Trotz Ausgangssperre

02. Juni 2020 12:02; Akt: 02.06.2020 12:28 Print

Demonstranten plündern Geschäfte in New York

Im Zug der Proteste gegen Polizeigewalt ist es in New York trotz Ausgangssperre erneut zu Plünderungen gekommen. Jetzt darf schon ab 20 Uhr niemand mehr auf die Straße.

Seit vier Tagen kommt es immer wieder zu Massenprotesten in New York. Das Video zeigt wie Plünderer am Samstag in das berühmte Warenhaus Macy’s eindringen.

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In New York ist es bereits in der vierten Nacht in Folge zu Massenprotesten gekommen. Bis zu 6000 Menschen nahmen vor allem in den Stadtteilen Manhattan und Brooklyn an den Protesten teil, wie US-Medien unter Berufung auf Behörden berichteten. Die meisten Proteste verliefen friedlich. Mancherorts aber lief es aus dem Ruder: Einige Demonstranten warfen Glasflaschen und Müll auf Polizisten, schlugen Fensterscheiben ein, legten Feuer in Mülleimern und zündeten Autos an. Die Manhattan Bridge zwischen Brooklyn und Manhattan wurde vorübergehend gesperrt.

Videos zeigen Gruppen junger Menschen, wie sie durch Manhattan ziehen und in zahlreiche Geschäfte eindringen. Darunter waren Läden von Microsoft, Rolex und mehrere Boutiquen an der berühmten Fifth Avenue. Auch das Kaufhaus Macy's wurde attackiert. Im Polizeibericht war von «zahlreichen» geplünderten Geschäften und «hunderten» Festnahmen die Rede.

Ausgangssperre jetzt bereits ab 20 Uhr

Wegen der anhaltenden Unruhen hat New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio die nächtlich Ausgangssperre um drei Stunden angepasst: Heute, Dienstag, beginnt diese dann schon um 20 Uhr statt wie am Montag erst um 23 Uhr. Bis Mittwochmorgen 5 Uhr darf dann niemand auf die Straße. Die Maßnahme werde in Absprache mit Gouverneur Andrew Cuomo ergriffen, um die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten. Die Polizeipräsenz werde erhöht. Die Stadt sei «vollkommen unter Kontrolle und überwiegend ruhig und friedlich», versicherte de Blasio.

Auch in Philadelphia oder vor dem Weißen Haus hatten sich am Montag erneut Demonstranten versammelt. Am Weißen Haus fuhren zahlreiche Militärfahrzeuge mit Soldaten der Nationalgarde auf, wie auf den Fernsehbildern zu sehen war.In Washington soll um 19 Uhr erneut eine Ausgangssperre in Kraft treten.

40 Städte betroffen

Das Land wird seit Tagen von schweren Unruhen erschüttert. Auslöser war der Tod von George Floyd durch das brutale Vorgehen eines weißen Polizisten in der Großstadt Minneapolis vor einer Woche.

Im ganzen Land breiteten sich daraufhin Proteste aus, die in zahlreichen Metropolen zu in Ausschreitungen und Plünderungen führten. Vor New York hatten bereits mindestens 40 Städte in den USA nächtliche Ausgangssperren verhängt, darunter auch die Hauptstadt Washington.

(L'essentiel/SDA)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • TheRealGrumpyCat am 02.06.2020 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Was meinte Mr. President noch vor einigen Wochen? Dass Europa die Corona-Krise schlecht bewältigt hat...! Aber bei Ihm läuft es hervorragend! Thumbs up!

Die neusten Leser-Kommentare

  • TheRealGrumpyCat am 02.06.2020 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Was meinte Mr. President noch vor einigen Wochen? Dass Europa die Corona-Krise schlecht bewältigt hat...! Aber bei Ihm läuft es hervorragend! Thumbs up!