Trumps rassistische Tweets

15. Juli 2019 07:04; Akt: 15.07.2019 07:06 Print

Demokratinnen sollen in ihre Heimat zurück

Der US-Präsident empört mit Twitter-Botschaften über demokratische Politikerinnen, die in den USA geboren sind.

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Donald Trump forderte mehrere Politikerinnen der Demokraten zur Rückkehr in die Herkunftsländer ihrer Familien auf. Er nannte in seiner Äußerung auf Twitter am Sonntag zwar keine Namen, seine Bezugnahme auf «progressive demokratische Kongressabgeordnete» war aber unschwer erkennbar auf junge Wortführerinnen der Demokraten wie Alexandria Ocasio-Cortez, Ilhan Omar sowie Rashida Tlaib gemünzt.

Trump warf den Politikerinnen vor, den «Bürgern der Vereinigten Staaten, der größten und mächtigsten Nation der Erde, bösartig zu erzählen, wie unsere Regierung geführt werden muss». Diese Frauen stammten aus Ländern, «deren Regierungen eine völlige Katastrophe, die schlechtesten, korruptesten und unfähigsten» in der Welt seien. «Warum gehen sie nicht zurück und helfen dabei, die völlig zerrütteten und von Verbrechen durchsetzten Orte, von denen sie herkommen, wieder aufzubauen?»

Vorwurf des Rassismus

Die Vorfahren der in New York geborenen Ocasio-Cortez stammen aus dem US-Übersee-Territorium Puerto Rico. Tlaib, die in Detroit geboren wurde, hat palästinensische Wurzeln. Omar floh als Kind aus Somalia und kam als Flüchtling in die USA. Sie ist die erste schwarze Muslimin im Kongress. Die Afroamerikanerin Pressley wurde in Cincinnati geboren.

Die vier Politikerinnen reagierten scharf auf Trumps Äußerungen. «Ich bekämpfe Korruption in unserem Land», schrieb Tlaib. «Ich tue es jeden Tag, indem ich als Abgeordnete Rechenschaft von Ihrer Regierung einfordere.» Pressley schrieb über Trumps Tweets: «So sieht Rassismus aus. Wir sind, wie Demokratie aussehen sollte.»

Ocasio-Cortez warf Trump vor, wütend zu sein, weil er sich die USA nicht als Land vorstellen könne, in dem Menschen wie sie ihren Platz hätten. Omar schrieb auf Twitter, Trump schüre «weißen Nationalismus», weil er wütend sei, dass Politikerinnen wie sie im Kongress sässen und seine «hasserfüllte Agenda» bekämpften.

Scharfe Reaktionen

Scharfe Kritik an Trump äußerten auch prominente Präsidentschaftsbewerber der Demokraten. «Rassismus und Fremdenfeindlichkeit haben keinen Platz in Amerika», schrieb Ex-Vize-Präsident Biden. Senatorin Warren bezeichnete Trumps Äußerungen ebenfalls als «rassistisch und fremdenfeindlich». Die afroamerikanische Senatorin Kamala Harris schrieb auf Twitter, Trumps «rassistische Attacke» sei «un-amerikanisch».

Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Pelosi, wies Trumps Äußerungen als «fremdenfeindlich» zurück. Sie zielten darauf ab, «unsere Nation zu spalten». Pelosi selbst hat ein angespanntes Verhältnis zu Ocasio-Cortez und den anderen Abgeordneten. Sie befürchtet, eine zu liberale Agenda könne die Chancen der Demokraten mindern, Trump bei der Präsidentschaftswahl 2020 zu besiegen.

(L'essentiel/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Renate am 15.07.2019 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich kommt Trump nicht auf die Idee nach Deutschland zurückzukommen.

  • Fonsi am 15.07.2019 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    Trumps Ehefrau Melania sollte zurück nach Slowenien wo sie herkommt.

  • Manni am 15.07.2019 07:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oh Trump, bist selbst kein echter Ami, denn den gibt es fast nicht mehr, weil ihr (deine Vorahnen) sie fast alle ausgerottet habt! Was seid ihr doch eine stolze Nation....

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  • Fonsi am 15.07.2019 09:50 Report Diesen Beitrag melden

    Trumps Ehefrau Melania sollte zurück nach Slowenien wo sie herkommt.

  • Renate am 15.07.2019 09:19 Report Diesen Beitrag melden

    Hoffentlich kommt Trump nicht auf die Idee nach Deutschland zurückzukommen.

  • Manni am 15.07.2019 07:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Oh Trump, bist selbst kein echter Ami, denn den gibt es fast nicht mehr, weil ihr (deine Vorahnen) sie fast alle ausgerottet habt! Was seid ihr doch eine stolze Nation....