Turkmenistan

10. Januar 2022 07:38; Akt: 10.01.2022 07:42 Print

Diktator will «Tor zur Hölle» versiegeln lassen

Mitten im Wüstenstaat Turkmenistan brennt seit Jahrzehnten Gas ab, das aus dem Boden entweicht. Nun will der turkmenische Staatschef das Loch endgültig versiegeln.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Wer das «Tor zur Hölle», wie der scheinbar ewig brennende Krater in der Wüste von Turkmenistan genannt wird, noch mit eigenen Augen bestaunen will, muss sich sputen. Wenn es nämlich nach Gurbanguly Berdimuhamedow geht, ist vom Spektakel, das sogar aus dem Weltraum beobachtbar ist, bald nicht mehr viel übrig. Der 64-jährige Präsident des ehemaligen Sowjet-Staates möchte das Loch nämlich verschließen und das Gas, das die Flammen verursacht, lieber verkaufen, wie die «Bild» schreibt.

Gas soll verkauft werden

«Wir verlieren wertvolle natürliche Ressourcen, mit denen wir bedeutende Gewinne machen könnten», sagte der Diktator im turkmenischen Staatsfernsehen. Zurzeit verdient der Wüstenstaat vor allem mit dem Export von Öl und Melonen Geld. Die Frage, wie man das seit 50 Jahren brennende Gasloch tatsächlich löschen will, überlässt Berdimuhamedow lieber Beamten.

Es ist nämlich nicht der erste Versuch, das «Tor zur Hölle» zu verschließen. 2010 startete der Diktator ein ähnliches Unterfangen, das allerdings keine Früchte trug. Zum Glück, denn so konnte der turkmenische Präsident den flammenden Krater für eine ganz spezielle Inszenierung nutzen. Als 2018 Gerüchte aufkamen, dass Berdimuhamedow verstorben sei, düste der damals 60-Jährige angeblich in einem Rally-Auto um das flammenzüngelnde Erdloch.

Doch nun soll Schluss sein mit dem Krater, der als eines der wenigen Sehenswürdigkeiten Turkmenistans gilt. Zur Entstehung des Lochs gibt es zwei populäre Theorien: Die erste vermutet, dass das Loch 1971 bei einem Bohrunfall entstand, bei dem die Wissenschaftler den Krater aus Angst vor giftigen Gasen in Brand gesetzt haben sollen. Andere gehen davon aus, dass das Loch schon seit den 1960ern existiert und erst etwa 20 Jahre später entzündet wurde.

(L'essentiel/Benedikt Hollenstein)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Red Adär am 10.01.2022 20:29 Report Diesen Beitrag melden

    Lösung: Kollege Diktator Kim einladen. Er wird ein schönes A-Bömbchen im Loch platzen lassen. Das bläst das Feuer bestimmt aus. Danach zusammen noch ein Ründchen Rallye drehen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Red Adär am 10.01.2022 20:29 Report Diesen Beitrag melden

    Lösung: Kollege Diktator Kim einladen. Er wird ein schönes A-Bömbchen im Loch platzen lassen. Das bläst das Feuer bestimmt aus. Danach zusammen noch ein Ründchen Rallye drehen.