Augenzeugen

15. März 2019 09:27; Akt: 15.03.2019 09:56 Print

«Die Moschee war voller Blut»

Mindestens 40 Personen sind in Neuseeland bei einem Angriff auf zwei Moscheen getötet worden. Augenzeugen berichten von der Tat.

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«Als wir mit dem Beten anfingen, hörten wir mehrere Schüsse», sagt Idris Khairuddin, ein 14-jähriger Junge, gegenüber «The New Zealand Herald». «Zuerst dachten wir der Lärm komme von Bauarbeiten. Aber plötzlich begannen Leute zu schreien und rannten weg. Auch ich begann zu rennen, immer weiter weg, über Mauern und Zäune.»

Idris blieb beim Attentat unverletzt. Sein Onkel hatte weniger Glück. Der Täter schoss ihm in den Rücken. «Ich hoffe es ist nicht zu schlimm», sagt Idris.

«Überall lagen Leichen»

Auch Azam Ali war in der Moschee als der Täter angriff: «Zuerst hörten wir die Schüsse vor der Moschee, trotzdem setzten wir unser Gebet fort. Dann war der Täter plötzlich drinnen. Er eröffnete das Feuer und wir versuchten uns in Deckung zu bringen. Einige Menschen versuchten zu flüchten und wurden dabei erschossen. Als wir nach fünf Minuten unsere Deckung verließen, lagen überall Leichen auf dem Boden.»

Laut Mohammad Jama waren 250 Menschen im Gebetssaal zum Zeitpunkt des Angriffs. «Der Mann schoss einfach in die Menge. Ich kletterte über eine Mauer nach draußen und verstecke mich hinter einem Haus in der Nähe. Die Moschee war voller Blut.»

«Machte mich so klein wie möglich»

Jill Keats fuhr mit ihrem Auto an der Moschee vorbei, als der Angriff begann. «Zuerst dachte ich jemand lasse Feuerwerk ab. Aber plötzlich sah ich wie Menschen umfielen. Eine Person fiel links von meinem Auto zu Boden, eine andere rechts», sagt sie zu «Newshub».

«Ich stellte das Auto ab und machte mich so klein wie möglich. Nach einer Weile verließ ich das Auto. Ich sah einen Mann, dem in den Rücken geschossen wurde und versuchte ihm zu helfen. Zusammen mit einem weiteren Mann versuchten wir mit einer Kompression den Blutverlust zu verhindern. Die Frau des Verletzten rief an und ich sagte ihr, dass ihr Mann verletzt worden sei. Sie soll aber nicht hierher kommen, sondern zum Krankenhaus gehen.»

(L'essentiel/uten)

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