«Super Tuesday»

04. März 2020 07:15; Akt: 04.03.2020 07:29 Print

Biden und Sanders zeigen sich siegessicher

Nach seinem bisherigen Erfolgskurs am «Super Tuesday» zeigt sich Joe Biden siegessicher. Bernie Sanders liegt nach ersten Berechnungen im wichtigsten Bundesstaat Kalifornien vorne.

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Landesweite Umfragen sehen Sanders derzeit als Favoriten für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten. (Bild: DPA/Matt Rourke)

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Beflügelt von seinem bisherigen Erfolgskurs am «Super Tuesday» hat sich US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden vor Anhängern siegessicher gezeigt. «Wir sind sehr lebendig», sagte der frühere US-Vizepräsident am Dienstagabend (Ortszeit) in Los Angeles. «Es ist ein guter Abend und er scheint sogar noch besser zu werden.» Nicht umsonst werde die Abstimmung in 14 US-Bundesstaaten «Super Tuesday» genannt, sagte Biden.

Biden ging am Dienstag in mehreren Staaten - darunter in North Carolina und Virginia - als Sieger hervor. Damit lag er zunächst deutlich vor dem linken Senator Bernie Sanders. Allerdings standen Ergebnissen aus zahlreichen und teils gewichtigen Bundesstaaten noch aus.

«Wir sind besser als dieser Präsident. Also steht wieder auf und nehmt euch das Land zurück», sagte Biden. Auch Sanders zeigte sich sicher, das Rennen um die Nominierung der Demokraten gewinnen zu können. «Heute Abend sage ich euch mit absoluter Zuversicht, dass wir die demokratische Nominierung gewinnen werden und wir den gefährlichsten Präsidenten in der Geschichte dieses Landes schlagen werden», sagte Sanders in seinem Heimat-Bundesstaat Vermont.

Landesweite Umfragen sehen Sanders derzeit als Favoriten für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten. Allerdings hatte Biden dank eines eindeutigen Sieges am Wochenende in South Carolina nach enttäuschenden Ergebnissen in den ersten drei Vorwahlstaaten wieder Boden gut gemacht. Vor dem «Super Tuesday», der als wichtigster Termin im Vorwahlkalender gilt, hatte er zudem die Unterstützung von Demokraten bekommen, die zuvor aus dem Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur ausgestiegen waren.

Bloomberg schwächelt beim «Super Tuesday»

Der frühere Bürgermeister von New York, Michael Bloomberg, hat nach bisherigem Stand keine großen Siege vorzuweisen. Nach den ersten Prognosen aus zehn Bundesstaaten konnte Bloomberg keinen einzigen Staat für sich gewinnen. Er überschritt demnach zwar in mehreren Bundesstaaten die Schwelle von 15 Prozent der Stimmen, um sich einzelne Delegiertenstimmen für den Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer zu sichern, bei denen die Partei ihren Präsidentschaftskandidaten kürt. Er schaffte es aber in keinem der Staaten auf den ersten Rang.

Die Prognosen aus vier weiteren Bundesstaaten standen am späten Dienstagabend (Ortszeit) noch aus. Bloomberg gewann eine Vorwahl - allerdings nur in einem US-Außengebiet. Die Fernsehsender CNN, ABC und NBC sahen den 78-Jährigen am Dienstagabend (Ortszeit) übereinstimmend in Amerikanisch-Samoa als Sieger. Dort werden allerdings nur sechs Delegiertenstimmen vergeben.

Bloomberg war spät ins Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten eingestiegen und stand am Dienstag erstmals auf den Wahlzetteln. Vor dem «Super Tuesday» hatte er US-Medienberichten zufolge Hunderte Millionen Dollar in TV-Werbung investiert.

US-Präsident Donald Trump spottete auf Twitter, «Mini Mike» Bloomberg sei der «größte Verlierer» des Abends. Er habe Hunderte Millionen Dollar verschwendet und nichts als die «komplette Zerstörung seines Rufes» erreicht.

(L'essentiel/dpa)

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