapp 2700 Menschen gestorben.

• In Deutschland gibt es acht neue Fälle, einen in Rheinland-Pfalz, drei in Nordrhein-Westfalen und zwei in Baden-Württemberg.


Newsticker:

Mittwoch, 26. Februar 2020

23.17 – Regionalzug nach Saarbrücken gestoppt

Wegen des Verdachts auf eine Coronavirus-Erkrankung bei einem Reisenden ist am Mittwoch ein Regionalzug von Frankfurt nach Saarbrücken mit 70 Fahrgästen gestoppt worden. Der Mann war von einer Italien-Geschäftsreise zurückgekehrt. Er habe an sich selbst Symptome festgestellt, teilte eine Sprecherin des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums mit. Bundespolizisten stoppten den Zug im Bahnhof Idar-Oberstein im südlichen Hunsrück.

22.38 – Zwei weitere Fälle in NRW

In Nordrhein-Westfalen gibt es zwei weitere Personen, die nachweislich mit dem Coronavirus infiziert sind. Die beiden Infizierten stammen aus dem Umfeld des schwer erkrankten 47-Jährigen. Eine Infizierte seien eine Mitarbeiterin des Mannes und deren Lebensgefährten, wie eine Sprecherin des Landkreises sagte.

In einem Bericht der FAZ heißt es, das Ehepaar aus NRW, bei dem die Infektion zuerst bestätigt wurde, sei im Karneval sehr aktiv gewesen. Die Zeitung zitiert den Heinsberger Landrat Stephan Pusch, demnach hätte das Paar eine «unendliche Vielzahl von Kontakten» gehabt. Zahlreiche Personen würden daher zuhause unter Quarantäne gestellt.

21.28 Uhr – Norwegen

In Norwegen ist der erste Coronavirus-Fall bestätigt worden. Das teilt die Gesundheitsbehörde des skandinavischen Landes mit. Die Person sei in der vergangenen Woche aus China zurückgekehrt und positiv auf den Virus getestet worden.

21.09 Uhr – Royales Umfeld

Mitschüler von Prinz George und Prinzessin Charlotte befinden sich in ihren Häusern in Quarantäne. Wie der Mirror schreibt, seien vier Schüler betroffen. Zwei der Schüler würden grippeähnliche Symptome zeigen. Wie die Zeitung schreibt, seien die vier in Norditalien im Urlaub gewesen. Die vier Kinder würden auf den Virus getestet.

20.48 Uhr –Das Geschäft mit der Angst

Preistreiberei, falsche Gesundheitschecks und dubiose Heilversprechen: In Italien nutzen Kriminelle und Geschäftemacher die Angst vor dem neuartigen Coronavirus zu ihrem Vorteil aus. Aus Furcht vor der Krankheit stürzen sich die Italiener auf Schutzmasken und Desinfektionsmittel, in Apotheken und Supermärkten sind kaum noch welche zu haben. Geschäftemacher wittern Morgenluft: Auf der Auktionsplattform Ebay bot ein Nutzer am Dienstagmorgen eine Liter-Flasche des in Italien verbreiteten Desinfektionsgels Amuchina zum stolzen Preis von 300 Euro an, ein Desinfektionsmittel für Babys sollte 240 Euro pro Liter kosten. Im Internet verbreiten sich bereits zahlreiche Witze zum Thema: «Tausche fünf Liter Amuchina gegen Audi RS5 von 2019. Audi RS5 von 2016 geht auch - gegen 65.000 Euro Zuzahlung» lautet ein Spaß-Angebot im Netz. Ein anderer Nutzer entwirft ein imaginäres Verkaufsgespräch zwischen Dealer und Kunde: «Was willst du, Haschisch oder Kokain?» - «Amuchina-Gel.»

Verbraucherschützer können dagegen nicht über die Vorgänge lachen. Die Verbraucherschutzorganisation Codacons spricht von Preiserhöhungen «auf astronomisches Niveau». So erhöhte sich der durchschnittliche Preis für Amuchina-Gel von drei Euro pro 80-Milliliter-Fläschchen auf 22,50 Euro - ein Anstieg um 650 Prozent.

Bei Schutzmasken liegt der Preisanstieg laut Codacons sogar bei 1700 Prozent: Statt 10 Cent kostet eine Maske im Online-Handel jetzt durchschnittlich 1,80 Euro. Als besonders krasses Beispiel nennen die Verbraucherschützer ein auf Amazon angebotenes Set von fünf als «ideal gegen das Coronavirus» beworbenen Schutzmasken zum Preis von 189 Euro.

Es handle sich um eine «schamlose Spekulation, um Profit aus der Angst der Leute zu schlagen», erklären die Verbraucherschützer. Die Organisation hat Klage eingereicht und fordert die Schließung einschlägiger Websites. Wenn die Onlinehandelsriesen derartige spekulative Angebote nicht automatisch von ihren Seiten entfernten, machten sie sich «zum Komplizen dieser Betrügereien», erklärt Codacons.

Die Staatsanwaltschaft von Mailand leitete Anfang der Woche ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts «spekulativer Manöver» ein. Die Ermittlungen gehen dem Verdacht nach, dass begehrte Waren wie Desinfektionsmittel und Schutzmasken sogar bewusst zurückgehalten werden, um die Preise in die Höhe zu treiben.

Betrüger unterwegs

Neben Preistreiberei gibt es zunehmend auch Berichte über Betrüger, die sich als Mitarbeiter des Roten Kreuzes, der Gesundheitsbehörden oder des Zivilschutzes ausgeben und Menschen unter dem Vorwand eines Virus-Tests in deren Wohnungen bestehlen. Das Rote Kreuz und der Zivilschutz haben die Italiener bereits ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie für Gesundheitstests nicht von Tür zu Tür ziehen.

Ein weiteres Phänomen sind Angebote vermeintlicher Wundermittel gegen das Virus. «Im Internet werden homöopathische oder Naturheilmittel angeboten, die angeblich eine Ansteckung mit dem Coronavirus verhindern oder die Krankheit heilen können», sagt der Hygienewissenschaftler Pier Luigi Lopalco von der Universität Pisa. «Diese Produkte haben keinerlei klinische Wirksamkeit», warnt er. Wer sie anbiete, sei ein «Scharlatan».

20.24 Uhr –Bundesstaat New York

Gesundheitsbehörden des Bezirks Nassau im Bundesstaat New York haben 83 Personen unter Beobachtung gestellt, die China besucht haben und möglicherweise in Kontakt mit dem Coronavirus gekommen sind. Gouverneur Andrew Cuomo sagt, dass der Staat bislang keinen bestätigten Fall habe.

19.59 Uhr – Mehr Fälle außerhalb Chinas

Erstmals seit Ausbruch des Virus in China wurden mehr neu gemeldete Fälle außerhalb Chinas als in der Volksrepublik selbst registriert, wie die Weltgesundheitsorganisation WHO am Mittwoch mitteilte.

In Italien, dem am stärksten betroffenen Land Europas, stieg die Zahl der Todesopfer nach Behördenangaben am Mittwoch auf zwölf, die Zahl der Infizierten auf 374.

In China nahm die Zahl der neu gemeldeten Todesfälle und Infektionen weiter ab. Am Mittwoch wurden 52 neue Todesfälle gemeldet - die niedrigste Rate seit drei Wochen. Die Zahl der Neuinfektionen fiel auf 406. Bislang starben damit dort 2715 Menschen an dem Virus, mehr als 78.000 infizierten sich. Außerhalb Chinas wurden bislang 2790 Infizierte und 44 Todesfälle in 37 Ländern registriert.

19.42 Uhr – Papst hat keine Angst

Papst Franziskus zeigt trotz des Coronavirus-Ausbruchs keine Furcht vor Menschenmengen: Bei der traditionellen Generalaudienz auf dem Petersplatz mit Tausenden von Pilgern ging das katholische Kirchenoberhaupt am Mittwoch auf die Menge zu, schüttelte Hände und küsste Kinder.

Außerdem sagte der 83-Jährige in der Ansprache, er fühle sich den Infizierten des neuen Virus nahe - ebenso dem medizinischen Personal und anderen Betroffenen der Lungenkrankheit.

Papst Franziskus am Mittwoch in Rom: Er scheint keine Angst vor dem Coronavirus zu haben. (Bild: Reuters)

Ganz anders verhält sich der Vatikan: Die für Archäologie zuständige Stelle im Vatikan teilte am selben Tag mit, dass die christlichen Katakomben landesweit wegen des Sars-CoV-2-Ausbruchs für Besucher bis auf weiteres geschlossen blieben.

Im Vatikanstaat selbst sollen nach Aussage von Vatikansprecher Matteo Bruni für die Eingänge zu den Büros Desinfektionsmittel-Spender bereitstehen. Mehrere Diözesen im Norden des Landes, wo die meisten Infizierten registriert sind, etwa Mailand, Venedig und Padua, haben zunächst die Gottesdienste ausgesetzt. In manchen Kirchen wurden Weihwasserbecken geleert, in das Gläubige oft ihre Fingerspitzen tauchen, um sich zu bekreuzigen.

19.14 Uhr – Erster Fall in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz ist erstmals bei einem Patienten das neuartige Coronavirus festgestellt worden. Es handele sich um einen Soldaten, der im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz behandelt werde, teilte die Bundeswehr am Mittwoch mit.

18.32 Uhr – Caronavirus

Angesichts wachsender Furcht vor dem Coronavirus auch in den USA hat Präsident Donald Trump den Medien Panikmache vorgeworfen. Trump schrieb am Mittwoch auf Twitter, einige Fernsehsender würden alles unternehmen, um das Virus «so schlimm wie möglich» erscheinen zu lassen. Sie wollten damit auch für «Panik» an den Märkten sorgen.

Den oppositionellen Demokraten warf der Präsident vor, sie würden «nur reden und nicht handeln». Den USA gehe es «großartig». In seinem Tweet schrieb Trump den Krankheitserreger falsch - und nannte ihn «Caronavirus».

Kritiker werfen der Trump-Regierung vor, schlecht auf das Virus vorbereitet zu sein und nicht genug zu unternehmen. Das Weiße Haus will im Kampf gegen das Coronavirus 2,5 Milliarden Dollar lockermachen. Die Demokraten kritisieren das als viel zu wenig und fordern 8,5 Milliarden Dollar.

17.48 Uhr – Beginn einer Epidemie

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn sieht Deutschland «am Beginn einer Coronavirus-Epidemie». Er habe die Gesundheitsminister der deutschen Bundesländer in einer Telefonkonferenz aufgefordert, ihre Pandemiepläne «zu aktivieren und ihr mögliches Inkrafttreten vorzubereiten».

«Die Lage hat sich in den letzten Stunden geändert, das muss man leider sagen», sagte Spahn am Mittwoch in Berlin. Noch sei keine Pandemie ausgebrochen - «aber ich finde es wichtig, dass wir uns auf diese Situation vorbereiten».

16.34 Uhr – Zugelassenes Medikament

Die chinesische Behörde für Arzneimittel hat die Verwendung eines Medikaments namens Favilavir zur Behandlung des Coronavirus genehmigt. Das antivirale Mittel wurde in einer klinischen Studie bei 70 Patienten getestet. Es zeigte Wirksamkeit bei der Behandlung der Krankheit mit minimalen Nebenwirkungen. Die klinische Studie wurde in Shenzhen, Provinz Guangdong, durchgeführt.

14.35 Uhr – Südamerika

In Brasilien wurde nun auch ein Coronavirus-Patient registriert. Es ist der erste Coronavirus-Fall in Südamerika. Einem Medienbericht zufolge geht es um einen 61-Jährigen aus São Paulo, der nach einer Italien-Reise nach Brasilien zurückgekehrt war.

Der Brasilianer hatte sich zwischen dem 9. und 21. Februar in der Lombardei aufgehalten. Er war vor wenigen Tagen mit Fieber zurückgekehrt.

14.12 Uhr – Deutschland

Der Stützpunkt der deutschen Bundeswehr in Köln-Wahn wurde abgeriegelt. Ein Soldat hatte Kontakt mit dem infizierten 47-Jährigen aus Nordrhein-Westfalen, das meldet die Bild-Zeitung. «Es ist erforderlich, zu vermeiden, dass zusätzliches Personal den Bereich der Flugbereitschaft BMVg betritt/befährt. Ebenso gilt es zu vermieden, dass mögliche weitere Kontaktpersonen den Bereich verlassen. Die Wache wurde angewiesen, die Zugangstore zur Flugbereitschaft zu schließen», schreibt die Flugbereitschaft zu Bild.

13.18 Uhr – Teneriffa, Hotelgäste werden getestet

Ärzte sind in dem unter Quarantäne gestellten Hotel auf Teneriffa eingetroffen. Dort befinden sich auch 14 Gäste von LuxairTours, darunter vier luxemburgische Staatsbürger. Alle Urlauber werden auf den Coronaviren getestet. Das teilte der Reiseveranstalter TUI am Mittwoch mit. Der Kundendienst will die Gäste außerdem telefonisch kontaktieren, um über das weitere Vorgehen zu informieren.

12.28 Uhr – Großregion

Ein 36-jähriger Mann wurde in Straßburg positiv auf das Coronavirus getestet. 35 Schüler und drei Lehrer des Lycée Jean XXIII in Montigny-lès-Metz wurden vorsorglich unter Quarantäne gestellt. Sie hatten auf der Rückreise aus Australien einen Zwischenstopp in Singapur.

10.20 Uhr – Frankreich

Wie offizielle Stellen berichten, ist in Paris eine Person am Coronavirus gestorben. Zuvor wurden drei neu infizierte Personen gemeldet. Die Gesamtzahl der Fälle in Frankreich liege damit bei 17. Beim Toten handelt es sich um einen französischen Staatsbürger.

Mehr Infos

10.20 Uhr – Olympia

IOK-Mitglied Richard Pound schätzt, dass es noch ein dreimonatiges Zeitfenster für eine Entscheidung über eine Absage der Olympischen Spiele in Tokio wegen des Coronavirus gibt. «Es ist eine große, große, große Entscheidung, und man kann sie erst treffen, wenn man verlässliche Fakten hat, auf die man sich stützen kann», sagte Pound am Dienstag im Interview der US-Nachrichtenagentur AP.

Mehr Informationen dazu in diesem Artikel.

9.35 Uhr – Deutschland

In Deutschland gibt es zwei neue Coronavirus-Fälle. In Baden-Württemberg erkrankte ein 25-Jähriger aus dem Landkreis Göppingen. Der Mann war laut der Bild-Zeitung in Italien.

Außerdem hat sich ein 47-jähriger aus Nordrhein-Westfalen angesteckt. Der Mann schwebt in Lebensgefahr. Er stammt aus Heinsberg bei Aachen. Dort wurden vorsorglich die Schulen und Kindergärten geschlossen.

In Nordrhein-Westfalen in Heinsberg wurden Schulen geschlossen.

9.02 Uhr – Impfstoff

Der US-amerikanische Konzern Pharma werde in Kürze einen Corona-Impfstoff testen, schreibt der Tages-Anzeiger. Dieser soll frühestens 2021 auf den Markt kommen.

Die US-Biotechfirma Moderna hat bislang zwar kein Medikament auf den Markt gebracht, will aber bereits Ende April einen Corona-Impfstoff an zwei Dutzend Freiwilligen testen. Im Kampf gegen die Epidemie sind auch die Pharmakonzerne Johnson & Johnson und Sanofi aktiv geworden.

6.50 Uhr – Südkorea

Die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention in Südkorea bestätigen 169 neue Coronavirus-Erkrankungen. Von den neuen Fällen stammen 134 aus der Stadt Daegu, wo sich die Shincheonji-Kirche Jesu befindet, die mit Ausbrüchen in Verbindung gebracht wird. Die Gesamtzahl der mit dem Virus infizierten Personen steigt damit in Südkorea auf 1146.

6.43 Uhr – Leeres Stadion

Tokios Baseball-Team Yomiuri Giants wird zwei Vorsaisonspiele in einem leeren Stadion austragen. Der Schritt erfolgt, nachdem die Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe Unternehmen aufgefordert hatte, ihrem Mitarbeitern Homeoffice nahezulegen und Veranstalter aufforderte, ihre Event-Pläne zu überdenken.

6.41 Uhr – Neue Opferzahlen

Die Zahl der Todesopfer und Infizierten durch die Lungenkrankheit Covid-19 ist in China erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Mittwoch mitteilte, kamen weitere 52 Menschen durch das Coronavirus ums Leben. Die Gesamtzahl der Opfer in China stieg damit auf 2715. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen kletterte um 406 auf über 78.000.

Sämtliche neuen Todesfälle und fast alle neuen Infektionen wurden aus der besonders betroffenen Provinz Hubei gemeldet, wo das Virus in der Millionenmetropole Wuhan ursprünglich ausgebrochen war. Auf den Rest des Landes entfielen nur noch fünf neue Infektionen.

6.36 Uhr – Virus erreicht Südamerika

In Brasilien ist am Dienstag vermutlich der erste Fall von Coronavirus registriert worden, wie das Gesundheitsministerium des Landes auf Twitter mitteilte. Es könnte sich dabei auch um den ersten Fall in Südamerika überhaupt handeln. In der offiziellen Mitteilung des Ministeriums hieß es, man untersuche zusammen mit den städtischen und bundesstaatlichen Gesundheitsbehörden einen Fall in Sao Paulo.

Diesen Fall soll nach einem Bericht des Portals G1 das Albert-Einstein-Krankenhaus festgestellt haben. Demnach habe ein 61 Jahre alter Mann, der zwischen dem 9. und 21. Februar nach Norditalien gereist war, die Symptome der Krankheit wie Husten gezeigt haben. Er sei nun zu Hause isoliert. Im Institut Adolfo Lutz, so etwas wie dem akkreditierten Labor des Gesundheitsministeriums, soll noch ein zweiter Test gemacht werden.

6.23 Uhr – El Salvador

El Salvador verhängt ein Einreiseverbot für Reisende aus Italien und Südkorea. Salvadorianische Staatsangehörige und Diplomaten, die aus diesen Ländern anreisen, müssen 30 Tage in Quarantäne verbringen, schreibt Präsident Nayib Bukele auf seinem Twitter-Account. Südkorea verzeichnet die meisten Virusfälle in Asien ausserhalb Chinas, wo das Virus erstmals im Dezember 2019 in der Provinz Hubei entdeckt wurde. El Salvador hat bisher keine Coronavirus-Fälle gemeldet.


Dienstag, 25. Februar 2020

21.55 Uhr – Erster Fall in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist erstmals ein Patient nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Die Infektion wurde bei einem Mann aus dem Kreis Heinsberg diagnostiziert, wie NRW-Gesundheitsministerium und Kreis am späten Dienstagabend mitteilten. Der Betroffene war am Montagmittag mit Symptomen einer schweren Lungenentzündung in einem Erkelenzer Krankenhaus aufgenommen worden. «Der Patient befindet sich in einem kritischen Zustand und wird zurzeit auf der Intensivstation isoliert.» Nach dpa-Informationen ist er Mitte 40 und leidet an einer Vorerkrankung.

21.24 Uhr – Erster Fall in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gibt es einen ersten Coronavirus-Fall. Wie das baden-württembergische Sozialministerium mitteilt, handelt es sich um einen 25-jährigen Mann aus dem Landkreis Göppingen, der sich vermutlich während einer Italienreise in Mailand angesteckt hat.

20.34 Uhr – Teneriffa-Rückkehrer isoliert

Das Luxemburger Gesundheitsamt teilte am Dienstagabend mit, dass Reisende die in der letzten Woche aus dem betroffenen Hotel auf Teneriffa nach Luxemburg abgereist sind, in Quarantäne genommen wurden.

20.12 Uhr – Minister erkrankt

Im Iran ist der Coronavirus-Beauftragte des Landes, Iradsch Harirtschi, selber erkrankt. Dies nur einen Tag nachdem er während einer Pressekonferenz im Staatsfernsehen erklärte, dass wegen der Ausbreitung des Virus kein Grund zur Sorge bestehe.

In den TV-Aufnahmen, die nun bekannt wurden, ist Vize-Gesundheitsminister Harirchi zu sehen, wie er stark schwitzt. Er trocknet immer wieder seine Stirn mit einem Taschentuch ab, hustet und hat sichtlich Mühe zu reden. Mittlerweile wurde der Politiker unter Quarantäne gestellt.

Im Iran stieg die Zahl der gemeldeten Todesopfer von zwölf auf 15. Landesweit wurden am Dienstag inzwischen 95 Menschen - 34 mehr als am Vortag - aus verschiedenen Landesteilen positiv auf das Virus getestet.

19.58 Uhr – Italien

In der norditalienischen Region Venetien ist ein weiterer Mensch an dem Coronavirus gestorben. Es handele sich um eine 76-jährige Frau, die in der Stadt Treviso verstorben sei, teilt die Regionalregierung mit. Damit steigt die Zahl der dem Virus erlegenen Menschen in Italien auf elf.

19.01 Uhr – Ester Fall in Katalonien

Erstmals ist ein Infektionsfall auf dem spanischen Festland bestätigt worden. Laut Gesundheitsbehörden sei eine Ansteckung mit dem Coronavirus in Katalonien nachgewiesen worden, meldet die spanische Zeitung La Vanguardia. Es ist insgesamt der vierte bekannte Fall in Spanien.

18.28 Uhr – Zehn Tote in Italien

In Italien sind drei weitere Todesopfer gemeldet worden. Damit steigt die Gesamtzahl auf zehn an. Die drei neuen Opfer sind alle über 80 Jahre alt. Noch ist nicht bekannt, woher die Personen kamen.

17.13 Uhr – Hotel abgeriegelt

In Innsbruck wurde am Dienstagnachmittag das Grand Hotel Europa gesperrt. Der Grund: Eine der beiden Coronavirus-Infizierten arbeitet dort als Rezeptionistin.

Die 24-jährige Frau und ihr gleichaltriger Freund stammen beide aus der italienischen Region Lombardei. Sie hatten sich bis Freitag in der Region Bergamo, rund 50 Kilometer nördlich von Mailand, aufgehalten. Anschließend sei das Paar mit ihrem privaten Pkw nach Innsbruck gefahren.

Beide zeigten am Wochenende leichte Symptome, seien mittlerweile aber wieder fieberfrei und in einem relativ guten Allgemeinzustand. Bis Freitag sollen sie in der Innsbrucker Klinik unter Quarantäne bleiben.

Wie der Kurier berichtet, sei die Gefahr, dass Hotelgäste infiziert wurden, gering, da es nur wenig direkten Kontakt gegeben habe. Als nächsten Schritt sollen die Kontaktpersonen identifiziert werden, kündigte Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber an.

Polizisten riegeln das Hotel Grand Hotel Europa ab.

16.01 Uhr – Schweiz

In der Schweiz gibt es den ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Dies teilt das Bundesamt für Gesundheit laut der Nachrichtenagentur SDA mit. Die betroffene Person befindet sich im Kanton Tessin, wie die Behörden bestätigen.

15.33 Uhr – Flüchtlingsschiff

Nach dem Coronavirus-Ausbruch in Italien ist dort auch ein Flüchtlingsrettungsschiff unter zwei Wochen lange Quarantäne gestellt worden. Die 32-köpfige Besatzung der «Ocean Viking» dürfe als Vorsichtsmaßnahme nicht von Bord, sagte die Sprecherin der Hilfsorganisation SOS Mediterranee, Barbara Hohl, am Dienstag.

Das Schiff ist seit Sonntag isoliert und liegt vor dem Hafen in Pozzallo auf Sizilien. Die mehr als 270 geretteten Flüchtlinge seien an Land in Quarantäne gekommen, sagte Hohl. Warum die Crew nicht auch an Land isoliert wurde, sei ihnen unklar.

14.14 Uhr – Iran

Im Iran ist Vize-Gesundheitsminister Iradsch Harirchi mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Harirchi habe sich angesteckt und werde unter Quarantäne behandelt, teilt ein Ministeriumssprecher mit.

14.08 Uhr – Luxemburger sitzen auf Teneriffa fest

In dem von den spanischen Gesundheitsbehörden unter Quarantäne gestellten Hotel befinden sich auch 14 Kunden von LuxairTours, wie das Reiseunternehmen mitteilt. Laut Außenbmnisterium haben vier die Luxemburger Staatsbürgerschaft. Wie lange sie nun im «H10 Costa Adeje Palace» bleiben müssen, ist noch unklar.

Bildstrecke: Hotel auf Teneriffa unter Quarantäne

13.49 Uhr – Neue Fälle

In Österreich gibt es ebenfalls die ersten Coronavirus-Fälle. Zwei Personen im Bundesland Tirol haben sich mit dem Virus infiziert, wie die Landessanitätsbehörde der Nachrichtenagentur Reuters betätigte.

Eine betroffene Person stamme offenbar aus der Lombardei. Noch sei unklar, wo sich die beiden Menschen angesteckt hätten. Die beiden 24-Jährigen seien nicht lebensbedrohlich erkrankt, sondern litten bisher nur an Fieber. Die Patienten hatten sich selbst an die Leitstelle Tirol gewandt und ihre Symptome geschildert. Tests auf den Erreger seien positiv ausgefallen. Sie befinden sich derzeit isoliert in der Innsbrucker Klinik.

Das Krankenhaus in Innsbruck. (Bild: Google Street View)

Auch in Kroatien gibt es einen ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Das teilt Ministerpräsident Andrej Plenkovic mit. Der Patient, ein junger Mann, befinde sich mit leichten Symptomen in einem Krankenhaus in Zagreb auf. Der junge Mann war vom 19. bis 21. Februar in Italien gewesen, sagte Gesundheitsminister Vili Beros. Es werde nun festgestellt, mit wem er Kontakt hatte. Über den betroffenen Personenkreis werde Quarantäne verhängt.

12.40 Uhr – Türkei

Die Türkei stellt alle 132 Menschen an Bord eines aus dem Iran kommenden Flugzeugs wegen des Coronavirus für 14 Tage unter Quarantäne. Passagiere und Besatzung würden nun in einem eigens vorbereiteten Krankenhaus in Ankara isoliert und auf das neuartige Virus getestet, teilt Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit.

Bei den Passagieren handele es sich um türkische Bürger, die aus dem Iran mit einer Maschine von Turkish Airlines zurückgeholt worden seien, nachdem die Türkei am Wochenende die Grenzen zu dem Nachbarland wegen des dortigen Coronavirus-Ausbruchs geschlossen hatte.

12.15 Uhr – Luxemburg rät von Reisen nach Norditalien ab

Das Luxemburger Außenministerium hat sich am Vormittag in einer Pressemitteilung zur Situation in Italien geäußert. Bürger des Großherzogtums werden gebeten, von «nicht notwendigen» Reisen in die Region abzusehen.

11 Uhr – Spanien

Die spanischen Gesundheitsbehörden haben einen neuen Coronavirus-Fall im Land diagnostiziert. Auf der Kanaren-Insel Teneriffa sei ein Besucher aus Italien positiv auf das neue Virus getestet worden, berichtete das Fernsehen in der Nacht zum Dienstag unter Berufung auf die örtlichen Gesundheitsbehörden.

Bei dem Mann handle es sich nach Informationen des Senders RTVE um einen 69-jährigen Arzt aus der Lombardei, das im Moment am stärksten von dem Virus betroffene Gebiet in Norditalien. Sein Hotel, das H10 Costa Adeje Palace, wurde mittlerweile unter Quarantäne gestellt. Wie die Lokalzeitung Diario de Avios schreibt, sitzen nun 1000 Gäste fest. Sie dürfen ihre Zimmer nicht verlassen und werden ebenfalls getestet.

Laut Lalibre.be sitzen sort auch 110 begische Staatsangehörige fest, die mit TUI nach Teneriffa gereist sind. Ob auch Urlauber aus Luxemburg betroffen sind, kann der Reiseveranstalter auf Nachfrage von L'essentiel bislang nicht sagen.

Bildstrecke: Hotel auf Teneriffa unter Quarantäne

7.15 Uhr – Aktienmärkte brechen ein

Die wachsende Furcht vor der globalen Verbreitung des Coronavirus dämpft weiterhin die Kauflaune der asiatischen Anleger. Die Börsianer befürchten, dass die Krankheit sich zur Pandemie entwickelt und als Folge globale Handelsketten lahmgelegt würden, die das weltweite Wachstum belasten könnten.

Der Nikkei-Index und der Yen wurden besonders hart getroffen, da Störungen der Lieferkette und der schrumpfende Tourismus aufgrund der Epidemie die Marktsorgen erhöhten, dass die Wirtschaft des Landes in eine Rezession rutschen könnte.

7.01 Uhr – Trump fordert Geld

Die US-Regierung fordert vom Kongress 2,5 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Coronavirus, darunter mehr als eine Milliarde für die Entwicklung eines Impfstoffes.

Von dem Antrag in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar stellen 1,5 Milliarden Dollar neue Fördergelder dar. Der Rest würde aus Mitteln kommen, die bereits vom Kongress budgetiert sind, wie z. B. ungenutzte Mittel zur Bekämpfung des Ebola-Virus.

6.55 Uhr – Beratungen in Rom

Angesichts der raschen Ausbreitung des neuen Coronavirus in Italien berät die italienische Regierung an diesem Dienstag mit den Gesundheitsministern der Nachbarländer und Deutschland die Lage. In Italien sind bereits sieben Infizierte gestorben.

Am Dienstag werden sich die Gesundheitsminister aus Italien, der Schweiz, Deutschland, Slowenien, Frankreich und Österreich in Rom zu Beratungen treffen.

6.40 Uhr – Tom Cruise

Das Coronavirus zwingt die Dreharbeiten von «Impossible Mission» mit Tom Cruise zum Stillstand. Der Dreh zu Teil 7 und 8 der erfolgreichen Reihe hätte dieser Tage in Venedig stattfinden sollen. Doch jetzt wurden die Dreharbeiten verschoben.

Gemäß Branchenblatt The Hollywood Reporter wolle man Cast und Crew nicht gefährden, nicht zuletzt deshalb, weil Venedig zuletzt öffentliche Zusammenkünfte wie den Karneval abgesagt habe. Tom Cruise sei noch nicht in Italien gewesen, hieß es. Man wolle jetzt die Situation laufend überprüfen und mit den italienischen Gesundheitsbehörden zusammenarbeiten.

6.34 Uhr – Zahlen steigen

Die Zahl der Virus-Erkrankungen in Festland-China steigt nach Angaben der Behörden um 508 an. Am Vortag hatte es 409 neue Fälle gegeben. Damit liegt die Zahl der Erkrankten demnach insgesamt nun bei 77.658. Die Zahl der Toten steigt um 71, nach 150 am Tag zuvor. Allein in der Provinz Hubei sind 68 der 71 Toten gemeldet und 499 der insgesamt 508 Neuerkrankungen. Insgesamt starben damit bislang 2663 Menschen in China an den Virus-Folgen.

6.25 Uhr – Mastercard

Der US-Kreditkartenriese Mastercard reagiert mit einer Umsatzwarnung auf erhöhte Unsicherheiten wegen des Coronavirus. Im laufenden Quartal dürfte das Wachstum um rund zwei bis drei Prozentpunkte geringer ausfallen als Ende Januar prognostiziert, teilte der Finanzkonzern am Montag nach US-Börsenschluss mit.

6.19 Uhr – United Airlines

Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat angesichts erhöhter Unsicherheiten wegen des neuen Coronavirus ihre Geschäftsprognose für 2020 kassiert. Das Unternehmen begründete den Schritt in einer Mitteilung am Montag nach US-Börsenschluss mit dem vorübergehenden Stopp zahlreicher Flüge auf Transpazifik-Routen.

United Airlines hat Verbindungen nach China und Hongkong zunächst bis zum 24. April ausgesetzt. Angesichts der ungewissen Folgen des Virus-Ausbruchs für die Luftfahrt und einer möglichen Ausbreitung auf andere Regionen werde der im Januar ausgegebene Jahresausblick gestrichen. Die Aktie reagierte nachbörslich mit Kursverlusten.

6.10 Uhr – « Sehr unter Kontrolle»

US-Präsident Donald Trump zeigt sich angesichts des Ausbruchs gelassen. In den USA sei das Virus «sehr unter Kontrolle», twittert Trump. «Wir sind mit jedem und allen relevanten Ländern in Kontakt.» Zum Aktienmarkt, der am Montag wegen der Furcht vor einer Corona-Pandemie starke Verluste hinnehmen musste, erklärte Trump: «Aktienmarkt fängt an, für mich gut auszusehen!»


Montag, 24. Februar 2020

21.09 Uhr – Erster Fall in Südtirol

In norditalienischen Regionen gibt es bereits über 200 Corona-Infektionen. Nun gibt es auch in Südtirol den ersten bestätigten Verdachtsfall in Südtirol. Wie regionale Medien berichten, soll es sich bei dem Infizierten um einen 31-jährigen Mann handeln. Er soll vor kurzem in der Lombardei gewesen sein.

Ein erster Test verlief zunächst negativ. Ein zweiter Test sei jedoch positiv gewesen. Das bestätigte die Landespresseagentur der Südtiroler Landesregierung via Twitter. Die Oberste Gesundheitsbehörde Italiens in Rom müsse das Ergebnis allerdings noch bestätigen.

19.58 Uhr – Antonio Guterres

UN-Generalsekretär Antonio Guterres ruft zu einem entschlossenen Kampf gegen das Coronavirus auf. Es gelte, dramatische Konsequenzen für die Gesundheit der Menschen und die Wirtschaft weltweit zu verhindern, sagt er bei einem Besuch der Weltgesundheitsbehörde (WHO) in Genf. Dafür müssten die von der WHO für die Bekämpfung von Corona geforderten Mittel in Höhe von 675 Millionen Dollar vollständig bereitgestellt würden. Nur so könnten die Regierungen dafür sorgen, dass die Krankheit nicht zu einem «weltweiten Alptraum» werde.

Guterres fordert, dass die Mittel von 675 Millionen Dollar für die Bekämpfung des Virus bereitgestellt werden.

18.40 Uhr – Patient 0

Die italienischen Behörden suchen nach der Person, die das Virus in Umlauf gebracht hat, um den Verbreitungsweg des Coronavirus zu ermitteln. Der sogenannte «Patient 0» , der das Virus in Umlauf gebracht hat, könnte ein venezianischer Bauer sein, berichtet die italienische Zeitung «Corriere della Sera».

Der 60-Jährige sei zwischen den beiden Epizentren Codogno und Vo gereist, wo mehrere Personen verstorben sind. In Vo habe er zudem dieselbe Bar, in der auch der verstorbene Adriano Trevisan Karten spielte, besucht.

15.59 Uhr – Siebtes Todesopfer

Bei dem Coronavirus-Ausbruch in Norditalien ist einem Medienbericht zufolge ein siebter Mensch gestorben. Bei dem Toten handele es sich um einem 80-jährigen Mann, der in der vergangenen Woche nach einem Herzinfarkt in ein Krankenhaus in der Stadt Lodi eingeliefert worden sei, meldet die Nachrichtenagentur Ansa. Die Ärzte vermuten, dass er sich dort bei einem anderen Patienten angesteckt habe. Die Zahl der Infektionsfälle in Italien stieg auf mehr als 220.

15.21 Uhr – Sechster Todesfall

In Italien ist laut einem Bericht des Rundfunksenders RAI ein sechster Mensch im Zuge des Coronavirus-Ausbruchs ums Leben gekommen.

Laut Corriere della Serra soll es sich bei der Toten um eine Frau aus Crema handeln. Sie war an Krebs erkrankt wie schon eine 68-jährige Frau, die auch am Virus starb.

13.45 Uhr - Apell an Luxemburger Schüler

Die Europäische Schule und die International School of Luxembourg haben sich auf ihrer Website beziehungsweise per SMS an die Schüler gewendet. Wer in einer der Risikoregionen in Ferien war, soll aus Sicherheitsgründen für 14 Tage zuhause zu bleiben.

Zu den Risikogebieten zählen: China, Hongkong, Macao, Singapur, Südkorea, sowie einige Gemeinden in Norditalien.

12.25 Uhr – Fünfter Todesfall in Italien

Beim Coronavirus-Ausbruch in Norditalien ist nach amtlichen Angaben ein weiterer Mensch gestorben. Damit steigt die Zahl der Toten auf fünf. Der 88-jährige Mann stammte aus Caselle Landi in der Region Lodi.

12.00 Uhr – Tourismus-Einbruch

Der Einbruch des Tourismus infolge der Coronavirus-Epidemie kostet einer Studie zufolge allein Asien bis zu 115 Milliarden Dollar an Wirtschaftsleistung. Die Experten der niederländischen Bank ING gehen in der Untersuchung mit dem Titel «Urlaub in der Hölle» davon aus, dass Reisen nach und aus China so gut wie gänzlich gestrichen werden. «Das ist offensichtlich eine starke Vereinfachung, aber sie passt zu einem Szenario, wonach die Epidemie auch nach ihrem Höhepunkt andauert», sagt Robert Carnell, ING-Chefvolkswirt für den asiatisch-pazifischen Raum.

11.45 Uhr – Alitalia-Flugzeug auf Mauritius isoliert

Ein Flugzeug der italienischen Fluggesellschaft Alitalia wurde nach der Landung auf Mauritius blockiert, wie die italienischen Behörden mitteilen. An Bord sind rund 300 Menschen - darunter 60 aus der Lombardei und Venetien, denen das Aussteigen verweigert wurde. Dies berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Man stehe in ständigem Kontakt mit Alitalia, um den Passagieren an Bord zu helfen, heißt es von den italienischen Behörden.

11.30 Uhr – Wuhan dementiert Lockerung

Mehr als vier Wochen nach der Abriegelung der schwer von dem neuartigen Coronavirus betroffenen Millionenmetropole Wuhan in Zentralchina haben die Behörden für Verwirrung über eine angebliche Lockerung der Kontrollen gesorgt.

Nachdem erst eine Mitteilung der Provinzregierung veröffentlicht worden war, das nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit in Wuhan gestrandete Chinesen aus anderen Teilen des Landes die Stadt verlassen dürften, erklärte die Stadtregierung die Notiz für «ungültig» und zog sie wieder zurück.

Auch wurde mitgeteilt, dass das für die Veröffentlichung zuständige Personal «ernsthaft kritisiert» worden sei. Der Zugang zu Wuhan werde weiter strikt kontrolliert, hieß es in der neuen Mitteilung.

11.15 Uhr – Lückenhafte Kontrollen an Flughäfen in Italien und Luxemburg

Passagiere, die am Sonntagabend aus der Lombardei im Großherzogtum ankamen, waren schockiert, als sie feststellten, dass keine Kontrollen durchgeführt wurden.

Mehr dazu in diesem Artikel.

11.00 Uhr – EU plant keine Reisebeschränkungen

Die EU kündigt trotz des Coronavirus-Ausbruchs in Italien vorerst keine Reisebeschränkungen an. Man wolle die Reisefreiheit nach dem Schengen-Abkommen derzeit nicht abschaffen, sagte der EU-Krisenbeauftragte Janez Lenarcic am Montag in Brüssel. Allerdings arbeite man an verschiedenen Plänen zur Eindämmung der Epidemie.

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sagte, Beschränkungen im Reiseverkehr müssten koordiniert, angemessen sowie wissenschaftlich begründet sein. «Derzeit hat die Weltgesundheitsorganisation weder Beschränkungen für Fracht noch Passagiere empfohlen», sagte sie. Eine Abordnung der Behörde werde am Dienstag nach Italien reisen, um die Lage zu analysieren.

10.45 Uhr – China warnt vor USA-Reisen

Das chinesische Tourismusministerium warnt Landsleute vor Reisen in die USA. Wie das Ministerium schreibt, seien chinesische Touristen in den USA unfair behandelt worden – dies im Zusammenhang mit «übertriebenen Maßnahmen» zur Epidemiebekämpfung und der US-Sicherheitslage.

10.30 Uhr – Naher Osten

Im Iran beziffert ein Regierungsvertreter die Zahl der Todesfälle auf zwölf und die Zahl der bekannten Infektionen mit bis zu 61, wie das Staatsfernsehen berichtet. In Kuwait und Bahrain gibt es Staatsmedien zufolge die ersten bekannten Coronavirus-Fälle. Es handle sich ausnahmslos um Personen, die den Iran besucht hätten. Auch Afghanistans Gesundheitsministerium meldet den ersten Fall einer bestätigten Coronavirus-Erkrankung in dem Land.

9.45 Uhr – China verschiebt Volkskongress

China verschiebt wegen des Coronavirus den Volkskongress. Diese Entscheidung sei beispiellos, schreiben Agenturen. Es ist das erste Mal seit drei Jahrzehnten, dass das Land die jährliche Sitzung des Parlaments vertagt. Ein neuer Termin werde zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.

9.15 Uhr – Vierter Todesfall in Italien

Italien meldet laut Medienberichten ein viertes Todesopfer. Demnach ist in Bergamo ein 84-jähriger Mann an den Folgen des Coronavirus gestorben.

9.10 Uhr – Athen trifft Maßnahmen

Nach der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Italien hat Griechenland erste Maßnahmen getroffen. Unter anderem werden seit Montagmorgen die Besatzungen von Fähren, die zwischen Italien und Griechenland pendeln, informiert, welche vorbeugenden Maßnahmen getroffen werden müssen, damit mögliche Verdachtsfälle rasch isoliert werden. Dies berichtete am Montag der griechische Staatsrundfunk.

Bereits am Vorabend hatte Athen alle künftigen Klassenfahrten nach Italien verboten. Die Schüler von zehn Schulen, die sich zurzeit in Italien befinden, sollten zurück nach Griechenland kommen, teilte das Ministerium mit. «Wir treffen alle diese Maßnahmen vorbeugend. Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung», erklärte die griechische Bildungsministerin Niki Kerameos im griechischen Fernsehen Open am Montagmorgen. In Griechenland sind bislang keine Coronavirusfälle erfasst.

7.10 Uhr – Starker Anstieg der Todesfälle

Die Zahl der Toten durch die neuartige Lungenkrankheit in China ist stark angestiegen. Die nationale Gesundheitskommission in Peking berichtete am Montag in Peking weitere 150 neue Covid-19-Todesfälle – so viele wie noch nie innerhalb eines Tages. Damit sind in der Volksrepublik schon 2592 Todesfälle zu beklagen.

Die Zahl der neu nachgewiesenen Infektionen kletterte weiter um 409. Insgesamt sind in Festlandchina damit schon 77.150 bestätigte Ansteckungen registriert. Die überwiegende Zahl der neuen Todesfälle und Infektionen mit dem Sars-CoV-2 genannten Coronavirus wurden aus der schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina gemeldet.

2.10 Uhr – Südkorea

Die südkoreanischen Gesundheitsbehörden haben zwei weitere Todesfälle in Verbindung mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Zudem sei die Zahl der mit dem Erreger infizierten Menschen um 161 gestiegen, teilten die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention am Montag mit.

Insgesamt wurden damit bisher 763 Infizierungsfälle in Südkorea erfasst. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich auf sieben.

0.10 Uhr – Zugverkehr wieder freigegeben

Der Personenverkehr zwischen Österreich und Italien über die Brenner-Grenze ist wieder freigegeben. Die Zugverbindung war zuvor in beide Richtungen für etwa vier Stunden wegen zwei Coronavirus-Verdachtsfällen an der Grenze eingestellt worden.

«Wir können Entwarnung geben. Die beiden coronaverdächtigen Personen wurden negativ getestet. Bei allen Passagieren, die in Österreich aussteigen, werden Identitätsfeststellungen vorgenommen», so Innenminister Karl Nehammer am Sonntagabend. Alle Behörden hätten in diesem Fall rasch und mit hoher Vorsicht gehandelt und die Meldekette habe unverzüglich funktioniert, ergänzte Nehammer.

Der Zug mit rund 300 Fahrgästen auf dem Weg von Venedig nach München wurde auf der italienischen Seite des Passes angehalten. Er verließ den Bahnhof kurz vor Mitternacht (Ortszeit), wie ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur Reuters berichtete.


Sonntag, 23. Februar 2020

23.10 Uhr – Zugverkehr eingestellt

Aus Furcht vor Coronavirus-Infektionen hat Österreich den Zugverkehr mit Italien komplett eingestellt. Die staatliche österreichische Eisenbahngesellschaft ÖBB teilte am Sonntagabend mit, alle Zugverbindungen mit dem Nachbarland seien ausgesetzt. Grund sei, dass bei zwei aus Italien kommenden Bahn-Passagieren der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bestehe.

20.10 Uhr – An Österreichs Grenze

Laut dem Medienportal oe24.at ist an der Grenze zu Österreich ein Zug aus Italien gestoppt worden. Es bestehe bei zwei Personen mit Fieber der Verdacht auf das Coronavirus.

17.50 Uhr – Drittes Todesopfer in Italien

In Italien ist eine dritte Person am Corona-Virus gestorben. Das schreibt die Zeitung La Republica. Beim neuesten Todesfall soll es sich um eine Frau handeln in Cremona. Dies teilt der Gesundheitsrat der Lombardei der Sonntagszeitung mit.

Die Zahl der Erkrankten ist in fünf Regionen auf über 150 gestiegen. In der Lombardei gibt es 112 Fälle.

17.20 Uhr – Vier Infizierte in England

In England haben sich vier weitere Menschen infiziert, die vom Kreuzfahrtschiff «Diamond Princess» in Japan in ein Quarantäne-Zentrum kamen. Das melden verschiedene englische Medien. Mittlerweile haben sich 13 Menschen in England mit dem Coronavirus angesteckt.

15.30 Uhr - Türkei schliesst Grenze zum Iran

Als Vorsichtsmaßnahme gegen eine Ausbreitung der Coronavirus-Infektionen schließt die Türkei ihre Grenze zum Iran, wie Gesundheitsminister Fahrettin Koca mitteilt. Alle Fernstraßen und Eisenbahnlinien würden ab 17 Uhr Ortszeit gesperrt und Flüge aus dem Nachbarstaat ausgesetzt.

Im Iran sind bislang acht mit dem Virus infizierte Menschen gestorben – so viele wie in keinem anderen Land außerhalb Chinas, wo das Virus erstmals aufgetreten war.

15.20 Uhr - Diamond Princess

Von den Crewmitgliedern und Passagieren des Kreuzfahrtschiffes «Diamond Princess» in Japan sind weitere 57 positiv auf das neue Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das berichtete der japanische Fernsehsender NHK am späten Sonntagabend (Ortszeit).

Damit erhöht sich die Zahl bekannter Infektionen unter Menschen von Bord des Kreuzfahrtschiffs auf mehr als 690. Einschließlich dieser Fälle zählt Japan inzwischen mehr als rund 840 Infektionen.

14.10 Uhr - Sorge in der Schweiz wächst

Nach den ersten Fällen in Norditalien steigt im angrenzenden Tessin in der Schweiz die Sorge um ein Übergreifen des Coronavirus. Notaufnahmen der Tessiner Krankenhäuser haben bereits reagiert.

Der Tessiner Kantonsarzt Giorgio Merlani erklärte am Sonntag, dass man die Lage und Entwicklung analysiere. «Die ganze Angelegenheit ist grösser als es anfänglich schien», sagte er.

Personen mit Grippesymptomen werden isoliert und in Quarantäne gebracht, wie die Sonntagszeitung «Il caffè della domenica» in ihrer heutigen Ausgabe berichtet. Dies gilt für alle Patienten mit solchen Symptomen; bisher war dies nur für Patienten vorgesehen, die sich in jüngster Zeit in China aufgehalten hatten.

Die Nachrichten aus Italien haben die Tessiner Öffentlichkeit aufgeschreckt, weil der Virus immer näher an die Grenze rückt. Das Tessin ist zwar ein Schweizer Kanton, geographisch aber ein Teil Norditaliens. Der Kanton reicht wie ein Stachel in die Lombardei hinein. Zudem arbeiten im Tessin zirka 68.000 Grenzgängerinnen und Grenzgänger, das heißt Personen, die täglich von den italienischen Grenzregionen zur Arbeit ins Tessin pendeln.

12.10 Uhr - Karneval in Venedig abgesagt

Der berühmte Karneval in Venedig wird aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus im Norden Italiens abgesagt. Das teilte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, am Sonntag mit.

10.10 Uhr - Knapp 77.000 Infizierte

Die Zahl der Virus-Erkrankungen in Festland-China ist nach Angaben der Behörden am Sonntag um 648 angestiegen. Am Samstag hatte es 397 neue Fälle gegeben. Damit liegt die Zahl der Erkrankten demnach insgesamt nun bei 76.936. Die Zahl der Toten steigt um 97, nach 109 am Samstag. Insgesamt starben damit bislang 2442 Menschen an den Virus-Folgen.

9.10 Uhr - Höchste Warnstufe in Südkorea

Nach der rasanten Verbreitung des neuartigen Coronavirus in den vergangenen Tagen in Südkorea hat die Regierung die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen. Präsident Moon Jae In gab die Entscheidung laut seinem Büro am Sonntag bekannt.

In einigen Tagen werde ein «kritischer Moment» im Kampf gegen Covid-19 erreicht sein, sagte Moon. Die Zentralregierung wie auch die Lokalregierungen sollten nicht zögern, beispiellose Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 in Südkorea im Verlauf des Tags um 169 auf 602. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Erreger habe sich von vier auf fünf erhöht.


Freitag, 21. Februar 2020

10.10 Uhr - Impfstoff

Chinas Regierung rechnet Ende April mit der klinischen Erprobung eines ersten Impfstoffs gegen das neue Coronavirus. Das sagte der Vizeminister für Wissenschaft und Technologie, Xu Nanping.

10.00 Uhr - Quarantäne für Passagiere

Australien meldet zwei weitere Infektionen. In beiden Fällen handelt es sich um Passagiere des Kreuzfahrtschiffes Diamond Princess, die nach Australien evakuiert worden waren.

In Japan waren beide Passagiere bereits getestet worden. Sie galten als gesund. 164 evakuierte australische Passagiere der Diamond Princess müssen nun noch einmal 14 Tage in einer geschlossenen Quarantänestation verbringen.

Alle an Bord des Kreuzfahrtschiffes Diamond Princess verbliebenen Deutschen werden mit einem italienischen Flugzeug nach Berlin ausgeflogen. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Tokio am Freitag erfuhr, ist der Abflug für Freitagabend 22.00 Uhr Ortszeit (14.00 Uhr MEZ) geplant.

9.00 Uhr - 118 neue Virus-Tote

An dem neuartigen Coronavirus sind in China nach offiziellen Angaben weitere 118 Patienten gestorben - damit gibt es dort nun bereits 2236 gemeldete Todesfälle. Innerhalb eines Tages sei die Zahl der nachgewiesenen Infektionen um 889 gestiegen.

Damit gibt es in China nun 75.465 bestätigte Infektionen. Dies teilte die Gesundheitskommission am Freitag in Peking mit. Experten rechnen allerdings mit einer sehr viel höheren Dunkelziffer.

Knapp die Hälfte der offiziell neu bestätigten Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2 genannten Virus wurden aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina gemeldet. Dort stieg die Zahl der Neuansteckungen von 349 auf 411. Insgesamt seien in Hubei bisher 2144 Menschen an der Krankheit gestorben.


Donnerstag, 20. Februar 2020

9.30 Uhr – Südkorea

Aus Sorge vor einer unkontrollierten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 sollen die Bewohner der südkoreanischen Millionenstadt Daegu vorläufig zuhause zu bleiben. Es handle sich um eine Empfehlung von Bürgermeister Kwon Young Jin, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

In Daegu leben rund 2,5 Millionen Menschen. Südkoreas Gesundheitsbehörden hatten zuvor 31 neue Infektionsfälle im Land gemeldet, davon allein 30 in Daegu und der Provinz Nord-Gyeongsang im Südosten.

Damit hat sich die Zahl bisher bestätigter Infektionen in Südkorea auf 82 erhöht. 48 der erfassten Fälle wurden in der Region um Daegu gemeldet. 23 der nun neu betroffenen Menschen steckten sich demnach wohl bei einer Patientin in Daegu an.

Es wird angenommen, dass insgesamt 40 der bisher positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Personen mit der Frau in Kontakt gekommen waren, als sie in Daegu den Gottesdienst einer christlichen Sekte besuchten. Es war zunächst unklar, wie sich die Frau infiziert hat.

Die neuen Fälle lösten in Südkorea die Sorge über einen Superverbreiter aus, der viele andere Menschen ansteckt.


Mittwoch, 19. Februar 2020

19.30 Uhr – Zwei Passagiere gestorben

Zwei ältere Passagiere des Kreuzfahrtschiffes Diamond Princess sind einem Medienbericht zufolge an der Viruserkrankung gestorben. Es handle sich um ein Mann und eine Frau, die mehr als 80 Jahre alt gewesen seien, berichtete der japanische Sender NHK unter Berufung auf Regierungskreise. Das Schiff war vor Japan unter Quarantäne gestellt worden, inzwischen dürfen die Passagiere es verlassen.

16.30 Uhr – 31 neue Fälle in Südkorea

Südkoreas Gesundheitsbehörden bestätigen 31 neue Fälle. Damit seien insgesamt 82 Erkrankte bekannt, teilen die Zentren für Seuchenkontrolle (KCDC) mit. Von den neuen Fällen gingen 23 auf einen Gottesdienst in Daegu zurück.

15.54 Uhr – Passagiere verlassen Kreuzfahrtschiff

Nach zwei Wochen Quarantäne dürfen in Japan seit Mittwoch tausende Passagiere des Kreuzfahrtschiffes «Diamond Princess» an Land gehen und heimkehren. Die Ausschiffung der noch rund 3000 Menschen an Bord sollte mindestens drei Tage dauern.

Als erste Gruppe konnten rund 500 meist ältere Passagiere das Schiff verlassen. Sie würden in die Innenstadt von Yokohama oder zu Bahnhöfen gebracht, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo. Anlass der Quarantäne war der Nachweis des Coronavirus Sars-CoV-2 bei einem 80-Jährigen aus Hongkong, der am 20. Januar in Yokohama zugestiegen und fünf Tage später in Hongkong von Bord gegangen war.

Bei den anfangs 3700 Passagieren und Crewmitgliedern auf der «Diamond Princess» wurden bis Mittwoch 621 Infektionen mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen. Alle Infizierten wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht. Inzwischen sind alle Menschen an Bord getestet.

Mehrere Länder holen ihre Landsleute heim. Von der Reederei Princess Cruises hieß es am Mittwoch, dass derzeit die Botschaften von Kanada, Australien und Hongkong die Abholung ihrer Bürger - Gäste und Besatzung - koordinierten. Nach Ankunft im Herkunftsland gingen sie weitere 14 Tage in Quarantäne.

14.54 Uhr – 621 Infizierte auf Kreuzfahrtschiff

Auf dem unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff Diamond Princess gab es 79 zusätzliche Fälle des Coronavirus. Dies teilte das japanische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Die Zahl der Infizierten stieg damit auf 621.

14.44 Uhr – Akkreditierung entzogen

Aus Protest über einen als beleidigend empfundenen Kommentar im «Wall Street Journal» zum Ausbruch der Lungenkrankheit hat China drei Korrespondenten der Zeitung die Akkreditierung entzogen. Das teilte der Sprecher des Außenministeriums, Geng Shuang, am Mittwoch vor der Presse in Peking mit. Ihnen werde mit sofortiger Wirkung die Pressekarte entzogen.

Der gleichzeitige Entzug der Akkreditierung von drei ausländischen Korrespondenten ist eine ungewöhnlich scharfe Maßnahme. Damit entfällt praktisch auch die Grundlage für ihr Journalistenvisum und ihre Aufenthaltsberechtigung in China, so dass sie ausreisen müssen.

Auslöser der chinesischen Verärgerung ist ein Meinungsbeitrag des amerikanischen Kolumnisten Walter Russell Mead im «Wall Street Journal» vom 4. Februar. Er trug die Überschrift: «China ist der wahre kranke Mann Asiens.» Professor Mead unterrichtet internationale Politik am Bard College in Annandale-on-Hudson im US-Bundesstaat New York.

10.44 Uhr – Nordkorea

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat keine Hinweise auf ein Übergreifen der Epidemie auf Nordkorea. Der Leiter des WHO-Notfallprogramms, Mike Ryan, kündigte an, das abgeschottete Land mit Labormaterialien auszustatten, damit dort Tests vorgenommen werden könnten. In südkoreanischen Medien ist von mehreren Fällen und möglichen Todesopfern im abgeschotteten Norden berichtet worden. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben war nicht möglich.

10.34 Uhr – 2. Todesfall in Hongkong

In Hongkong ist ein zweiter Todesfall registiert worden. Das sagt eine Sprecherin des Princess Margaret Krankenhauses der Nachrichtenagentur Reuters. Der 70-jährige Mann habe an Vorerkrankungen gelitten und gehörte zu den 62 bestätigten Fällen in der Stadt.

10.04 Uhr – Fake News und die Corona-Pandemie

Während die einen versuchen, die Verbreitung des Virus Sars-CoV-2 aufzuhalten, bewirken andere das Gegenteil.

Mehr dazu in diesem Artikel.

7.04 Uhr – Passagiere verlassen Diamond Princess

Nach zweiwöchiger Quarantäne wegen des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 sind am Mittwoch die ersten Passagiere von Bord des Kreuzfahrtschiffes Diamond Princess in Japan gegangen. Die Ausschiffung der rund 3000 Menschen auf dem Schiff werde mindestens drei Tage dauern, teilte die Regierung in Tokio mit.

Als erste Gruppe sollen rund 500 vor allem ältere Passagiere, die negativ auf den Erreger getestet und abschliessend von Ärzten an Bord befragt wurden, das Schiff verlassen. Sie würden in die Innenstadt von Yokohama oder zu anderen Bahnhöfen im Raum der Tokioter Nachbar-Metropole gebracht, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

06.30 Uhr – Über 2000 Todesopfer

Die Zahl der am neuartigen Coronavirus gestorbenen Menschen in China ist auf über 2000 gestiegen. Die Gesundheitskommission in Peking teilte am Mittwoch mit, die Zahl der Todesopfer sei im Vergleich zum Vortag um 136 auf nun 2004 gestiegen.

Die nachgewiesenen Infektionen kletterten demnach um 1749 auf 74.185 Fälle. Allein in der besonders stark betroffenen Provinz Hubei kamen 132 Tote und 1693 neue Infektionen mit der Covid-19 genannten Lungenkrankheit hinzu, die von dem Virus ausgelöst wird.

Außerhalb des chinesischen Festlands wurden bislang fünf Todesfälle und fast 1000 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen.


Dienstag, 18. Februar 2020

19.30 Uhr – Russland

Russland hat am Dienstag angekündigt, keine chinesischen Staatsbürger mit ins Land einreisen zu lassen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Damit soll die Ausbreitung des Coronavirus gestoppt werden.

«Die Einreise chinesischer Staatsbürger ist am dem 20. Februar für Privatreisen, Studienreisen und Tourismus gesperrt», sagte Tatiana Golikova, die stellvertretende Gesundheitsministerin.

14.30 Uhr – Höhepunkt erst Ende April erwartet

Die Epidemie mit der neuen Lungenkrankheit in China wird sich nach Einschätzung eines führenden Experten möglicherweise erst Ende April stabilisieren. «Das ist eine sehr grobe Schätzung», sagte Zhong Nanshan, der Chef der Expertengruppe der chinesischen Regierung.

Mit einem Höhepunkt des Ausbruchs im ganzen Land sei voraussichtlich bis Ende Februar zu rechnen. «Den Höchststand zu erreichen, bedeutet aber nicht den Wendepunkt», betonte der renommierte Mediziner in einem Video von einer Videokonferenz mit Ärzten aus der Südprovinz Guangdong, über das die Zeitung «Nanfang Dushibao» (Southern Metropolis Daily) am Dienstag berichtete.

Zhong Nanshan sagte allerdings, dass die radikalen Maßnahmen in China zur Eindämmung des Sars-CoV-2 genannten neuen Coronavirus wirkten. Durch die jetzt laufende Rückreisewelle von Wanderarbeitern nach den wegen des Virus verlängerten Ferien zum chinesischen Neujahrsfest erwarte er «möglicherweise keinen großen Anstieg». Es seien sehr strenge Maßnahmen zur Kontrolle der Reiseströme ergriffen worden, sagte Zhong Nanshan in dem Dienstag im Internet veröffentlichten Video von der Konferenzschaltung am Vortag.

13.30 Uhr – 98 Tote

Die Zahl der neuen Virusfälle in China ist erneut um 1886 gestiegen. Innerhalb eines Tages waren weitere 98 Tote zu beklagen, wie die Gesundheitskommission am Dienstag in Peking berichtete.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen kletterte damit auf insgesamt 72.436 Fälle. An der Covid-19 genannten neuartigen Lungenkrankheit sind in Festland-China damit schon insgesamt 1868 Patienten gestorben.

Die meisten Fälle werden in Zentralchina in der schwer betroffenen Provinz Hubei gezählt. Allein aus der Provinzhauptstadt Wuhan wurden am Dienstag 1600 der neu erfassten Ansteckungen und 72 der neuen Todesfälle berichtet.

12.30 Uhr – Krankenhausdirektor stirbt

Zum ersten Mal ist in China ein Klinikchef der neuen Lungenkrankheit zum Opfer gefallen. Liu Zhiming, der Direktor des Wuchang Hospitals in der schwer vom Coronavirus betroffenen Metropole Wuhan, sei am Montag gestorben, berichtete am Dienstag die Nachrichtenagentur China News.

Ein Medizinerkollege berichtete demnach, der Chefarzt sei in gutem Gesundheitszustand gewesen und hätte selbst nicht erwartet, dass er an der Covid-19-Lungenkrankheit sterben würde. Am Freitag war schon eine 59-jährige Pflegefachfrau desselben Krankenhauses an der Lungenkrankheit gestorben.

Im Kampf gegen das Sars-CoV-2-Virus haben sich schon mehr als 1700 medizinische Helfer wie Ärzte und Pflegekräfte angesteckt. Bis Ende vergangener Woche waren schon mindestens sechs Helfer daran gestorben, wie das chinesische Staatssender CCTV berichtet hatte. Der überwiegende Teil der Betroffenen war demnach in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei im Einsatz, in deren Hauptstadt Wuhan das Virus ausgebrochen war.

11.30 Uhr – Umsatzzahlen

Apple bekommt die Folgen der Coron

(L'essentiel)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sin mir nët e bessen mautsch am 03.02.2020 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    E Sonnden as e Flug vun der Cargolux op Shanghai gaangen, deen medizinescht Material dohinner transportéiert, vu wou ët hir koum .... Ween ët fäerdeg bréngt, an 10 Deeg e Spidol ze bauen, denn produzéiert esou Material an 2 Minuten. De Mega-Gewënner as alt nees d'Pharmaindustrie. BSE; Vullegripp; Schwéngschnapp; Kanarien-Pescht; Krokodillen-Houscht a waat déi séch soss nach alles afaalen gelooss hun an waerten. A mir I...... faalen ëmmer nees drop eran.

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  • Robbes am 03.02.2020 08:22 Report Diesen Beitrag melden

    Schrecklich, diese Hysterie! Das Grippevirus (Influenza) 2017/2018 hat allein in Deutschland 25.100 Todesopfer gefordert (Quelle: Robert-Koch-Institut Berlin). Es war viel agressiver als das Corona-Virus.

  • svendorca am 03.02.2020 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    Tausende vu Kanner stierwen all Daag vun Honger op eisem Planet, oder well Medicamenter féelen,..ween schwätzt dann doriver!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • bb am 26.02.2020 13:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ja wei geféierlech as den Virus dann lo iwwerhaapt? sin et just dei eeler Leit wou drun stierwen oder mat virerkrankungen oder as all Altersklass drun betraff? an wat eierlech gesot kann ech dogeint man? ( fänken un Angscht ze kreien) :(

    • svendorca am 26.02.2020 15:17 Report Diesen Beitrag melden

      bb..wan der isoléiert sollt gin, mol kucken dass genuch Liewensmettel am Haus sin,..a virun allem genuch Toiletten Pabeier stockeieren,..keint jo sin dass der iersch vun Angscht an Box maat!

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  • jimbo am 23.02.2020 20:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    2018 gouffen et 134 Doudeger am Wanter duerch dGrippe, do huet keen esou eng opgefouert...

    • Lisi am 24.02.2020 12:26 Report Diesen Beitrag melden

      Wann se all esou denken wéi Dir dann sin mer ob der gewonnener Sait.

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  • Léon am 15.02.2020 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Selon les dires de notre ministre de la santé pas de problème,c’est la preuve qu’il ne connaît rien à la santé. C’est la preuve qu’il a reçu ce poste (entre copains )et qu’il a une incompétence totale sur le sujet de cette maladie Un ministre de la santé doit être médecin et pas un clowns

  • احمق آلمانی am 11.02.2020 19:14 Report Diesen Beitrag melden

    Fast 42.000 Menschen sind erkrankt ... 42000000/1386000000 = 0.0303030303 https://en.wikipedia.org/wiki/Pandemic_severity_index

  • Daniel am 11.02.2020 00:50 Report Diesen Beitrag melden

    Damit steigt die Mortalitätsrate, die vor etwa zwei Wochen noch bei ca. 2% war, jetzt fast auf etwa 4% an. Das kann aber statistisch wegen des Krankheitsverlauf begründet sein.