Europäer, China, Russland

06. Juli 2018 16:31; Akt: 06.07.2018 16:32 Print

Widerstand gegen Trumps Iran-​​Politik wächst

Trotz drohender US-Sanktionen wollen fünf Staaten die wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran aufrecht erhalten.

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Die verbliebenen Unterzeichnerstaaten des Atomabkommens mit dem Iran unterstützen trotz drohender US-Sanktionen das Recht Teherans zum Export von Öl und Gas. Beim Außenministertreffen in Wien erklärten die fünf Staaten China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Russland am Freitag, sie blieben ihren wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran verpflichtet. Dies schließe die «Fortsetzung von Irans Öl- und Gasexport» ein.

Die Zusage ist Teil einer in Wien aufgestellten Liste zur Rettung des Atomabkommens. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini leitete die Zusammenkunft mit dem iranischen Außenminister Mohammed Dschawad Sarif. Es war das erste Treffen dieser Art, seit US-Präsident Donald Trump das Abkommen mit dem Iran vor zwei Monaten einseitig aufgekündigt hat.

Auch Teheran droht mit Ausstieg

Trump hatte zugleich bekanntgegeben, dass die Wirtschaftssanktionen gegen den Iran wieder in Kraft gesetzt würden. Teheran drohte daraufhin seinerseits mit einem Ausstieg aus dem Abkommen, sollten die anderen Vertragsstaaten nicht für Teheran einstehen. Der Iran bestreitet, nach Atomwaffen zu streben, und betont, dass seine Atomanlagen ausschließlich zivilen Zwecken dienten.

Das Wiener Atomabkommen von 2015 verpflichtete Teheran, seine Urananreicherung drastisch herunterzufahren und verschärfte internationale Kontrollen zuzulassen. Im Gegenzug sollen die Strafmaßnahmen gegen das Land schrittweise aufgehoben werden. Trump fordert ein neues, umfassenderes Abkommen mit Teheran.

(L'essentiel/chi/afp)

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