Zollkonflikt mit den USA

11. Juli 2018 07:14; Akt: 11.07.2018 07:16 Print

China erbost über «Zerstörung» des Handels

Der Handelsstreit zwischen Washington und Peking verschärft sich: Die USA planen neue Strafzölle, China reagiert empört.

storybild

Die neuen Strafzölle könnten im September in Kraft treten: Ein Container aus China ist in den USA eingetroffen. (Archivbild) (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Zum Thema
Fehler gesehen?

China hat den USA vorgeworfen, mit immer neuen Strafzöllen den Handel zwischen beiden Ländern zu «zerstören». «Die großangelegte gegenseitige Anhebung von Zöllen zwischen China und den USA wird den US-chinesischen Handel unweigerlich zerstören», sagte der chinesische Vize-Handelsminister Li Chenggang am Mittwoch in Peking.

Die USA hatten kurz zuvor eine weitere Liste mit chinesischen Exportgütern im Wert von 200 Milliarden Dollar für mögliche Strafzölle vorgelegt. Die Strafzölle könnten im September in Kraft treten, sagte ein US-Regierungsbeamter am Dienstag.

Zuspitzung des Konflikts

Aus Regierungskreisen in Washington verlautete, die Liste mit den entsprechenden Produkten sei noch nicht endgültig, weil die Öffentlichkeit angehört werden solle. Das Verfahren nimmt demnach zwei Monate in Anspruch.

Mit der Entscheidung verschärft sich der Handelskonflikt zwischen den beiden Wirtschaftsmächten weiter. US-Präsident Donald Trump hatte in der vergangenen Woche erklärt, sein Land könnte letztlich chinesische Produkte im Wert von 500 Milliarden Dollar im Jahr mit zusätzlichen Zöllen belegen. Das entspricht etwa dem Wert aller US-Importe aus China.

Angst rund um den Globus

US-Präsident Trump ist das US-Defizit im Handel mit China ein Dorn im Auge, das 335 Milliarden Dollar beträgt. Er wirft China Dumpingpreise und andere unfaire Handelspraktiken sowie den Diebstahl geistigen Eigentums vor. Trump hat schon frühzeitig klargemacht, dass er vor einer Konfrontation nicht zurückschrecken werde und Handelskriege für leicht zu gewinnen halte.

Rund um den Globus schürt der Konflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften die Angst vor einem dramatischen Konjunktureinbruch. Mit dieser ersten Runde steuern die beiden größten Volkswirtschaften auf einen Handelskrieg zu, der potenziell schwere Folgen auch für Europa und die gesamte Weltwirtschaft haben könnte.

(L'essentiel/chk/jdr/sda)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.