Vor US-Wahlen

23. September 2020 15:14; Akt: 23.09.2020 15:25 Print

Bloomberg zahlt Strafen von 32.000 Ex-​​Häftlingen

Der Milliardär und Ex-Präsidentschaftskandidat Michael Bloomberg bezahlt in Florida Strafen und Gebühren von Ex-Häftlingen, damit diese wählen können.

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Eine Spendenaktion von US-Milliardär Michael Bloomberg hat 16 Millionen Dollar eingebracht. Geld, das verwendet wird um die Strafen von 32.000 Ex-Gefängnisinsassen abzubezahlen. Die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger schuldeten Strafen von je bis zu 1500 Dollar. Dies meldete das Newsportal Axios. Bloomberg , Ex-Bürgermeister von New York, war Präsidentschaftskandidat der Demokraten, beendete aber seine Kampagne im März 2020.

In den USA dürfen Insassen nicht wählen. Der republikanisch regierte Bundesstaat Florida verschärfte das Gesetz vor zwei Jahren dahingehendend, dass erst wählen darf, wer allen seinen finanziellen Obligationen gegenüber dem Staat nachgekommen ist. Für die Menschen aus den tieferen Einkommensschichten, die in den Gefängnissen überproportional vertreten sind, sind diese Strafen oftmals schwierig abzubezahlen.

Schlüsselstaat Florida

Demokraten monierten bei der Einführung des Gesetzes, dass es sich gegen Menschen mit geringem Einkommen richte. Wählerinnern und Wähler, die eher der demokratischen als der republikanischen Partei zugewandt sind. Über einen Sprecher ließ Bloomberg mitteilen: «Das Stimmrecht ist fundamental wichtig für unsere Demokratie und keinem Amerikaner sollte dieses Recht vorenthalten werden.» Man sei entschlossen, Entmündigung und und die Diskriminierung dahinter zu beenden.

Für den Ausgang der Präsidentschaftswahl vom 3. November gilt Florida als Schlüsselstaat, wer ihn gewinnt, dem sagen Beobachter eine hohe Wahrscheinlichkeit voraus, die Wahl zu gewinnen. Florida ist aber auch ein notorisch ausgeglichener Staat. Im Jahr 2000 gewann George W. Bush mit lediglich 537 Stimmen Vorsprung, nachdem das Oberste Bundesgericht eine Nachzählung stoppte. 2008 gewann Barack Obama mit 51 Prozent Wähleranteil in Florida hauchdünn vor John McCain.

In aktuellen Umfragen im Bundesstaat führt Joe Biden (48,1 Prozent) knapp vor Amtsinhaber Donald Trump (46,1 Prozent). In den letzten Wochen verringerte sich Bidens Vorsprung, der im Sommer noch mehr als 7 Prozent betragen hatte.

(L'essentiel/Lucas Orellano)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sarkast-opgepasst! am 24.09.2020 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Was für eine Verzweiflung, dass man sogar die Stimmen der Knackies braucht...

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  • Sarkast-opgepasst! am 24.09.2020 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

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