Trump-Gattin

18. Oktober 2016 08:20; Akt: 18.10.2016 08:21 Print

Melania verteidigt sexistische Aussagen

In einem Video hatte Donald Trump mit sexuellen Übergriffen auf Frauen geprahlt. Nun nahm seine Ehefrau Melania dazu Stellung.

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Melania Trump ist ihrem in der Schlussphase des US-Präsidentschaftswahlkampfs in Bedrängnis geratenen Mann Donald zur Seite gesprungen. Sie habe ihm klargemacht, dass seine durch ein Video bekannt gewordenen sexistischen Prahlereien völlig unangemessenen seien, sagte die 46-Jährige in mehreren Fernsehinterviews. «Ich war überrascht, denn das ist nicht der Mann den ich kenne», sagte Melania Trump dem Sender CNN.

Donald Trump hatte in einem Video aus dem Jahr 2005 geprahlt, er könne sich als Star erlauben, Frauen ohne zu warten auf den Mund zu küssen und sie überall anzufassen. Zu diesem Zeitpunkt war er erst kurz mit Melania verheiratet. Er versicherte zwar, dass sei nur Gerede gewesen, doch wenig später warfen ihm mehrere Frauen vor, sie tatsächlich begrapscht zu haben.

Diese nannte die Äußerungen des republikanischen Kandidaten «eine Art Jungengerede». Donald Trump habe wohl nicht gewusst, dass ein Mikrofon angeschaltet war. Auch sei er von seinem Gesprächspartner Billy Bush aufgestachelt worden. Sie habe die Entschuldigung ihres Mannes angenommen. Ihre Ehe gehe weiter.

Zugleich verteidigte Trump im Sender Fox News die Entscheidung ihres Mannes, mit Frauen aufzutreten, die dem Ehemann von dessen Gegenkandidatin Hillary Clinton sexuelle Übergriffe vorwerfen. «Die haben angefangen», sagte Melania Trump in Richtung Clintons. «Sie haben seit Beginn des Wahlkampfs angefangen, als sie ein Bild aus meinen Zeiten als Model gezeigt haben», sagte sie.

Melania Trumps Model-Bild war im Vorwahlkampf der Republikaner aufgetaucht. Damals machte ihr Mann seinen Parteirivalen Ted Cruz dafür verantwortlich. Beweise für eine Verwicklung Clintons in den Vorfall gibt es nicht.

Melania Trump ist im Wahlkampf nur selten öffentlich in Erscheinung getreten. Ihre Rede auf dem Parteitag wurde gelobt, doch fiel auf, dass sie Passagen einer Rede der späteren First Lady Michelle Obama auf ihren Mann Barack aus dem Jahr 2008 enthielt.

(L'essentiel/chi/sda)

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