Lukaschenko

14. August 2020 19:30; Akt: 14.08.2020 19:42 Print

Ausland steckt hinter Protesten in Belarus

Für Staatschef Alexander Lukaschenko trägt das Ausland die Verantwortung für die Massenproteste in Belarus. Sie würden von überall kommen

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Alexander Lukaschenko macht das ausland verantwortlich für die Massenproteste in Belarus. (Bild: DPA/Andrei Stasevich)

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Lukaschenko macht Ausland für Proteste in Belarus verantwortlich Minsk (dpa) - Staatschef Alexander Lukaschenko hat erneut das Ausland für die Massenproteste in Belarus (Weißrussland) verantwortlich gemacht. Sie seien aus den Niederlanden, Polen und der Ukraine gekommen, sagte der Präsident am Freitagabend der Staatsagentur Belta zufolge in Minsk. Wen er damit genau meinte, sagte Lukaschenko jedoch nicht. Konkret erwähnte er den russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny, der auf seiner Internetseite groß über die Ereignisse im Nachbarland berichtet. Dessen Leute seien nach Belarus gekommen.

Seit der von massiven Fälschungsvorwürfen überschatteten Präsidentenwahl am Sonntag kommt es zu Protesten gegen Gewalt und Polizeiwillkür unter Lukaschenko. Fast 7000 Menschen wurden bislang festgenommen, mehr als 2000 kamen am Freitag wieder frei.

Der «letzte Diktator Europas» erwähnt nicht die Polizeigewalt

Der 65-jährige Lukaschenko, seit einem Vierteljahrhundert an der Macht, warnte seine Landsleute vor einer Teilnahme an den Protesten. «Verstehen Sie, dass Sie und unsere Kinder als Kanonenfutter dienen.» In der ersten Reihe der Demonstrationen stünden Menschen mit krimineller Vergangenheit. Er hatte die Demonstranten zuletzt schon als arbeitslose Ex-Kriminelle bezeichnet - und damit noch mehr Wut auf den Straßen ausgelöst.

Die Polizei und die Bereitschaftspolizei seien auf die Straße gegangen, um die Bürger zu schützen, meinte Lukaschenko. Die Uniformierten seien dabei etwa mit Messern angegriffen worden. Der Staatschef, der auch als «letzter Diktator Europas» gilt, erwähnte nicht die Gewalt, die von Sicherheitskräften ausging. In Videos in sozialen Netzwerken ist immer wieder zu sehen, wie Polizisten brutal auf friedliche Demonstranten einschlugen.

(L'essentiel/dpa)

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