Volksbefragung

15. November 2017 06:59; Akt: 15.11.2017 06:59 Print

Zwei Drittel der Australier sind für Homo-​​Ehe

Australiens Regierungschef Malcolm Turnbull verspricht nach einer unverbindlichen Volksbefragung ein Gesetz für die gleichgeschlechtliche Ehe.

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Sollen bald heiraten können: Schwules Paar feiert in Sydney das Resultat der Volksbefragung. (15. November 2017) (Bild: William West)

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Australien hat mit einer starken Mehrheit für die gleichgeschlechtliche Ehe gestimmt. In einer unverbindlichen Volksbefragung per Briefwahl sprachen sich 61,6 Prozent der Teilnehmer für die Ehe für alle aus, wie das Australische Statistikamt am frühen Mittwochmorgen mitteilte.

38,4 Prozent stimmten mit «Nein». In zahlreichen Städten des Landes feierten tausende Unterstützer der gleichgeschlechtlichen Ehe das klare Ergebnis.

An der zweimonatigen Volksbefragung per Post beteiligten sich 12,7 Millionen Menschen, wie der Leiter der Statistikbehörde, Davis Kalisch, auf einer Pressekonferenz mitteilte. Damit hätten sich fast 80 Prozent der Wahlberechtigten an der Abstimmung beteiligt. «Die Australier können darauf vertrauen, dass diese Zahlen die Meinung der Wahlbevölkerung widerspiegeln», sagte Kalisch.

Die Volksbefragung ist nicht bindend. Bevor die ersten gleichgeschlechtlichen Paare in Australien heiraten können, muss das Parlament ein entsprechendes Gesetz verabschieden.

«Überwältigendes Ja»

Australiens Regierungschef Malcolm Turnbull begrüsste das «überwältigende Ja» und kündigte eine Abstimmung des Parlaments noch vor Weihnachten an, um gleichgeschlechtliche Ehen per Gesetz zu legalisieren.

«Sie haben für Fairness gestimmt, für Engagement, für die Liebe», sagte er. Die Stimme der Menschen müsse nun respektiert werden. «Wir haben sie nach ihrer Meinung gefragt, und sie haben sie uns gegeben.» Nunmehr sei es an der Regierung, «zu liefern».

Turnbull hatte schon früher deutlich gemacht, dass er selbst für die gleichgeschlechtliche Ehe stimmen werde. Allerdings gibt es in seinem konservativen Lager auch zahlreiche Gegner. Zu ihrem Wortführer hat sich Turnbulls Amtsvorgänger Tony Abbott entwickelt.

(L'essentiel/chk/sda)

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