Nord Stream 2

21. Juli 2021 07:19; Akt: 21.07.2021 07:27 Print

Deutschland und USA vor Einigung im Pipeline-​​Streit

«Die Deutschen haben nützliche Vorschläge gemacht», sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums in Bezug auf Nord Stream 2.

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Joe Biden und Angela Merkel wollen Russland daran hindern, Energieströme als Waffe einzusetzen: Ein Nord-Stream-2-Wegweiser im Nordosten Deutschlands. (Archivbild) (Bild: AFP/Odd Andersen)

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Im Streit um die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 stehen die USA nach eigenen Angaben kurz vor einer Einigung mit Deutschland. «Wir haben noch keine endgültigen Details zu verkünden, aber ich denke, ich kann bald mehr sagen», sagte der Sprecher des US-Außenministeriums Ned Price am Dienstag. «Die Deutschen haben nützliche Vorschläge gemacht», sagte er mit Blick auf den Besuch der deutschen Kanzlerin Angela Merkel bei US-Präsident Joe Biden in der vergangenen Woche im Weißen Haus.

Man sei dem gemeinsamen Ziel näher gekommen, um «Russland daran zu hindern, Energieströme als Waffe einzusetzen», sagte Price. Merkel hatte bei ihrem Besuch in Washington Differenzen mit Präsident Biden eingeräumt. Beide waren sich aber einig, dass die Ukraine ein Transitland für russisches Erdgas bleiben müsse – auch nach der Inbetriebnahme von Nord Stream 2.

Jahrelange Spannungen zwischen Berlin und Washington

Nord Stream 2 soll russisches Erdgas nach Deutschland transportieren. Die inzwischen fast fertiggestellte Pipeline sorgt bereits seit Jahren für Spannungen sowohl innerhalb Europas als auch zwischen Berlin und Washington.

Biden steht dem Projekt äußerst kritisch gegenüber. Die USA befürchten eine stärkere Abhängigkeit Europas von russischem Gas und wirtschaftlichen Schaden für die traditionellen Transitländer für russisches Gas, allen voran für die Ukraine.

Dennoch positionierte sich Biden nach seinem Amtsantritt im Januar dagegen, die an Nord Stream 2 beteiligten Unternehmen mit Sanktionen zu belegen. «Als ich Präsident wurde, war die Pipeline zu 95 Prozent fertig. Sanktionen machten da keinen Sinn», begründete er den Schritt vergangene Woche. Er habe sich stattdessen zur Zusammenarbeit mit Deutschland entschieden.

(L'essentiel/AFP/chk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Octopus am 21.07.2021 08:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    A weivill kascht den Gas lo wiirklech wann mer den Obulus fir USA lo matrechnen, well et geet em neicht aanescht wei Cash. Ukraine as den USA dach esou eppes vun egal, soss hätten de Bibi an O-boma deemols eppes gemaat, mais bon.

  • Pakito am 21.07.2021 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    Do geseis de dat de Biden en Läppi as den Trump wär dat egal gewiecht den hätt direkt Sanktiounen verhaang an dat wär och richteg esou. Et as schro wann USa de Schwanz beizeihen anstatt haart durchzegreifen.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Octopus am 21.07.2021 08:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    A weivill kascht den Gas lo wiirklech wann mer den Obulus fir USA lo matrechnen, well et geet em neicht aanescht wei Cash. Ukraine as den USA dach esou eppes vun egal, soss hätten de Bibi an O-boma deemols eppes gemaat, mais bon.

  • Pakito am 21.07.2021 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    Do geseis de dat de Biden en Läppi as den Trump wär dat egal gewiecht den hätt direkt Sanktiounen verhaang an dat wär och richteg esou. Et as schro wann USa de Schwanz beizeihen anstatt haart durchzegreifen.

    • Trump biggest Loser am 21.07.2021 11:18 Report Diesen Beitrag melden

      Dat enzeg wat den Trump gema huet ass d'Klima teschend den Länner an seguer teschend sein eegen Volek ze verschlechtren. Heen war den schlechtesten Präsident den USA je haat. Amerika war am gaangen alleng do ze stoen. Daat wat den Biden mecht nennt een Diplomatie, Kompromisser fannen fir daat grad n eicht eskaleiert. Grouss Politiker hun daat un sech.

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