«Keine abnormale Ästhetik»

02. September 2021 22:14; Akt: 02.09.2021 22:14 Print

China diktiert TV-​​Sendern Männlichkeitsideal

Per Anordnung weist die Regierung Fernsehsender an, ein traditionelles Männerbild zu forcieren. Das soll gut für die «nationale Verjüngung» sein.

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Die chinesische Regierung will im Fernsehen nur noch Mannsbilder mit klar maskuliner Ausstrahlung sehen. Die Sender müssten «verweichlichten Männern und anderer abnormer Ästhetik entschlossen ein Ende machen», heißt es in einer Anordnung am Donnerstag, in der das Schimpfwort «Niang Pao» (wörtlich übersetzt etwa «Mädchenpistolen») für solche Persönlichkeiten verwendet wurde.

Regierung will lieber traditionelle chinesische Kultur sehen

Die Anordnung reiht sich ein in die von Staats- und Parteichef Xi Jinping ausgerufene Kampagne zur «nationalen Verjüngung» mit einer stärkeren Kontrolle von Wirtschaft, Bildung, Kultur und Religion durch die Kommunistische Partei. Aufmerksamkeit für Prominente gilt dabei als ungesund. Den Behörden sind chinesische Popstars suspekt, die sich vom eleganten bis mädchenhaften Auftreten südkoreanischer und japanischer Sänger beeinflussen lassen, anstatt chinesische Jünglinge zu männlichem Auftreten anzuhalten.

Das Fernsehen solle auch keinen Reichtum und keine «ordinären Internet-Prominenten» mehr bewundern, heißt es weiter. Vielmehr sollten die Programme die hervorragende sozialistische, revolutionäre und traditionell chinesische Kultur fördern. Fernsehbeiträge über die Kinder von Prominenten sind ebenfalls verboten. Die Sender sollen zudem Künstlerinnen und Künstler meiden, die gegen die öffentliche Ordnung verstoßen oder sich «unmoralisch» verhalten haben.

Erst am Mittwoch war der Zugang Minderjähriger zu Onlinespielen auf maximal drei Stunden pro Woche begrenzt worden, und zwar nur freitags, an den Wochenenden und an Feiertagen.

(L'essentiel/DPA/pme)

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