Fidel Castro ist tot

26. November 2016 08:45; Akt: 26.11.2016 08:49 Print

Der «Maximo Lider» verliert sein letztes Gefecht

Kubas früherer Präsident Fidel Castro ist einem Bericht des kubanischen Fernsehens zufolge im Alter von 90 Jahren gestorben.

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Der kubanische Revolutionsführer und frühere Staatschef Fidel Castro ist tot. Wie sein Bruder, Staatschef Raúl Castro, im staatlichen Fernsehen mitteilte, starb er am späten Freitagabend um 22.29 Uhr im Alter von 90 Jahren.

«Es ist eine Tragödie», sagte die 22-jährige Dayan Montalvo zu Tod von Castro. «Wir sind alle mit ihm aufgewachsen. Ich fühle mich richtig verletzt durch die Nachricht, die wir gerade hören»

Die Leiche des Revolutionsführers solle verbrannt werden, sagte Raúl Castro weiter. Das sei der Wunsch seines Bruders gewesen. Fidel Castro regierte Kuba 47 Jahre lang. Er trotzte in der Zeit zehn US-Präsidenten. Auch nach seinem krankheitsbedingten Rückzug 2006 bestimmte er als graue Eminenz im Hintergrund die Geschicke der sozialistischen Karibikinsel mit.

Kampf gegen Diktator Batista

Geboren wurde Castro laut offizieller Biografie am 26. Juli 1926 in Biran im Osten Kubas. Schon als Kind empfand er die sozialen Verhältnisse auf der Insel als zutiefst ungerecht. Als junger Rechtsanwalt nahm er den Kampf gegen den Diktator Fulgencio Batista auf.

Nach dem gescheiterten Überfall auf die Moncada-Kaserne 1953 und einigen Jahren im Exil landete er Ende 1956 mit rund 80 Mitkämpfern auf Kuba und begann in den Bergen den Guerillakampf. Im Januar 1959 zogen seine Truppen siegreich in Havanna ein.

Mit einer Landreform und der Verstaatlichung von Unternehmen machte sich Castro schnell die USA zum Feind, die die Insel mit einem Handelsembargo belegten. Hilfe fand Kuba bei der Sowjetunion, von der die Insel immer abhängiger wurde.

Der Zusammenbruch des Ostblocks stürzte Kuba nach 1990 in eine schwere Wirtschaftskrise, die das kommunistischen System aber allen Unkenrufen zum Trotz überlebte. Der Not gehorchend rangen sich Fidel und sein Bruder Raúl Castro zu begrenzten marktwirtschaftlichen Reformen durch.

Mit seiner Unbeugsamkeit gegenüber Washington fand Castro aber in Lateinamerika auch über das linke Lager hinaus Anerkennung.

Skepsis gegen Aussöhnung

Als sich der greise Revolutionsführer kurz vor seinem 80. Geburtstag einer schweren Operation unterziehen musste, gab er am 31. Juli 2006 seines Ämter zunächst provisorisch an seinen fünf Jahre jüngeren Burder Raúl ab. Mit der Neukonstituierung des Staatsrat 2008 übernahm Raúl dauerhaft die Führung des Landes.

Die historische Aussöhnung zwischen Kuba und den USA, die in der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen 2015 und dem Besuch von Präsident Barack Obama in Havanna im März 2016 gipfelte, verfolgte Fidel Castro mit unüberhörbarer Skepsis.

(L'essentiel/foa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • De Grand-Sack am 27.11.2016 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe einen Freund verloren? Hasta la victoria siempre!!! Das Glück zu haben dich persönlich kennen lernen zu dürfen war ein Privileg!!!!!!!!!! Äddi Fidel!!!!!!!!

Die neusten Leser-Kommentare

  • De Grand-Sack am 27.11.2016 09:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ich habe einen Freund verloren? Hasta la victoria siempre!!! Das Glück zu haben dich persönlich kennen lernen zu dürfen war ein Privileg!!!!!!!!!! Äddi Fidel!!!!!!!!