Oprah Winfrey 2020

08. Januar 2018 19:25; Akt: 10.01.2018 08:12 Print

Wird sie die erste US-​​Präsidentin?

Ihre Rede bei den Golden Globe Awards hörte sich für einige an wie ein Schlachtruf für den Wahlkampf 2020. Jetzt diskutieren die USA: Soll Oprah Winfrey Präsidentin werden?

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Kurz nach ihrer beeindruckenden Rede bei den Golden Globes trendete «Oprah 2020» in den sozialen Medien. Denn die langjährige Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey (63), eine Instanz in der US-Unterhaltungsbranche, hat in den Augen ihrer Fans genau das, was Donald Trump fehlt: etwas Präsidiales.

Winfrey, die mit dem Preis für ihr Lebenswerk ausgezeichnet wurde, hatte mit ihrer Rede das Publikum zu Tränen gerührt und begeistert von den Sitzen aufspringen lassen. Die Regisseurin Ava DuVernay schrieb auf Twitter, der Saal habe auch nach der Rede noch lange unter Strom gestanden. Andere erklärten Winfrey gleich zur Fahnenträgerin einer neuen politischen Bewegung. «Sie tritt an. Ein neuer Tag ist unterwegs.»

Sie kokettiert schon lange damit

Dass Winfrey in die Politik gehen und sich als Präsidentin zur Verfügung stellen könnte, ist keine neue Vorstellung. Sie selbst kokettiert gerne mit der Idee, erst recht, seit Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde. «Ich habe diese Möglichkeit nie in Erwägung gezogen. Ich dachte nur ‹Oh ... oh?›», sagte sie letzten Frühling in einem Interview mit Bloomberg TV. «Ich dachte immer, ich hätte nicht genug Erfahrung. Aber jetzt denke ich ... ‹Oh.›.»

Im Juni wies sie die Spekulationen in ihrer Talkshow zurück («Ich werde mich nie um ein politisches Amt bemühen. Das steht fest.») – nur um dann im September einen Artikel der «New York Post» zu tweeten. Die Schlagzeile: «Die größte Hoffnung der Demokraten für 2020: Oprah.»

«Sie würde es auf jeden Fall machen»

Der fromme Wunsch einiger Amerikaner – in einer noch laufenden Umfrage von TMZ mit über 8000 Teilnehmern würden 55 Prozent die 63-Jährige wählen – wurde durch die Bemerkung von Winfreys langjährigem Partner, Stedman Graham, weiter beflügelt: «Es liegt in der Hand des Volkes», sagte dieser nach der Golden-Globe-Veranstaltung. «Sie würde es auf jeden Fall machen.»

Und so dominierte das Thema «Oprah for president» am Montag die Morgen-Talkshows. CNN zitierte zwei Freunde der Talkshow-Legende, die anonym bleiben wollen: Winfrey befasst sich demnach «seit einigen Monaten» ernsthaft mit dem Thema einer Kandidatur, und in ihrem Bekanntenkreise gebe es viele, die sie dazu ermuntern würden. Winfrey habe sich, so betonten beide, aber noch «zu nichts entschlossen».

Geld, Charisma, Bekanntheit, aber keine Erfahrung

Sie hätte das Geld für einen Wahlkampf, sie hätte das Charisma und sie hätte den Bekanntheitsgrad, um in das Präsidentschaftsrennen einzusteigen, so CNN. Was ihr fehle, sei die politische Erfahrung. Außerdem sei fraglich, ob das amerikanische Volk nach Trump wieder eine TV-Celebrity im Präsidentenamt sehen wolle.

Die beste Freundin von Oprah, Gale King, sprach hingegen längst Klartext. Gegenüber der CBS verwarf sie die Vorstellung einer Mrs. President Oprah Winfrey: «Ich verwette mein Erst- und mein Zweitgeborenes und alle noch ungeborenen Kinder, dass dies nie passieren wird.»


(L'essentiel/gux)

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