Sudan

25. Oktober 2021 07:35; Akt: 25.10.2021 07:40 Print

Bewaffnete nehmen Regierungsvertreter fest

Seit Wochen droht der Machtkampf zwischen Militär und den zivilen Vertretern der Regierung im Sudan zu eskalieren. Erst im September ist ein Putschversuch gescheitert.

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Demonstranten gehen im Oktober im Sudan auf die Straße. (Bild: Archiv)

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Im Sudan ist es offenbar zu einem erneuten Putschversuch aus den Reihen des Militärs gekommen. Mindestens fünf führende Regierungsvertreter seien am frühen Montagmorgen festgenommen worden, erfuhr die Nachrichtenagentur «AP» aus informierten Kreisen. Der Gewerkschaftsverband SPA, der 2019 auch die Proteste gegen den daraufhin abgesetzten Langzeitmachthaber Omar al-Baschir angeführt hatte, rief die Menschen im Land auf, auf die Straße zu gehen, um eine Machtübernahme des Militärs zu verhindern. Die Organisation «NetBlocks» meldete großflächige Ausfälle des Internets im Land.

Festgenommen wurden den Angaben zufolge Industrieminister Ibrahim al-Sheikh, Informationsminister Hamza Baloul, Mohammed al-Fiky Suliman vom regierenden Souveränitätsrat und Faisal Mohammed Saleh, Medienberater von Ministerpräsident Abdalla Hamdok. Auch Ayman Khalid, der Gouverneur der Hauptstadtregion Khartum, sei verhaftet worden, hieß es auf seiner offiziellen Facebook-Seite.

Wo sich Regierungschef Hamdok aufhielt, blieb zunächst unklar. Örtliche Medien berichteten, dass sein Haus von Sicherheitskräften umstellt worden sei. In den vergangenen Wochen hatten die Spannungen zwischen dem Militär und dem zivilen Teil der Regierung zugenommen. Im September kam es zu einem gescheiterten Putschversuch von Militäroffizieren.

(L'essentiel/DPA/dmo)

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  • Amin am 25.10.2021 20:09 Report Diesen Beitrag melden

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