Bürgerkrieg

01. März 2021 11:05; Akt: 01.03.2021 11:06 Print

Millionen Menschen im Jemen droht der Hungertod

Familien schlafen unter Ästen. Jungs müssen sich bewaffneten Gruppen anschließen, Mädchen sich prostituieren: Das Leid der Menschen im Jemen riesig.

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Die Vereinten Nationen fürchten eine große Hungersnot im Bürgerkriegsland Jemen. Schon jetzt seien fast 50.000 Menschen dem Hungertod nahe, berichtete das UN-Nothilfebüro (OCHA) am Montag. 400.000 Kinder unter fünf Jahren seien akut unterernährt und könnten ohne dringende Hilfe bald sterben. Um die Menschen zu retten und Millionen weitere vor einer ähnlich prekären Situation zu bewahren, brauchen die Vereinten Nationen in diesem Jahr 3,85 Milliarden Dollar (3,15 Milliarden Euro). Möglichst viel davon sollte an diesem Montag bei einer virtuellen Geberkonferenz zusammenkommen. Deutschland beteiligt sich daran.

Bundesaußenminister Heiko Maas kündigte an, dass auch Berlin die Mittel für das Land aufstocken wolle. «Heute geht es nicht nur darum, im Jemen eine akute Hungersnot abzuwenden. Neue blutige Kämpfe um Marib, Cholera- und Polio-Ausbrüche, Heuschreckenplagen – die Not der Menschen sprengt jede Vorstellungskraft», erklärte der SPD-Politiker vor der Konferenz. «Heute werden wir noch einmal mit einer substanziellen neuen Hilfszusage vorangehen und eindringlich dafür werben, dass andere es uns gleich tun.» Hoffnung auf echte Besserung gebe es jedoch nur, wenn es endlich gelänge, die Kämpfe zu stoppen.

«Kindsein im Jemen ist eine besondere Hölle», sagte UN-Generalsekretär António Guterres vor dem Auftakt. «Der Krieg schluckt eine ganze Generation von Jemeniten. Wir müssen ihn jetzt beenden und uns sofort um die enormen Folgen kümmern.»

Jemen seit 2015 im Bürgerkrieg

Im Jemen tobt seit 2015 ein Bürgerkrieg. Ein von Saudi-Arabien geführtes Militärbündnis kämpft an Seite der Regierung gegen die vom Iran unterstützten schiitischen Huthi-Rebellen, die 2014 die Hauptstadt Sanaa überrannten und wichtige Einrichtungen besetzten. Durch Bombardierungen und Gefechte sind nach UN-Angaben 3,6 Millionen Menschen vertrieben worden. Friedensbemühungen scheitern seit Jahren.

Nach Angaben des UN-Nothilfebüros sind 2,3 Millionen Kinder unter fünf Jahren von akuter Unterernährung bedroht, so viele wie nie zuvor. 16 der 29 Millionen Einwohner brauchen Nahrungsmittelhilfe. Die Situation hat sich 2020 durch neue Kämpfe und die Corona-Krise verschärft. Zusätzlich konnte mangels Geld deutlich weniger Menschen geholfen werden als nötig. Insgesamt kamen 2020 an Spenden nur 1,9 Milliarden Dollar zusammen, 56 Prozent des benötigten Bedarfs.

(L'essentiel/DPA)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • hub am 01.03.2021 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wou as den Vatican dann?? Nächstenliebe as dach hieren Motto .

  • De_klenge_Fuerzkapp am 01.03.2021 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache wir geben millarden für Waffen und Weltraum aus . . .

  • Ja, wo sind denn die vielen am 01.03.2021 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Millionen "deutscher Steuergelder" versandet? Wohl - wie überall - in korrupte "Politiker"!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Immer das gleiche am 01.03.2021 18:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn ich lese, daß Menschen vor Hunger sterben und unter diesem Artikel ein anderer Artikel den Titel hat, das Saudi Arabien eine Atombombe bauen will, dann weiß ich, was in Afrika nicht stimmt

  • De_klenge_Fuerzkapp am 01.03.2021 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    Hauptsache wir geben millarden für Waffen und Weltraum aus . . .

  • Ja, wo sind denn die vielen am 01.03.2021 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Millionen "deutscher Steuergelder" versandet? Wohl - wie überall - in korrupte "Politiker"!

  • an dann.... am 01.03.2021 12:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hun mir keng probleemer.....

  • hub am 01.03.2021 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wou as den Vatican dann?? Nächstenliebe as dach hieren Motto .