US-Wahlen 2020

30. September 2020 04:41; Akt: 30.09.2020 05:36 Print

Biden nennt Trump einen Rassisten

Der erste direkte Schlagabtausch zwischen den Präsidentschaftskandidaten war geprägt von gegenseitigen Vorwürfen und Beschimpfungen.

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Herausforderer Joe Biden attackierte den US-Präsidenten scharf. (Bild: DPA/Morry Gash)

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In der Fernsehdebatte der beiden Präsidentschaftskandidaten in den USA hat Herausforderer Joe Biden Amtsinhaber Donald Trump als Rassisten bezeichnet. Der Kandidat der Demokratischen Partei hielt Trump vor, er habe nach dem Tod von George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz Ende Mai versucht, «rassistischen Hass zu erzeugen, rassistische Spaltung».

Trump reagierte darauf mit der Anschuldigung, Biden habe die Black Community, die Gemeinschaft der Schwarzen in den USA, schlechter behandelt als jeder andere und sie als «Super-Raubtiere» bezeichnet. Biden rief dazu auf, Kindern welcher Hautfarbe auch immer endlich umfassende Chancengleichheit zu ermöglichen. «Wir können den Rassismus in Amerika überwinden.» Aber Trump schaue auf alle herab, die kein Geld oder eine andere Hautfarbe hätten.

Regierung habe für Ruhe gesorgt

Zu den teilweise gewaltsamen Unruhen im Anschluss an den Tod von George Floyd in Minneapolis sagte Trump, die Regierung habe dort wieder für Ruhe gesorgt, «weil wir an Recht und Ordnung glauben - und du tust dies nicht, Joe», fügte der Präsident hinzu.

Bei den Unruhen in Portland und Kenosha handle es sich um ein Problem von links, nicht von rechts. Biden betonte erneut: «Gewalt ist nie richtig, nur friedlicher Protest ist es.» Wenn er zum Präsidenten gewählt würde, wolle er Bürgerrechtsgruppen und Polizeibehörden im Weißen Haus zusammenbringen und auf eine Überwindung der Spaltung hinwirken.

Verheerende Bilanz Trumps

Biden bescheinigte Amtsinhaber Donald Trump zudem eine verheerende Regierungsbilanz. «Sie sind der schlechteste Präsident, den Amerika je hatte», sagte Biden über seinen Kontrahenten.

Trump und Biden lieferten sich über weite Strecken der Debatte einen heftigen Schlagabtausch. Vor allem der Präsident fiel seinem Herausforderer immer wieder ins Wort. «Es ist schwer, bei diesem Clown überhaupt zu Wort zu kommen», sagte Biden.

(hoc/L'essentiel/dpa)

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