Newsticker

26. Februar 2020 10:22; Akt: 26.02.2020 10:36 Print

Erster Franzose stirbt am Coronavirus

Nach dem Ausbruch einer Coronavirus-Epidemie in Italien melden immer mehr Staaten Nachweise des Erregers. Alle News im Ticker.

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Das Wichtigste in Kürze:

• Das neue Coronavirus breitet sich immer weiter aus.

• In Italien sind über 300 Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 erfasst worden, elf Menschen sind daran gestorben.

• Weltweit sind mehr als 78.000 Menschen erkrankt, knapp 2700 Menschen gestorben.

• In Deutschland gibt es fünf neue Fälle, drei in Nordrhein-Westfalen und zwei in Baden-Württemberg.


Newsticker:

Mittwoch, 26. Februar 2020

10.20 Uhr – Frankreich

Wie offizielle Stellen berichten, ist in Paris eine Person am Coronavirus gestorben. Zuvor wurden drei neu infizierte Personen gemeldet. Die Gesamtzahl der Fälle in Frankreich liege damit bei 17. Beim Toten handelt es sich um einen französischen Staatsbürger.

10.20 Uhr – Olympia

IOK-Mitglied Richard Pound schätzt, dass es noch ein dreimonatiges Zeitfenster für eine Entscheidung über eine Absage der Olympischen Spiele in Tokio wegen des Coronavirus gibt. «Es ist eine große, große, große Entscheidung, und man kann sie erst treffen, wenn man verlässliche Fakten hat, auf die man sich stützen kann», sagte Pound am Dienstag im Interview der US-Nachrichtenagentur AP.

Mehr Informationen dazu in diesem Artikel.

9.35 Uhr – Deutschland

In Deutschland gibt es zwei neue Coronavirus-Fälle. In Baden-Württemberg erkrankte ein 25-Jähriger aus dem Landkreis Göppingen. Der Mann war laut der Bild-Zeitung in Italien.

Außerdem hat sich ein 47-jähriger aus Nordrhein-Westfalen angesteckt. Der Mann schwebt in Lebensgefahr. Er stammt aus Heinsberg bei Aachen. Dort wurden vorsorglich die Schulen und Kindergärten geschlossen.

In Nordrhein-Westfalen in Heinsberg wurden Schulen geschlossen.

9.02 Uhr – Impfstoff

Der US-amerikanische Konzern Pharma werde in Kürze einen Corona-Impfstoff testen, schreibt der Tages-Anzeiger. Dieser soll frühestens 2021 auf den Markt kommen.

Die US-Biotechfirma Moderna hat bislang zwar kein Medikament auf den Markt gebracht, will aber bereits Ende April einen Corona-Impfstoff an zwei Dutzend Freiwilligen testen. Im Kampf gegen die Epidemie sind auch die Pharmakonzerne Johnson & Johnson und Sanofi aktiv geworden.

6.50 Uhr – Südkorea

Die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention in Südkorea bestätigen 169 neue Coronavirus-Erkrankungen. Von den neuen Fällen stammen 134 aus der Stadt Daegu, wo sich die Shincheonji-Kirche Jesu befindet, die mit Ausbrüchen in Verbindung gebracht wird. Die Gesamtzahl der mit dem Virus infizierten Personen steigt damit in Südkorea auf 1146.

6.43 Uhr – Leeres Stadion

Tokios Baseball-Team Yomiuri Giants wird zwei Vorsaisonspiele in einem leeren Stadion austragen. Der Schritt erfolgt, nachdem die Regierung von Ministerpräsident Shinzo Abe Unternehmen aufgefordert hatte, ihrem Mitarbeitern Homeoffice nahezulegen und Veranstalter aufforderte, ihre Event-Pläne zu überdenken.

6.41 Uhr – Neue Opferzahlen

Die Zahl der Todesopfer und Infizierten durch die Lungenkrankheit Covid-19 ist in China erneut gestiegen. Wie die Pekinger Gesundheitskommission am Mittwoch mitteilte, kamen weitere 52 Menschen durch das Coronavirus ums Leben. Die Gesamtzahl der Opfer in China stieg damit auf 2715. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen kletterte um 406 auf über 78.000.

Sämtliche neuen Todesfälle und fast alle neuen Infektionen wurden aus der besonders betroffenen Provinz Hubei gemeldet, wo das Virus in der Millionenmetropole Wuhan ursprünglich ausgebrochen war. Auf den Rest des Landes entfielen nur noch fünf neue Infektionen.

6.36 Uhr – Virus erreicht Südamerika

In Brasilien ist am Dienstag vermutlich der erste Fall von Coronavirus registriert worden, wie das Gesundheitsministerium des Landes auf Twitter mitteilte. Es könnte sich dabei auch um den ersten Fall in Südamerika überhaupt handeln. In der offiziellen Mitteilung des Ministeriums hieß es, man untersuche zusammen mit den städtischen und bundesstaatlichen Gesundheitsbehörden einen Fall in Sao Paulo.

Diesen Fall soll nach einem Bericht des Portals G1 das Albert-Einstein-Krankenhaus festgestellt haben. Demnach habe ein 61 Jahre alter Mann, der zwischen dem 9. und 21. Februar nach Norditalien gereist war, die Symptome der Krankheit wie Husten gezeigt haben. Er sei nun zu Hause isoliert. Im Institut Adolfo Lutz, so etwas wie dem akkreditierten Labor des Gesundheitsministeriums, soll noch ein zweiter Test gemacht werden.

6.23 Uhr – El Salvador

El Salvador verhängt ein Einreiseverbot für Reisende aus Italien und Südkorea. Salvadorianische Staatsangehörige und Diplomaten, die aus diesen Ländern anreisen, müssen 30 Tage in Quarantäne verbringen, schreibt Präsident Nayib Bukele auf seinem Twitter-Account. Südkorea verzeichnet die meisten Virusfälle in Asien ausserhalb Chinas, wo das Virus erstmals im Dezember 2019 in der Provinz Hubei entdeckt wurde. El Salvador hat bisher keine Coronavirus-Fälle gemeldet.


Dienstag, 25. Februar 2020

21.55 Uhr – Erster Fall in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist erstmals ein Patient nachweislich an dem neuartigen Coronavirus erkrankt. Die Infektion wurde bei einem Mann aus dem Kreis Heinsberg diagnostiziert, wie NRW-Gesundheitsministerium und Kreis am späten Dienstagabend mitteilten. Der Betroffene war am Montagmittag mit Symptomen einer schweren Lungenentzündung in einem Erkelenzer Krankenhaus aufgenommen worden. «Der Patient befindet sich in einem kritischen Zustand und wird zurzeit auf der Intensivstation isoliert.» Nach dpa-Informationen ist er Mitte 40 und leidet an einer Vorerkrankung.

21.24 Uhr – Erster Fall in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gibt es einen ersten Coronavirus-Fall. Wie das baden-württembergische Sozialministerium mitteilt, handelt es sich um einen 25-jährigen Mann aus dem Landkreis Göppingen, der sich vermutlich während einer Italienreise in Mailand angesteckt hat.

20.34 Uhr – Teneriffa-Rückkehrer isoliert

Das Luxemburger Gesundheitsamt teilte am Dienstagabend mit, dass Reisende die in der letzten Woche aus dem betroffenen Hotel auf Teneriffa nach Luxemburg abgereist sind, in Quarantäne genommen wurden.

20.12 Uhr – Minister erkrankt

Im Iran ist der Coronavirus-Beauftragte des Landes, Iradsch Harirtschi, selber erkrankt. Dies nur einen Tag nachdem er während einer Pressekonferenz im Staatsfernsehen erklärte, dass wegen der Ausbreitung des Virus kein Grund zur Sorge bestehe.

In den TV-Aufnahmen, die nun bekannt wurden, ist Vize-Gesundheitsminister Harirchi zu sehen, wie er stark schwitzt. Er trocknet immer wieder seine Stirn mit einem Taschentuch ab, hustet und hat sichtlich Mühe zu reden. Mittlerweile wurde der Politiker unter Quarantäne gestellt.

Im Iran stieg die Zahl der gemeldeten Todesopfer von zwölf auf 15. Landesweit wurden am Dienstag inzwischen 95 Menschen - 34 mehr als am Vortag - aus verschiedenen Landesteilen positiv auf das Virus getestet.

19.58 Uhr – Italien

In der norditalienischen Region Venetien ist ein weiterer Mensch an dem Coronavirus gestorben. Es handele sich um eine 76-jährige Frau, die in der Stadt Treviso verstorben sei, teilt die Regionalregierung mit. Damit steigt die Zahl der dem Virus erlegenen Menschen in Italien auf elf.

19.01 Uhr – Ester Fall in Katalonien

Erstmals ist ein Infektionsfall auf dem spanischen Festland bestätigt worden. Laut Gesundheitsbehörden sei eine Ansteckung mit dem Coronavirus in Katalonien nachgewiesen worden, meldet die spanische Zeitung La Vanguardia. Es ist insgesamt der vierte bekannte Fall in Spanien.

18.28 Uhr – Zehn Tote in Italien

In Italien sind drei weitere Todesopfer gemeldet worden. Damit steigt die Gesamtzahl auf zehn an. Die drei neuen Opfer sind alle über 80 Jahre alt. Noch ist nicht bekannt, woher die Personen kamen.

17.13 Uhr – Hotel abgeriegelt

In Innsbruck wurde am Dienstagnachmittag das Grand Hotel Europa gesperrt. Der Grund: Eine der beiden Coronavirus-Infizierten arbeitet dort als Rezeptionistin.

Die 24-jährige Frau und ihr gleichaltriger Freund stammen beide aus der italienischen Region Lombardei. Sie hatten sich bis Freitag in der Region Bergamo, rund 50 Kilometer nördlich von Mailand, aufgehalten. Anschließend sei das Paar mit ihrem privaten Pkw nach Innsbruck gefahren.

Beide zeigten am Wochenende leichte Symptome, seien mittlerweile aber wieder fieberfrei und in einem relativ guten Allgemeinzustand. Bis Freitag sollen sie in der Innsbrucker Klinik unter Quarantäne bleiben.

Wie der Kurier berichtet, sei die Gefahr, dass Hotelgäste infiziert wurden, gering, da es nur wenig direkten Kontakt gegeben habe. Als nächsten Schritt sollen die Kontaktpersonen identifiziert werden, kündigte Landessanitätsdirektor Franz Katzgraber an.

Polizisten riegeln das Hotel Grand Hotel Europa ab.

16.01 Uhr – Schweiz

In der Schweiz gibt es den ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Dies teilt das Bundesamt für Gesundheit laut der Nachrichtenagentur SDA mit. Die betroffene Person befindet sich im Kanton Tessin, wie die Behörden bestätigen.

15.33 Uhr – Flüchtlingsschiff

Nach dem Coronavirus-Ausbruch in Italien ist dort auch ein Flüchtlingsrettungsschiff unter zwei Wochen lange Quarantäne gestellt worden. Die 32-köpfige Besatzung der «Ocean Viking» dürfe als Vorsichtsmaßnahme nicht von Bord, sagte die Sprecherin der Hilfsorganisation SOS Mediterranee, Barbara Hohl, am Dienstag.

Das Schiff ist seit Sonntag isoliert und liegt vor dem Hafen in Pozzallo auf Sizilien. Die mehr als 270 geretteten Flüchtlinge seien an Land in Quarantäne gekommen, sagte Hohl. Warum die Crew nicht auch an Land isoliert wurde, sei ihnen unklar.

14.14 Uhr – Iran

Im Iran ist Vize-Gesundheitsminister Iradsch Harirchi mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Harirchi habe sich angesteckt und werde unter Quarantäne behandelt, teilt ein Ministeriumssprecher mit.

14.08 Uhr – Luxemburger sitzen auf Teneriffa fest

In dem von den spanischen Gesundheitsbehörden unter Quarantäne gestellten Hotel befinden sich auch 14 Kunden von LuxairTours, wie das Reiseunternehmen mitteilt. Laut Außenbmnisterium haben vier die Luxemburger Staatsbürgerschaft. Wie lange sie nun im «H10 Costa Adeje Palace» bleiben müssen, ist noch unklar.

Bildstrecke: Hotel auf Teneriffa unter Quarantäne

13.49 Uhr – Neue Fälle

In Österreich gibt es ebenfalls die ersten Coronavirus-Fälle. Zwei Personen im Bundesland Tirol haben sich mit dem Virus infiziert, wie die Landessanitätsbehörde der Nachrichtenagentur Reuters betätigte.

Eine betroffene Person stamme offenbar aus der Lombardei. Noch sei unklar, wo sich die beiden Menschen angesteckt hätten. Die beiden 24-Jährigen seien nicht lebensbedrohlich erkrankt, sondern litten bisher nur an Fieber. Die Patienten hatten sich selbst an die Leitstelle Tirol gewandt und ihre Symptome geschildert. Tests auf den Erreger seien positiv ausgefallen. Sie befinden sich derzeit isoliert in der Innsbrucker Klinik.

Das Krankenhaus in Innsbruck. (Bild: Google Street View)

Auch in Kroatien gibt es einen ersten bestätigten Coronavirus-Fall. Das teilt Ministerpräsident Andrej Plenkovic mit. Der Patient, ein junger Mann, befinde sich mit leichten Symptomen in einem Krankenhaus in Zagreb auf. Der junge Mann war vom 19. bis 21. Februar in Italien gewesen, sagte Gesundheitsminister Vili Beros. Es werde nun festgestellt, mit wem er Kontakt hatte. Über den betroffenen Personenkreis werde Quarantäne verhängt.

12.40 Uhr – Türkei

Die Türkei stellt alle 132 Menschen an Bord eines aus dem Iran kommenden Flugzeugs wegen des Coronavirus für 14 Tage unter Quarantäne. Passagiere und Besatzung würden nun in einem eigens vorbereiteten Krankenhaus in Ankara isoliert und auf das neuartige Virus getestet, teilt Gesundheitsminister Fahrettin Koca mit.

Bei den Passagieren handele es sich um türkische Bürger, die aus dem Iran mit einer Maschine von Turkish Airlines zurückgeholt worden seien, nachdem die Türkei am Wochenende die Grenzen zu dem Nachbarland wegen des dortigen Coronavirus-Ausbruchs geschlossen hatte.

12.15 Uhr – Luxemburg rät von Reisen nach Norditalien ab

Das Luxemburger Außenministerium hat sich am Vormittag in einer Pressemitteilung zur Situation in Italien geäußert. Bürger des Großherzogtums werden gebeten, von «nicht notwendigen» Reisen in die Region abzusehen.

11 Uhr – Spanien

Die spanischen Gesundheitsbehörden haben einen neuen Coronavirus-Fall im Land diagnostiziert. Auf der Kanaren-Insel Teneriffa sei ein Besucher aus Italien positiv auf das neue Virus getestet worden, berichtete das Fernsehen in der Nacht zum Dienstag unter Berufung auf die örtlichen Gesundheitsbehörden.

Bei dem Mann handle es sich nach Informationen des Senders RTVE um einen 69-jährigen Arzt aus der Lombardei, das im Moment am stärksten von dem Virus betroffene Gebiet in Norditalien. Sein Hotel, das H10 Costa Adeje Palace, wurde mittlerweile unter Quarantäne gestellt. Wie die Lokalzeitung Diario de Avios schreibt, sitzen nun 1000 Gäste fest. Sie dürfen ihre Zimmer nicht verlassen und werden ebenfalls getestet.

Laut Lalibre.be sitzen sort auch 110 begische Staatsangehörige fest, die mit TUI nach Teneriffa gereist sind. Ob auch Urlauber aus Luxemburg betroffen sind, kann der Reiseveranstalter auf Nachfrage von L'essentiel bislang nicht sagen.

Bildstrecke: Hotel auf Teneriffa unter Quarantäne

7.15 Uhr – Aktienmärkte brechen ein

Die wachsende Furcht vor der globalen Verbreitung des Coronavirus dämpft weiterhin die Kauflaune der asiatischen Anleger. Die Börsianer befürchten, dass die Krankheit sich zur Pandemie entwickelt und als Folge globale Handelsketten lahmgelegt würden, die das weltweite Wachstum belasten könnten.

Der Nikkei-Index und der Yen wurden besonders hart getroffen, da Störungen der Lieferkette und der schrumpfende Tourismus aufgrund der Epidemie die Marktsorgen erhöhten, dass die Wirtschaft des Landes in eine Rezession rutschen könnte.

7.01 Uhr – Trump fordert Geld

Die US-Regierung fordert vom Kongress 2,5 Milliarden Dollar zur Bekämpfung des Coronavirus, darunter mehr als eine Milliarde für die Entwicklung eines Impfstoffes.

Von dem Antrag in Höhe von 2,5 Milliarden Dollar stellen 1,5 Milliarden Dollar neue Fördergelder dar. Der Rest würde aus Mitteln kommen, die bereits vom Kongress budgetiert sind, wie z. B. ungenutzte Mittel zur Bekämpfung des Ebola-Virus.

6.55 Uhr – Beratungen in Rom

Angesichts der raschen Ausbreitung des neuen Coronavirus in Italien berät die italienische Regierung an diesem Dienstag mit den Gesundheitsministern der Nachbarländer und Deutschland die Lage. In Italien sind bereits sieben Infizierte gestorben.

Am Dienstag werden sich die Gesundheitsminister aus Italien, der Schweiz, Deutschland, Slowenien, Frankreich und Österreich in Rom zu Beratungen treffen.

6.40 Uhr – Tom Cruise

Das Coronavirus zwingt die Dreharbeiten von «Impossible Mission» mit Tom Cruise zum Stillstand. Der Dreh zu Teil 7 und 8 der erfolgreichen Reihe hätte dieser Tage in Venedig stattfinden sollen. Doch jetzt wurden die Dreharbeiten verschoben.

Gemäß Branchenblatt The Hollywood Reporter wolle man Cast und Crew nicht gefährden, nicht zuletzt deshalb, weil Venedig zuletzt öffentliche Zusammenkünfte wie den Karneval abgesagt habe. Tom Cruise sei noch nicht in Italien gewesen, hieß es. Man wolle jetzt die Situation laufend überprüfen und mit den italienischen Gesundheitsbehörden zusammenarbeiten.

6.34 Uhr – Zahlen steigen

Die Zahl der Virus-Erkrankungen in Festland-China steigt nach Angaben der Behörden um 508 an. Am Vortag hatte es 409 neue Fälle gegeben. Damit liegt die Zahl der Erkrankten demnach insgesamt nun bei 77.658. Die Zahl der Toten steigt um 71, nach 150 am Tag zuvor. Allein in der Provinz Hubei sind 68 der 71 Toten gemeldet und 499 der insgesamt 508 Neuerkrankungen. Insgesamt starben damit bislang 2663 Menschen in China an den Virus-Folgen.

6.25 Uhr – Mastercard

Der US-Kreditkartenriese Mastercard reagiert mit einer Umsatzwarnung auf erhöhte Unsicherheiten wegen des Coronavirus. Im laufenden Quartal dürfte das Wachstum um rund zwei bis drei Prozentpunkte geringer ausfallen als Ende Januar prognostiziert, teilte der Finanzkonzern am Montag nach US-Börsenschluss mit.

6.19 Uhr – United Airlines

Die US-Fluggesellschaft United Airlines hat angesichts erhöhter Unsicherheiten wegen des neuen Coronavirus ihre Geschäftsprognose für 2020 kassiert. Das Unternehmen begründete den Schritt in einer Mitteilung am Montag nach US-Börsenschluss mit dem vorübergehenden Stopp zahlreicher Flüge auf Transpazifik-Routen.

United Airlines hat Verbindungen nach China und Hongkong zunächst bis zum 24. April ausgesetzt. Angesichts der ungewissen Folgen des Virus-Ausbruchs für die Luftfahrt und einer möglichen Ausbreitung auf andere Regionen werde der im Januar ausgegebene Jahresausblick gestrichen. Die Aktie reagierte nachbörslich mit Kursverlusten.

6.10 Uhr – « Sehr unter Kontrolle»

US-Präsident Donald Trump zeigt sich angesichts des Ausbruchs gelassen. In den USA sei das Virus «sehr unter Kontrolle», twittert Trump. «Wir sind mit jedem und allen relevanten Ländern in Kontakt.» Zum Aktienmarkt, der am Montag wegen der Furcht vor einer Corona-Pandemie starke Verluste hinnehmen musste, erklärte Trump: «Aktienmarkt fängt an, für mich gut auszusehen!»


Montag, 24. Februar 2020

21.09 Uhr – Erster Fall in Südtirol

In norditalienischen Regionen gibt es bereits über 200 Corona-Infektionen. Nun gibt es auch in Südtirol den ersten bestätigten Verdachtsfall in Südtirol. Wie regionale Medien berichten, soll es sich bei dem Infizierten um einen 31-jährigen Mann handeln. Er soll vor kurzem in der Lombardei gewesen sein.

Ein erster Test verlief zunächst negativ. Ein zweiter Test sei jedoch positiv gewesen. Das bestätigte die Landespresseagentur der Südtiroler Landesregierung via Twitter. Die Oberste Gesundheitsbehörde Italiens in Rom müsse das Ergebnis allerdings noch bestätigen.

19.58 Uhr – Antonio Guterres

UN-Generalsekretär Antonio Guterres ruft zu einem entschlossenen Kampf gegen das Coronavirus auf. Es gelte, dramatische Konsequenzen für die Gesundheit der Menschen und die Wirtschaft weltweit zu verhindern, sagt er bei einem Besuch der Weltgesundheitsbehörde (WHO) in Genf. Dafür müssten die von der WHO für die Bekämpfung von Corona geforderten Mittel in Höhe von 675 Millionen Dollar vollständig bereitgestellt würden. Nur so könnten die Regierungen dafür sorgen, dass die Krankheit nicht zu einem «weltweiten Alptraum» werde.

Guterres fordert, dass die Mittel von 675 Millionen Dollar für die Bekämpfung des Virus bereitgestellt werden.

18.40 Uhr – Patient 0

Die italienischen Behörden suchen nach der Person, die das Virus in Umlauf gebracht hat, um den Verbreitungsweg des Coronavirus zu ermitteln. Der sogenannte «Patient 0» , der das Virus in Umlauf gebracht hat, könnte ein venezianischer Bauer sein, berichtet die italienische Zeitung «Corriere della Sera».

Der 60-Jährige sei zwischen den beiden Epizentren Codogno und Vo gereist, wo mehrere Personen verstorben sind. In Vo habe er zudem dieselbe Bar, in der auch der verstorbene Adriano Trevisan Karten spielte, besucht.

15.59 Uhr – Siebtes Todesopfer

Bei dem Coronavirus-Ausbruch in Norditalien ist einem Medienbericht zufolge ein siebter Mensch gestorben. Bei dem Toten handele es sich um einem 80-jährigen Mann, der in der vergangenen Woche nach einem Herzinfarkt in ein Krankenhaus in der Stadt Lodi eingeliefert worden sei, meldet die Nachrichtenagentur Ansa. Die Ärzte vermuten, dass er sich dort bei einem anderen Patienten angesteckt habe. Die Zahl der Infektionsfälle in Italien stieg auf mehr als 220.

15.21 Uhr – Sechster Todesfall

In Italien ist laut einem Bericht des Rundfunksenders RAI ein sechster Mensch im Zuge des Coronavirus-Ausbruchs ums Leben gekommen.

Laut Corriere della Serra soll es sich bei der Toten um eine Frau aus Crema handeln. Sie war an Krebs erkrankt wie schon eine 68-jährige Frau, die auch am Virus starb.

13.45 Uhr - Apell an Luxemburger Schüler

Die Europäische Schule und die International School of Luxembourg haben sich auf ihrer Website beziehungsweise per SMS an die Schüler gewendet. Wer in einer der Risikoregionen in Ferien war, soll aus Sicherheitsgründen für 14 Tage zuhause zu bleiben.

Zu den Risikogebieten zählen: China, Hongkong, Macao, Singapur, Südkorea, sowie einige Gemeinden in Norditalien.

12.25 Uhr – Fünfter Todesfall in Italien

Beim Coronavirus-Ausbruch in Norditalien ist nach amtlichen Angaben ein weiterer Mensch gestorben. Damit steigt die Zahl der Toten auf fünf. Der 88-jährige Mann stammte aus Caselle Landi in der Region Lodi.

12.00 Uhr – Tourismus-Einbruch

Der Einbruch des Tourismus infolge der Coronavirus-Epidemie kostet einer Studie zufolge allein Asien bis zu 115 Milliarden Dollar an Wirtschaftsleistung. Die Experten der niederländischen Bank ING gehen in der Untersuchung mit dem Titel «Urlaub in der Hölle» davon aus, dass Reisen nach und aus China so gut wie gänzlich gestrichen werden. «Das ist offensichtlich eine starke Vereinfachung, aber sie passt zu einem Szenario, wonach die Epidemie auch nach ihrem Höhepunkt andauert», sagt Robert Carnell, ING-Chefvolkswirt für den asiatisch-pazifischen Raum.

11.45 Uhr – Alitalia-Flugzeug auf Mauritius isoliert

Ein Flugzeug der italienischen Fluggesellschaft Alitalia wurde nach der Landung auf Mauritius blockiert, wie die italienischen Behörden mitteilen. An Bord sind rund 300 Menschen - darunter 60 aus der Lombardei und Venetien, denen das Aussteigen verweigert wurde. Dies berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Man stehe in ständigem Kontakt mit Alitalia, um den Passagieren an Bord zu helfen, heißt es von den italienischen Behörden.

11.30 Uhr – Wuhan dementiert Lockerung

Mehr als vier Wochen nach der Abriegelung der schwer von dem neuartigen Coronavirus betroffenen Millionenmetropole Wuhan in Zentralchina haben die Behörden für Verwirrung über eine angebliche Lockerung der Kontrollen gesorgt.

Nachdem erst eine Mitteilung der Provinzregierung veröffentlicht worden war, das nach dem Ausbruch der Lungenkrankheit in Wuhan gestrandete Chinesen aus anderen Teilen des Landes die Stadt verlassen dürften, erklärte die Stadtregierung die Notiz für «ungültig» und zog sie wieder zurück.

Auch wurde mitgeteilt, dass das für die Veröffentlichung zuständige Personal «ernsthaft kritisiert» worden sei. Der Zugang zu Wuhan werde weiter strikt kontrolliert, hieß es in der neuen Mitteilung.

11.15 Uhr – Lückenhafte Kontrollen an Flughäfen in Italien und Luxemburg

Passagiere, die am Sonntagabend aus der Lombardei im Großherzogtum ankamen, waren schockiert, als sie feststellten, dass keine Kontrollen durchgeführt wurden.

Mehr dazu in diesem Artikel.

11.00 Uhr – EU plant keine Reisebeschränkungen

Die EU kündigt trotz des Coronavirus-Ausbruchs in Italien vorerst keine Reisebeschränkungen an. Man wolle die Reisefreiheit nach dem Schengen-Abkommen derzeit nicht abschaffen, sagte der EU-Krisenbeauftragte Janez Lenarcic am Montag in Brüssel. Allerdings arbeite man an verschiedenen Plänen zur Eindämmung der Epidemie.

EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides sagte, Beschränkungen im Reiseverkehr müssten koordiniert, angemessen sowie wissenschaftlich begründet sein. «Derzeit hat die Weltgesundheitsorganisation weder Beschränkungen für Fracht noch Passagiere empfohlen», sagte sie. Eine Abordnung der Behörde werde am Dienstag nach Italien reisen, um die Lage zu analysieren.

10.45 Uhr – China warnt vor USA-Reisen

Das chinesische Tourismusministerium warnt Landsleute vor Reisen in die USA. Wie das Ministerium schreibt, seien chinesische Touristen in den USA unfair behandelt worden – dies im Zusammenhang mit «übertriebenen Maßnahmen» zur Epidemiebekämpfung und der US-Sicherheitslage.

10.30 Uhr – Naher Osten

Im Iran beziffert ein Regierungsvertreter die Zahl der Todesfälle auf zwölf und die Zahl der bekannten Infektionen mit bis zu 61, wie das Staatsfernsehen berichtet. In Kuwait und Bahrain gibt es Staatsmedien zufolge die ersten bekannten Coronavirus-Fälle. Es handle sich ausnahmslos um Personen, die den Iran besucht hätten. Auch Afghanistans Gesundheitsministerium meldet den ersten Fall einer bestätigten Coronavirus-Erkrankung in dem Land.

9.45 Uhr – China verschiebt Volkskongress

China verschiebt wegen des Coronavirus den Volkskongress. Diese Entscheidung sei beispiellos, schreiben Agenturen. Es ist das erste Mal seit drei Jahrzehnten, dass das Land die jährliche Sitzung des Parlaments vertagt. Ein neuer Termin werde zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt.

9.15 Uhr – Vierter Todesfall in Italien

Italien meldet laut Medienberichten ein viertes Todesopfer. Demnach ist in Bergamo ein 84-jähriger Mann an den Folgen des Coronavirus gestorben.

9.10 Uhr – Athen trifft Maßnahmen

Nach der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 in Italien hat Griechenland erste Maßnahmen getroffen. Unter anderem werden seit Montagmorgen die Besatzungen von Fähren, die zwischen Italien und Griechenland pendeln, informiert, welche vorbeugenden Maßnahmen getroffen werden müssen, damit mögliche Verdachtsfälle rasch isoliert werden. Dies berichtete am Montag der griechische Staatsrundfunk.

Bereits am Vorabend hatte Athen alle künftigen Klassenfahrten nach Italien verboten. Die Schüler von zehn Schulen, die sich zurzeit in Italien befinden, sollten zurück nach Griechenland kommen, teilte das Ministerium mit. «Wir treffen alle diese Maßnahmen vorbeugend. Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung», erklärte die griechische Bildungsministerin Niki Kerameos im griechischen Fernsehen Open am Montagmorgen. In Griechenland sind bislang keine Coronavirusfälle erfasst.

7.10 Uhr – Starker Anstieg der Todesfälle

Die Zahl der Toten durch die neuartige Lungenkrankheit in China ist stark angestiegen. Die nationale Gesundheitskommission in Peking berichtete am Montag in Peking weitere 150 neue Covid-19-Todesfälle – so viele wie noch nie innerhalb eines Tages. Damit sind in der Volksrepublik schon 2592 Todesfälle zu beklagen.

Die Zahl der neu nachgewiesenen Infektionen kletterte weiter um 409. Insgesamt sind in Festlandchina damit schon 77.150 bestätigte Ansteckungen registriert. Die überwiegende Zahl der neuen Todesfälle und Infektionen mit dem Sars-CoV-2 genannten Coronavirus wurden aus der schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina gemeldet.

2.10 Uhr – Südkorea

Die südkoreanischen Gesundheitsbehörden haben zwei weitere Todesfälle in Verbindung mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Zudem sei die Zahl der mit dem Erreger infizierten Menschen um 161 gestiegen, teilten die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention am Montag mit.

Insgesamt wurden damit bisher 763 Infizierungsfälle in Südkorea erfasst. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich auf sieben.

0.10 Uhr – Zugverkehr wieder freigegeben

Der Personenverkehr zwischen Österreich und Italien über die Brenner-Grenze ist wieder freigegeben. Die Zugverbindung war zuvor in beide Richtungen für etwa vier Stunden wegen zwei Coronavirus-Verdachtsfällen an der Grenze eingestellt worden.

«Wir können Entwarnung geben. Die beiden coronaverdächtigen Personen wurden negativ getestet. Bei allen Passagieren, die in Österreich aussteigen, werden Identitätsfeststellungen vorgenommen», so Innenminister Karl Nehammer am Sonntagabend. Alle Behörden hätten in diesem Fall rasch und mit hoher Vorsicht gehandelt und die Meldekette habe unverzüglich funktioniert, ergänzte Nehammer.

Der Zug mit rund 300 Fahrgästen auf dem Weg von Venedig nach München wurde auf der italienischen Seite des Passes angehalten. Er verließ den Bahnhof kurz vor Mitternacht (Ortszeit), wie ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur Reuters berichtete.


Sonntag, 23. Februar 2020

23.10 Uhr – Zugverkehr eingestellt

Aus Furcht vor Coronavirus-Infektionen hat Österreich den Zugverkehr mit Italien komplett eingestellt. Die staatliche österreichische Eisenbahngesellschaft ÖBB teilte am Sonntagabend mit, alle Zugverbindungen mit dem Nachbarland seien ausgesetzt. Grund sei, dass bei zwei aus Italien kommenden Bahn-Passagieren der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus bestehe.

20.10 Uhr – An Österreichs Grenze

Laut dem Medienportal oe24.at ist an der Grenze zu Österreich ein Zug aus Italien gestoppt worden. Es bestehe bei zwei Personen mit Fieber der Verdacht auf das Coronavirus.

17.50 Uhr – Drittes Todesopfer in Italien

In Italien ist eine dritte Person am Corona-Virus gestorben. Das schreibt die Zeitung La Republica. Beim neuesten Todesfall soll es sich um eine Frau handeln in Cremona. Dies teilt der Gesundheitsrat der Lombardei der Sonntagszeitung mit.

Die Zahl der Erkrankten ist in fünf Regionen auf über 150 gestiegen. In der Lombardei gibt es 112 Fälle.

17.20 Uhr – Vier Infizierte in England

In England haben sich vier weitere Menschen infiziert, die vom Kreuzfahrtschiff «Diamond Princess» in Japan in ein Quarantäne-Zentrum kamen. Das melden verschiedene englische Medien. Mittlerweile haben sich 13 Menschen in England mit dem Coronavirus angesteckt.

15.30 Uhr - Türkei schliesst Grenze zum Iran

Als Vorsichtsmaßnahme gegen eine Ausbreitung der Coronavirus-Infektionen schließt die Türkei ihre Grenze zum Iran, wie Gesundheitsminister Fahrettin Koca mitteilt. Alle Fernstraßen und Eisenbahnlinien würden ab 17 Uhr Ortszeit gesperrt und Flüge aus dem Nachbarstaat ausgesetzt.

Im Iran sind bislang acht mit dem Virus infizierte Menschen gestorben – so viele wie in keinem anderen Land außerhalb Chinas, wo das Virus erstmals aufgetreten war.

15.20 Uhr - Diamond Princess

Von den Crewmitgliedern und Passagieren des Kreuzfahrtschiffes «Diamond Princess» in Japan sind weitere 57 positiv auf das neue Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Das berichtete der japanische Fernsehsender NHK am späten Sonntagabend (Ortszeit).

Damit erhöht sich die Zahl bekannter Infektionen unter Menschen von Bord des Kreuzfahrtschiffs auf mehr als 690. Einschließlich dieser Fälle zählt Japan inzwischen mehr als rund 840 Infektionen.

14.10 Uhr - Sorge in der Schweiz wächst

Nach den ersten Fällen in Norditalien steigt im angrenzenden Tessin in der Schweiz die Sorge um ein Übergreifen des Coronavirus. Notaufnahmen der Tessiner Krankenhäuser haben bereits reagiert.

Der Tessiner Kantonsarzt Giorgio Merlani erklärte am Sonntag, dass man die Lage und Entwicklung analysiere. «Die ganze Angelegenheit ist grösser als es anfänglich schien», sagte er.

Personen mit Grippesymptomen werden isoliert und in Quarantäne gebracht, wie die Sonntagszeitung «Il caffè della domenica» in ihrer heutigen Ausgabe berichtet. Dies gilt für alle Patienten mit solchen Symptomen; bisher war dies nur für Patienten vorgesehen, die sich in jüngster Zeit in China aufgehalten hatten.

Die Nachrichten aus Italien haben die Tessiner Öffentlichkeit aufgeschreckt, weil der Virus immer näher an die Grenze rückt. Das Tessin ist zwar ein Schweizer Kanton, geographisch aber ein Teil Norditaliens. Der Kanton reicht wie ein Stachel in die Lombardei hinein. Zudem arbeiten im Tessin zirka 68.000 Grenzgängerinnen und Grenzgänger, das heißt Personen, die täglich von den italienischen Grenzregionen zur Arbeit ins Tessin pendeln.

12.10 Uhr - Karneval in Venedig abgesagt

Der berühmte Karneval in Venedig wird aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus im Norden Italiens abgesagt. Das teilte der Präsident der Region Venetien, Luca Zaia, am Sonntag mit.

10.10 Uhr - Knapp 77.000 Infizierte

Die Zahl der Virus-Erkrankungen in Festland-China ist nach Angaben der Behörden am Sonntag um 648 angestiegen. Am Samstag hatte es 397 neue Fälle gegeben. Damit liegt die Zahl der Erkrankten demnach insgesamt nun bei 76.936. Die Zahl der Toten steigt um 97, nach 109 am Samstag. Insgesamt starben damit bislang 2442 Menschen an den Virus-Folgen.

9.10 Uhr - Höchste Warnstufe in Südkorea

Nach der rasanten Verbreitung des neuartigen Coronavirus in den vergangenen Tagen in Südkorea hat die Regierung die höchste Warnstufe für Infektionskrankheiten ausgerufen. Präsident Moon Jae In gab die Entscheidung laut seinem Büro am Sonntag bekannt.

In einigen Tagen werde ein «kritischer Moment» im Kampf gegen Covid-19 erreicht sein, sagte Moon. Die Zentralregierung wie auch die Lokalregierungen sollten nicht zögern, beispiellose Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Nach Angaben der Gesundheitsbehörden stieg die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit Sars-CoV-2 in Südkorea im Verlauf des Tags um 169 auf 602. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Erreger habe sich von vier auf fünf erhöht.


Freitag, 21. Februar 2020

10.10 Uhr - Impfstoff

Chinas Regierung rechnet Ende April mit der klinischen Erprobung eines ersten Impfstoffs gegen das neue Coronavirus. Das sagte der Vizeminister für Wissenschaft und Technologie, Xu Nanping.

10.00 Uhr - Quarantäne für Passagiere

Australien meldet zwei weitere Infektionen. In beiden Fällen handelt es sich um Passagiere des Kreuzfahrtschiffes Diamond Princess, die nach Australien evakuiert worden waren.

In Japan waren beide Passagiere bereits getestet worden. Sie galten als gesund. 164 evakuierte australische Passagiere der Diamond Princess müssen nun noch einmal 14 Tage in einer geschlossenen Quarantänestation verbringen.

Alle an Bord des Kreuzfahrtschiffes Diamond Princess verbliebenen Deutschen werden mit einem italienischen Flugzeug nach Berlin ausgeflogen. Wie die Deutsche Presse-Agentur in Tokio am Freitag erfuhr, ist der Abflug für Freitagabend 22.00 Uhr Ortszeit (14.00 Uhr MEZ) geplant.

9.00 Uhr - 118 neue Virus-Tote

An dem neuartigen Coronavirus sind in China nach offiziellen Angaben weitere 118 Patienten gestorben - damit gibt es dort nun bereits 2236 gemeldete Todesfälle. Innerhalb eines Tages sei die Zahl der nachgewiesenen Infektionen um 889 gestiegen.

Damit gibt es in China nun 75.465 bestätigte Infektionen. Dies teilte die Gesundheitskommission am Freitag in Peking mit. Experten rechnen allerdings mit einer sehr viel höheren Dunkelziffer.

Knapp die Hälfte der offiziell neu bestätigten Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2 genannten Virus wurden aus der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei in Zentralchina gemeldet. Dort stieg die Zahl der Neuansteckungen von 349 auf 411. Insgesamt seien in Hubei bisher 2144 Menschen an der Krankheit gestorben.


Donnerstag, 20. Februar 2020

9.30 Uhr – Südkorea

Aus Sorge vor einer unkontrollierten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 sollen die Bewohner der südkoreanischen Millionenstadt Daegu vorläufig zuhause zu bleiben. Es handle sich um eine Empfehlung von Bürgermeister Kwon Young Jin, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

In Daegu leben rund 2,5 Millionen Menschen. Südkoreas Gesundheitsbehörden hatten zuvor 31 neue Infektionsfälle im Land gemeldet, davon allein 30 in Daegu und der Provinz Nord-Gyeongsang im Südosten.

Damit hat sich die Zahl bisher bestätigter Infektionen in Südkorea auf 82 erhöht. 48 der erfassten Fälle wurden in der Region um Daegu gemeldet. 23 der nun neu betroffenen Menschen steckten sich demnach wohl bei einer Patientin in Daegu an.

Es wird angenommen, dass insgesamt 40 der bisher positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Personen mit der Frau in Kontakt gekommen waren, als sie in Daegu den Gottesdienst einer christlichen Sekte besuchten. Es war zunächst unklar, wie sich die Frau infiziert hat.

Die neuen Fälle lösten in Südkorea die Sorge über einen Superverbreiter aus, der viele andere Menschen ansteckt.


Mittwoch, 19. Februar 2020

19.30 Uhr – Zwei Passagiere gestorben

Zwei ältere Passagiere des Kreuzfahrtschiffes Diamond Princess sind einem Medienbericht zufolge an der Viruserkrankung gestorben. Es handle sich um ein Mann und eine Frau, die mehr als 80 Jahre alt gewesen seien, berichtete der japanische Sender NHK unter Berufung auf Regierungskreise. Das Schiff war vor Japan unter Quarantäne gestellt worden, inzwischen dürfen die Passagiere es verlassen.

16.30 Uhr – 31 neue Fälle in Südkorea

Südkoreas Gesundheitsbehörden bestätigen 31 neue Fälle. Damit seien insgesamt 82 Erkrankte bekannt, teilen die Zentren für Seuchenkontrolle (KCDC) mit. Von den neuen Fällen gingen 23 auf einen Gottesdienst in Daegu zurück.

15.54 Uhr – Passagiere verlassen Kreuzfahrtschiff

Nach zwei Wochen Quarantäne dürfen in Japan seit Mittwoch tausende Passagiere des Kreuzfahrtschiffes «Diamond Princess» an Land gehen und heimkehren. Die Ausschiffung der noch rund 3000 Menschen an Bord sollte mindestens drei Tage dauern.

Als erste Gruppe konnten rund 500 meist ältere Passagiere das Schiff verlassen. Sie würden in die Innenstadt von Yokohama oder zu Bahnhöfen gebracht, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo. Anlass der Quarantäne war der Nachweis des Coronavirus Sars-CoV-2 bei einem 80-Jährigen aus Hongkong, der am 20. Januar in Yokohama zugestiegen und fünf Tage später in Hongkong von Bord gegangen war.

Bei den anfangs 3700 Passagieren und Crewmitgliedern auf der «Diamond Princess» wurden bis Mittwoch 621 Infektionen mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 nachgewiesen. Alle Infizierten wurden in örtliche Krankenhäuser gebracht. Inzwischen sind alle Menschen an Bord getestet.

Mehrere Länder holen ihre Landsleute heim. Von der Reederei Princess Cruises hieß es am Mittwoch, dass derzeit die Botschaften von Kanada, Australien und Hongkong die Abholung ihrer Bürger - Gäste und Besatzung - koordinierten. Nach Ankunft im Herkunftsland gingen sie weitere 14 Tage in Quarantäne.

14.54 Uhr – 621 Infizierte auf Kreuzfahrtschiff

Auf dem unter Quarantäne stehenden Kreuzfahrtschiff Diamond Princess gab es 79 zusätzliche Fälle des Coronavirus. Dies teilte das japanische Gesundheitsministerium am Mittwoch mit. Die Zahl der Infizierten stieg damit auf 621.

14.44 Uhr – Akkreditierung entzogen

Aus Protest über einen als beleidigend empfundenen Kommentar im «Wall Street Journal» zum Ausbruch der Lungenkrankheit hat China drei Korrespondenten der Zeitung die Akkreditierung entzogen. Das teilte der Sprecher des Außenministeriums, Geng Shuang, am Mittwoch vor der Presse in Peking mit. Ihnen werde mit sofortiger Wirkung die Pressekarte entzogen.

Der gleichzeitige Entzug der Akkreditierung von drei ausländischen Korrespondenten ist eine ungewöhnlich scharfe Maßnahme. Damit entfällt praktisch auch die Grundlage für ihr Journalistenvisum und ihre Aufenthaltsberechtigung in China, so dass sie ausreisen müssen.

Auslöser der chinesischen Verärgerung ist ein Meinungsbeitrag des amerikanischen Kolumnisten Walter Russell Mead im «Wall Street Journal» vom 4. Februar. Er trug die Überschrift: «China ist der wahre kranke Mann Asiens.» Professor Mead unterrichtet internationale Politik am Bard College in Annandale-on-Hudson im US-Bundesstaat New York.

10.44 Uhr – Nordkorea

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat keine Hinweise auf ein Übergreifen der Epidemie auf Nordkorea. Der Leiter des WHO-Notfallprogramms, Mike Ryan, kündigte an, das abgeschottete Land mit Labormaterialien auszustatten, damit dort Tests vorgenommen werden könnten. In südkoreanischen Medien ist von mehreren Fällen und möglichen Todesopfern im abgeschotteten Norden berichtet worden. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben war nicht möglich.

10.34 Uhr – 2. Todesfall in Hongkong

In Hongkong ist ein zweiter Todesfall registiert worden. Das sagt eine Sprecherin des Princess Margaret Krankenhauses der Nachrichtenagentur Reuters. Der 70-jährige Mann habe an Vorerkrankungen gelitten und gehörte zu den 62 bestätigten Fällen in der Stadt.

10.04 Uhr – Fake News und die Corona-Pandemie

Während die einen versuchen, die Verbreitung des Virus Sars-CoV-2 aufzuhalten, bewirken andere das Gegenteil.

Mehr dazu in diesem Artikel.

7.04 Uhr – Passagiere verlassen Diamond Princess

Nach zweiwöchiger Quarantäne wegen des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 sind am Mittwoch die ersten Passagiere von Bord des Kreuzfahrtschiffes Diamond Princess in Japan gegangen. Die Ausschiffung der rund 3000 Menschen auf dem Schiff werde mindestens drei Tage dauern, teilte die Regierung in Tokio mit.

Als erste Gruppe sollen rund 500 vor allem ältere Passagiere, die negativ auf den Erreger getestet und abschliessend von Ärzten an Bord befragt wurden, das Schiff verlassen. Sie würden in die Innenstadt von Yokohama oder zu anderen Bahnhöfen im Raum der Tokioter Nachbar-Metropole gebracht, meldete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.

06.30 Uhr – Über 2000 Todesopfer

Die Zahl der am neuartigen Coronavirus gestorbenen Menschen in China ist auf über 2000 gestiegen. Die Gesundheitskommission in Peking teilte am Mittwoch mit, die Zahl der Todesopfer sei im Vergleich zum Vortag um 136 auf nun 2004 gestiegen.

Die nachgewiesenen Infektionen kletterten demnach um 1749 auf 74.185 Fälle. Allein in der besonders stark betroffenen Provinz Hubei kamen 132 Tote und 1693 neue Infektionen mit der Covid-19 genannten Lungenkrankheit hinzu, die von dem Virus ausgelöst wird.

Außerhalb des chinesischen Festlands wurden bislang fünf Todesfälle und fast 1000 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen.


Dienstag, 18. Februar 2020

19.30 Uhr – Russland

Russland hat am Dienstag angekündigt, keine chinesischen Staatsbürger mit ins Land einreisen zu lassen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Damit soll die Ausbreitung des Coronavirus gestoppt werden.

«Die Einreise chinesischer Staatsbürger ist am dem 20. Februar für Privatreisen, Studienreisen und Tourismus gesperrt», sagte Tatiana Golikova, die stellvertretende Gesundheitsministerin.

14.30 Uhr – Höhepunkt erst Ende April erwartet

Die Epidemie mit der neuen Lungenkrankheit in China wird sich nach Einschätzung eines führenden Experten möglicherweise erst Ende April stabilisieren. «Das ist eine sehr grobe Schätzung», sagte Zhong Nanshan, der Chef der Expertengruppe der chinesischen Regierung.

Mit einem Höhepunkt des Ausbruchs im ganzen Land sei voraussichtlich bis Ende Februar zu rechnen. «Den Höchststand zu erreichen, bedeutet aber nicht den Wendepunkt», betonte der renommierte Mediziner in einem Video von einer Videokonferenz mit Ärzten aus der Südprovinz Guangdong, über das die Zeitung «Nanfang Dushibao» (Southern Metropolis Daily) am Dienstag berichtete.

Zhong Nanshan sagte allerdings, dass die radikalen Maßnahmen in China zur Eindämmung des Sars-CoV-2 genannten neuen Coronavirus wirkten. Durch die jetzt laufende Rückreisewelle von Wanderarbeitern nach den wegen des Virus verlängerten Ferien zum chinesischen Neujahrsfest erwarte er «möglicherweise keinen großen Anstieg». Es seien sehr strenge Maßnahmen zur Kontrolle der Reiseströme ergriffen worden, sagte Zhong Nanshan in dem Dienstag im Internet veröffentlichten Video von der Konferenzschaltung am Vortag.

13.30 Uhr – 98 Tote

Die Zahl der neuen Virusfälle in China ist erneut um 1886 gestiegen. Innerhalb eines Tages waren weitere 98 Tote zu beklagen, wie die Gesundheitskommission am Dienstag in Peking berichtete.

Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen kletterte damit auf insgesamt 72.436 Fälle. An der Covid-19 genannten neuartigen Lungenkrankheit sind in Festland-China damit schon insgesamt 1868 Patienten gestorben.

Die meisten Fälle werden in Zentralchina in der schwer betroffenen Provinz Hubei gezählt. Allein aus der Provinzhauptstadt Wuhan wurden am Dienstag 1600 der neu erfassten Ansteckungen und 72 der neuen Todesfälle berichtet.

12.30 Uhr – Krankenhausdirektor stirbt

Zum ersten Mal ist in China ein Klinikchef der neuen Lungenkrankheit zum Opfer gefallen. Liu Zhiming, der Direktor des Wuchang Hospitals in der schwer vom Coronavirus betroffenen Metropole Wuhan, sei am Montag gestorben, berichtete am Dienstag die Nachrichtenagentur China News.

Ein Medizinerkollege berichtete demnach, der Chefarzt sei in gutem Gesundheitszustand gewesen und hätte selbst nicht erwartet, dass er an der Covid-19-Lungenkrankheit sterben würde. Am Freitag war schon eine 59-jährige Pflegefachfrau desselben Krankenhauses an der Lungenkrankheit gestorben.

Im Kampf gegen das Sars-CoV-2-Virus haben sich schon mehr als 1700 medizinische Helfer wie Ärzte und Pflegekräfte angesteckt. Bis Ende vergangener Woche waren schon mindestens sechs Helfer daran gestorben, wie das chinesische Staatssender CCTV berichtet hatte. Der überwiegende Teil der Betroffenen war demnach in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei im Einsatz, in deren Hauptstadt Wuhan das Virus ausgebrochen war.

11.30 Uhr – Umsatzzahlen

Apple bekommt die Folgen der Coronavirus-Epidemie zu spüren. Der iPhone-Hersteller verabschiedete sich am Montag von seinem Umsatzziel für das bis Ende März laufende Quartal, in dem bisher 63 bis 67 Milliarden Dollar erlöst werden sollten. Durch den Coronavirus-Ausbruch sei aber in China sowohl die Nachfrage nach Apple-Geräten als auch die Produktion gebremst worden, teilte der US-Konzern mit. So seien die meisten Apple-Geschäfte in China geschlossen oder hätten ihre Öffnungszeiten verkürzt. Auch seien Zulieferungen für iPhones «vorübergehend eingeschränkt». Die Fabriken in China hätten ihre Arbeit zwar wieder aufgenommen, könnten die Produktion aber nicht so schnell hochfahren wie geplant.

10.30 Uhr – Deutsche Regierung

Wie der «Spiegel» berichtet, will die Regierung in Deutschland, die deutschen Passagiere von der «Diamond Princess» ausfliegen. Der Plan sei, die Deutschen in einer italienischen Maschine Richtung Europa zu bringen. Italien möchte seine Landsleute ebenfalls mit einem Flugzeug zurückholen.


Montag, 17. Februar 2020

14.50 Uhr – Keine Amateure bei Tokio-Marathon

Wegen der Gefahren durch das neuartige Coronavirus dürfen nur rund 200 Elite-Athleten am traditionellen Tokio-Marathon teilnehmen. Ursprünglich waren 38 000 Läufer für den Wettkampf im Vorfeld der Olympischen Spiele im Sommer in der japanischen Hauptstadt erwartet worden.

Doch aus Sorge um das in China ausgebrochene Sars-CoV-2 genannte Virus dürfen Amateure nun am 1. März nicht teilnehmen, wie die Organisatoren am Montag bekanntgaben.

10.47 Uhr – US-Passagiere gelandet

Hunderte US-Passagiere des in Japan wegen des Coronavirus Sars-CoV-2 unter Quarantäne gestellten Kreuzfahrtschiffes Diamond Princess sind in ihre Heimat ausgeflogen worden. Zwei von der US-Regierung bereitgestellte Charterflugzeuge hoben vom Tokioter Flughafen Haneda ab und landeten in der Nacht zum Montag (Ortszeit) auf US-Militärstützpunkten in Kalifornien und Texas.

Dies berichtete der Nachrichtensender Fox News. Das US-Außenministerium hatte insgesamt mehr als 300 US-Bürgern, die sich auf dem Kreuzfahrtschiff befanden, eine freiwillige Rückreise angeboten. Sie sollen nun für 14 Tage in Quarantäne kommen.

Das Flugzeug mit den US-Passagieren landete in der Nacht in Texas. (Bild:AFP/GETTY)

Unter den zurückgebrachten Passagieren seien auch 14 Menschen, die in den vergangenen zwei bis drei Tagen positiv auf das Coronavirus getestet worden seien, hatten zuvor das US-Außenministerium und das Gesundheitsministerium in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt. Sie sassen demnach isoliert von den anderen Passagieren und sollen nun in geeignete Einrichtungen zur weiteren Behandlung gebracht werden. Dasselbe gelte auch für Menschen, die während des Rückflugs Symptome entwickelt hätten, hieß es in der Erklärung weiter.

Die Diamond Princess. (Bild:AP)

An Bord der Diamond Princess hatten sich rund 400 US-Bürger befunden. 44 waren positiv getestet und in Japan in örtliche Krankenhäuser gebracht worden. Das Schiff liegt seit zwei Wochen im Hafen der Stadt Yokohama nahe Tokio fest. Nach derzeitigem Stand haben bisher rund 20 der Infizierten von Bord schwerere Covid-19-Symptome entwickelt.

9.27 Uhr – VW Produktion

Volkswagen bekommt die Folgen des neuartigen Coronavirus in China weiter zu spüren. Es gebe Probleme in den Lieferketten und der Logistik sowie nur begrenzte Reisemöglichkeiten für Mitarbeiter der Produktion, teilte Volkswagen am Montag in Peking mit.

Daher soll die Produktion in den Werken des Gemeinschaftsunternehmens mit der Shanghai Automotive (SAIC) erst am 24. Februar wieder aufgenommen werden. Bisher war dies für den 17. Februar geplant.

Im Volkswagenwerk in Anting bei Shanghai werden derzeit keine Autos montiert. (Bild:DPA/Symbolbild)

Die anderen Werke, die mit First Automotive Works (FAW) betrieben werden, hätten zum Teil die Produktion wieder aufgenommen oder dürften «in den kommenden Tagen» alle wieder laufen. Die Produktionsfähigkeit in jedem Werk werde einzeln überprüft, was zu unterschiedlichen Startzeiten führe, heißt es in der Mitteilung. Ohne den Ausbruch der Lungenkrankheit hätte die Produktion nach den Ferien über das chinesische Neujahrsfest am 3. Februar wieder begonnen. China ist der wichtigste Markt des Autobauers.

Um den Gegebenheiten Rechnung zu tragen, will das Unternehmen etwa beim Marketing den Fokus stärker auf Online-Kanäle legen.

8.14 Uhr – Privatautos verboten

Mit einem Fahrverbot für privaten Autoverkehr waren in der ohnehin weitgehend von der Aussenwelt abgeschotteten Krisenregion am Vortag neue radikale Beschränkungen der Bewegungsfreiheit erlassen worden. In Städten der Provinz dürfen nur noch Dienst- und Notfallfahrzeuge sowie Transporte mit Waren des täglichen Bedarfs auf die Strassen.

6.23 Uhr – 70.000 Infektionen

Die Zahl der Infektionen mit dem neuen Coronavirus hat in China 70.000 überstiegen. Mit 105 neuen Todesfällen innerhalb eines Tages sind jetzt 1770 Todesfälle zu beklagen, wie die nationale Gesundheitskommission NHC am Montag in Peking mitteilte. Die bestätigten Ansteckungen nahmen um 2048 zu und erreichten landesweit 70.548.

Besonders schwer ist in Zentralchina die 60 Millionen Einwohner zählende Provinz Hubei mit der Metropole Wuhan betroffen. Dort sind allein 58.182 Infektionen und 1696 Todesfälle durch das Sars-CoV-2 genannte Virus bestätigt. Das sind 1933 Infektionsfälle und 100 Tote mehr als am Vortag, wie die örtliche Gesundheitsbehörde am Montag mitteilte.

In der Provinz waren am Sonntag verschärfte Regeln eingeführt worden, um die Virus-Verbreitung einzugrenzen. Unter anderem wurden die Städte der Provinz angewiesen, die Strassen für alle Privatwagen zu sperren.

Sonntag, 16. Februar 2020

12.31 Uhr – Erster Toter in Taiwan

Taiwan meldet nun auch den ersten Coronavirus-Toten. Ein über 60 Jahre alter Mann sei an den Folgen der Infektion gestorben, teilt Gesundheitsminister Chen Shih Chung mit. Der Mann sei in letzter Zeit nicht ins Ausland gereist und habe daneben als Vorerkrankungen Diabetes und Hepatitis B gehabt.

Insgesamt sind bislang in Taiwan 20 Infektionsfälle registriert. Zuvor hatte es Todesfälle außerhalb von China lediglich in Frankreich, Japan, der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong und auf den Philippinen gegeben.

11.54 Uhr – Fahrverbot in Hubei

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, erlässt die Regierung in der besonders betroffenen chinesischen Provinz Hubei ein Fahrverbot. Davon ausgenommen seien Polizeiautos, Krankenwagen, Fahrzeuge mit lebenswichtigen Gütern oder solche, die für den öffentlichen Dienst benötigt würden, teilt die Regionalregierung mit.

Zudem würden regelmäßig Gesundheitskontrollen für alle Einwohner der Provinz vorgenommen. Auch könnten Firmen erst wieder ihre Arbeit aufnehmen, wenn sie eine Genehmigung der Regierung erhalten haben.

10.33 Uhr – Gesunde Kanadier werden abgeholt

Die kanadische Regierung holt einen Teil ihrer Staatsbürger ab, die sich auf dem Kreuzfahrtschiff «Diamond Princess» befinden. Passagiere, die keine Krankheitsymptome zeigten, würden mit einem Flugzeug in die Heimat gebracht, teilte die Regierung mit. Mit dem Coronavirus infizierte Staatsbürger würden dagegen dem japanischen Gesundheitssystem übergeben, um eine angemessene Behandlung sicherzustellen.

9.16 Uhr – Weitere Passagiere infiziert

Weitere 70 Passagiere, die sich an Bord des Kreuzfahrtschiffs Diamond Princess befinden, sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das japanische Gesundheitsministerium mit. Das Schiff liegt seit dem 3. Februar in Japan unter Quarantäne vor Anker. Insgesamt seien nun 355 Menschen an Bord mit dem Virus infiziert. Auf dem Schiff befinden sich rund 3700 Passagiere und Crewmitglieder.

8.14 Uhr – Opferzahlen

In der besonders betroffenen Provinz Hubei starben weitere 139 Menschen an den Folgen der Erkrankung, wie die dortigen Gesundheitsbehörden am Sonntag mitteilten. Damit stieg die Zahl der Todesopfer in China seit dem Auftauchen des Virus im Dezember auf mindestens 1662.

Die Provinz Hubei meldete zudem 1843 neue Fälle einer Infektion mit dem Virus. Gesamtzahl der bekannten Erkrankungen in der Provinz rund um die Stadt Wuhan liegt damit bei 56.249. Chinaweit infizierten sich damit bisher mehr als 68.000 Menschen.

Samstag, 15. Februar 2020

16.32 Uhr – iPhones für Passagiere

Die Situation auf der Diamond Princess ist für die 3600 Passagiere und Crewmitglieder eine psychische Belastung. Das Kreuzfahrtschiff steht wegen eines Coronavirus-Ausbruchs im japanischen Hafen Yokohama unter Quarantäne.

Am Samstag meldeten die Behörden 65 Neuinfizierungen an Bord. Damit sind jetzt bereits 285 Passagiere erkrankt. Wie die Bild-Zeitung berichtet, sollen nun alle Reisende der Diamond Princess einen iPhone 6 bekommen. Damit sollen die Passagiere besser mit den Ärzten und den Behörden kommunizieren.

Bei virtuellen Sprechstunden werden die Passagiere gebeten, ihre Körpertemperatur regelmäßig mitzuteilen. Tritt bei jemand Fieber auf, kann das zuständige Ärzteteam sofort intervenieren. Auf diesem Weg können zudem Medikamente bestellt werden. Via Handy werden den Reisenden auch Neuigkeiten zum Quarantäne-Verlauf, der Diagnostik und Verhaltensregeln in die Kabinen geschickt. Die Quarantäne für das Schiff gilt noch bis mindestens zum 19. Februar.

10.56 Uhr – Erster Toter in Frankreich

Erstmals ist ein an dem neuartigen Coronavirus erkrankter Mensch in Europa gestorben. Ein 80-jähriger chinesischer Tourist sei in einem Pariser Krankenhaus der Krankheit erlegen, teilte die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn am Samstag mit.

Der 80-Jährige stammte aus der schwer betroffenen zentralchinesischen Provinz Hubei, in der auch Wuhan liegt. Der Tourist war Anfang Februar auf die Intensivstation des Krankenhauses Bichat in der französischen Hauptstadt gebracht worden.

Sie sei am Freitag über den Tod des Mannes informiert worden, sagte Buzyn am Samstag. Der Patient sei mehrere Tage in kritischem Zustand gewesen.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sin mir nët e bessen mautsch am 03.02.2020 10:55 Report Diesen Beitrag melden

    E Sonnden as e Flug vun der Cargolux op Shanghai gaangen, deen medizinescht Material dohinner transportéiert, vu wou ët hir koum .... Ween ët fäerdeg bréngt, an 10 Deeg e Spidol ze bauen, denn produzéiert esou Material an 2 Minuten. De Mega-Gewënner as alt nees d'Pharmaindustrie. BSE; Vullegripp; Schwéngschnapp; Kanarien-Pescht; Krokodillen-Houscht a waat déi séch soss nach alles afaalen gelooss hun an waerten. A mir I...... faalen ëmmer nees drop eran.

    einklappen einklappen
  • Robbes am 03.02.2020 08:22 Report Diesen Beitrag melden

    Schrecklich, diese Hysterie! Das Grippevirus (Influenza) 2017/2018 hat allein in Deutschland 25.100 Todesopfer gefordert (Quelle: Robert-Koch-Institut Berlin). Es war viel agressiver als das Corona-Virus.

  • Léon am 26.01.2020 23:55 Report Diesen Beitrag melden

    Notre spécialiste Schneider ou est-il j’attends son prochain discours pour rire

Die neusten Leser-Kommentare

  • jimbo am 23.02.2020 20:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    2018 gouffen et 134 Doudeger am Wanter duerch dGrippe, do huet keen esou eng opgefouert...

    • Lisi am 24.02.2020 12:26 Report Diesen Beitrag melden

      Wann se all esou denken wéi Dir dann sin mer ob der gewonnener Sait.

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  • Léon am 15.02.2020 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Selon les dires de notre ministre de la santé pas de problème,c’est la preuve qu’il ne connaît rien à la santé. C’est la preuve qu’il a reçu ce poste (entre copains )et qu’il a une incompétence totale sur le sujet de cette maladie Un ministre de la santé doit être médecin et pas un clowns

  • احمق آلمانی am 11.02.2020 19:14 Report Diesen Beitrag melden

    Fast 42.000 Menschen sind erkrankt ... 42000000/1386000000 = 0.0303030303 https://en.wikipedia.org/wiki/Pandemic_severity_index

  • Daniel am 11.02.2020 00:50 Report Diesen Beitrag melden

    Damit steigt die Mortalitätsrate, die vor etwa zwei Wochen noch bei ca. 2% war, jetzt fast auf etwa 4% an. Das kann aber statistisch wegen des Krankheitsverlauf begründet sein.

  • JACK am 10.02.2020 15:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @ Robbes haal op blodsinn ze zielen dat war weltweit. Jong