Vereidigung im Liveticker

21. Januar 2021 13:26; Akt: 21.01.2021 13:26 Print

Obama, Bush und Clinton wünschen Biden Erfolg

Der Weg von der Wahl bis zum Machtwechsel war eine beispiellose Zitterpartie – nun stehen die USA unmittelbar vor einer politischen Zeitenwende. Wir haben alle News im Ticker.

Zum Thema
Fehler gesehen?

Das Wichtigste in Kürze:

• Zweieinhalb Monate nach der Wahl Anfang November wird der Demokrat Joe Biden am Mittwoch, den 20. Januar, in Washington als 46. Präsident der USA vereidigt.

• Die Ära von Donald Trump endet damit nach vier Jahren – der Republikaner wurde nach nur einer Amtszeit abgewählt. An Bidens Amtseinführung nimmt Trump nicht teil.


Newsticker:

Donnerstag, 21. Januar 2021

13.30 Uhr – Obama, Bush und Clinton wünschen Biden Erfolg

Die früheren US-Präsidenten Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton haben Joe Biden eine erfolgreiche Präsidentschaft gewünscht und dessen Ruf nach Einheit unterstrichen. «Die Tatsache, dass wir drei hier stehen und über eine friedliche Machtübergabe reden, spricht für die Integrität der Institutionen unseres Landes», sagte der Republikaner Bush (74) in einer gemeinsamen Videobotschaft. Diese wurde am Mittwoch (Ortszeit) im Rahmen der TV-Sondersendung «Celebrating America» nach der Amtseinführung Bidens ausgestrahlt. «Ihr Erfolg ist der Erfolg unseres Landes. Gott segne Sie», ergänzte Bush.

«Wir versuchen, sowohl zur Normalität zurückzukehren und mit völlig anormalen Herausforderungen umzugehen als auch das zu tun, was wir am besten können, nämlich eine perfektere Nation zu schaffen», sagte der Demokrat Clinton (74). Dessen Parteifreund Obama sagte: «Wir müssen nicht nur auf Menschen hören, mit denen wir übereinstimmen, sondern auch auf Menschen, mit denen wir nicht übereinstimmen.» Der 59-Jährige fügte hinzu: «Wir können heftige Meinungsverschiedenheiten haben und dennoch die Menschlichkeit des anderen anerkennen, die uns gemein ist, und dass uns als Amerikaner mehr eint als trennt.»

5.00 Uhr – Auf dem Balkon des Weißen Hauses

Ein riesiges Feuerwerk hat die Feierlichkeiten zur Amtseinführung von Joe Biden abgeschlossen. Der US-Präsident und seine Frau Jill Biden sahen sich das Spektakel vom Balkon des Weißen Hauses aus an.

In einer Ansprache am Lincoln Memorial hatte Joe Biden die Nation zuvor erneut zur Einheit aufgerufen. «Danke für diese Ehre. Ich werde für euch alles geben», sagte Biden.

Vizepräsidentin Kamala Harris und ihr Ehemann Doug Emhoff wohnten dem Feuerwerk am Lincoln Memorial bei, wie CNN berichtete. In ihrer ersten Rede als US-Vizepräsidentin appellierte Kamala Harris an die Widerstandskraft der Amerikanerinnen und Amerikaner. Sie sollten sich an den Glauben erinnern, dass Hürden besiegt werden können und dass «wir uns erheben werden». Sie sprach von der Macht des «amerikanischen Strebens» und nutzte ihren Aufstieg als erste Frau im Vizepräsidentenamt als Beispiel. «Wir sehen nicht nur, was gewesen ist – wir sehen, was sein kann.»

Einen gemeinsamen TV-Auftritt hatten die Ex-Präsidenten Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama. «Amtseinführungen feiern die Tradition eines friedlichen Machtübergangs, die mehr als zwei Jahrhunderte alt ist», sagte Obama. Allein dass die drei gemeinsam auftraten, spiegelt allerdings die außergewöhnliche Situation der USA wider. Ex-Präsident Donald Trump hat monatelang falsch behauptet, die Wahl sei ihm gestohlen worden und Anfang Januar Anhänger angestachelt, das Kapitol zu stürmen.

Clinton forderte die Amerikanerinnen und Amerikaner auf, «von ihrem hohen Ross» herunterzukommen und mit Freunden und Nachbarn in Kontakt zu treten, mit denen sie vielleicht Schwierigkeiten haben. Bush sagte, er wünsche Biden Erfolg, weil dessen Erfolg der des Landes sei.

4.00 Uhr – Bidens Sprecherin will wieder tägliche Pressebriefings

Die Sprecherin des neuen US-Präsidenten Joe Biden will die täglichen Pressebriefings im Weißen Haus wieder aufleben lassen. Jen Psaki (42) sagte am Mittwochabend bei ihrer ersten Pressekonferenz zu, im Umgang mit Journalisten ehrlich zu sein. «Als der Präsident mich bat, in dieser Rolle zu dienen, sprachen wir darüber, wie wichtig es ist, Wahrheit und Transparenz zurück in den Briefing-Raum zu bringen», sagte die neue Sprecherin des Weißen Hauses. Sie plane werktägliche Pressekonferenzen – «nicht an Samstagen und Sonntag, ich bin kein Monster».

Traditionell fanden Pressekonferenzen im Weißen Hauses früher in der Regel an Werktagen statt. Unter Biden-Vorgänger Donald Trump gab es sie nur noch sporadisch – wenn überhaupt. Die letzte Sprecherin Trumps, Kayleigh McEnany (32), stellte sich zuletzt am 15. Dezember bei einer Pressekonferenz den Fragen von Reportern.

Für Psaki ist es eine Rückkehr ins Weiße Haus. Sie war unter Trump-Vorgänger Barack Obama von 2015 bis 2017 Kommunikationsdirektorin. Damals war Biden Vizepräsident. Von 2013 bis 2015 war Psaki Sprecherin des US-Außenministeriums.

3.30 Uhr – Finanzierung für Mauerbau ausgesetzt

Der neue US-Präsident Joe Biden hat die Finanzierung für den von seinem Vorgänger Donald Trump angeordneten Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko ausgesetzt. Die Sprecherin des Weissen Hauses, Jen Psaki, sagte am Mittwochabend, Biden habe eine entsprechende Verfügung unterzeichnet, die mit sofortiger Wirkung in Kraft trete. Damit werde eine Notstandserklärung Trumps aufgehoben, die Grundlage für die Finanzierung des Baus des umstrittenen Grenzwalls war.

Trump hatte mit dem nationalen Notstand den Kongress umgangen, der ihm 2019 die Mittel für den Mauerbau verweigert hatte. Mit Bidens Verfügung soll die Rechtmäßigkeit der Finanzierung des Projekts überprüft werden. Der Mauerbau an der Grenze zu Mexiko war eines der zentralen Versprechen Trumps vor seiner Wahl zum Präsidenten 2016 gewesen. Damit wollte Trump die Zahl der illegalen Grenzübertritte aus Lateinamerika dramatisch senken.

2.30 Uhr – Biden hebt Einreiseverbot auf

Der neue US-Präsident Joe Biden hat das von seinem Amtsvorgänger Donald Trump verfügte Einreiseverbot für Menschen aus mehreren überwiegend muslimisch geprägten Ländern aufgehoben. Der Demokrat ordnete die Änderung am Mittwoch nur wenige Stunden nach seiner Vereidigung an, wie die neue Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, am Abend mitteilte.

2.00 Uhr – US-Austritt aus WHO gestoppt

Der neue US-Präsident Joe Biden hat den von seinem Vorgänger Donald Trump eingeleiteten Austritt der Vereinigten Staaten aus der Weltgesundheitsorganisation WHO gestoppt. Am ersten Tag als Regierungschef unterzeichnete der 78-Jährige nach Angaben von Sprecherin Jen Psaki am Mittwoch ein Schreiben zum Verbleib der Landes in der UN-Organisation.

1.30 Uhr – Biden will respektlose Mitarbeiter feuern

Der neue US-Präsident Joe Biden hat seinen neuen Mitarbeitern unmissverständlich klargemacht, dass er Respektlosigkeit nicht toleriert. «Ich mache keine Witze, wenn ich das sage: Wenn Sie jemals mit mir arbeiten und ich höre, dass Sie einen anderen Kollegen respektlos behandeln, jemanden runtermachen. Ich verspreche Ihnen, dass ich Sie auf der Stelle feuern werde, auf der Stelle. Ohne Wenn und Aber», sagte Biden, als er von ihm ernannte Mitarbeiter bei einer Online-Zeremonie vereidigte. «Jeder, wirklich jeder hat ein Recht darauf, mit Anstand und Würde behandelt zu werden. Das hat in den letzten vier Jahren in großem Maß gefehlt», fügte er mit Blick auf die Amtszeit seines Vorgängers Donald Trump hinzu.

Biden sagte, er selbst werde Fehler machen. Er versprach aber, sich diese auch einzugestehen und sie seinem Team mitzuteilen. Er werde die Hilfe seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen, seine Fehler zu korrigieren. «Wir haben eine Verpflichtung», sagte Biden mehrmals. Er erinnerte seine Mitarbeiter daran, dass sie – wie er – im Dienst des Volks arbeiteten.

1.00 Uhr – US-Senat bestätigt Geheimdienstkoordinatorin Haines

Der US-Senat hat die vom neuen Präsidenten Joe Biden nominierte Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines im Amt bestätigt. Die Kongresskammer winkte damit am Mittwochabend das erste von Biden nominierte Regierungsmitglied durch. Die frühere Vizechefin des Auslandsgeheimdienstes CIA wird als erste Frau der US-Geschichte Geheimdienstdirektorin und koordiniert damit fortan die Arbeit der Nachrichtendienste des Landes.

0.46 Uhr – Demokraten übernehmen Kontrolle im Senat

Die Demokraten des neuen Präsidenten Joe Biden haben die Republikaner als dominierende Partei im US-Senat abgelöst. Vizepräsidentin Kamala Harris nahm am Mittwoch drei neuen Senatoren den Eid ab – wenige Stunden nach ihrer eigenen Vereidigung. Die Demokraten kommen dadurch genauso wie die Republikaner auf 50 Sitze in der Parlamentskammer. Als Vizepräsidentin ist Harris zugleich Präsidentin des Senats und kann ein Patt mit ihrer Stimme zu Gunsten der Demokraten auflösen.

Der Demokrat Chuck Schumer und der Republikaner Mitch McConnell wechseln die Rollen: Schumer ist künftig Mehrheits-, McConnell Minderheitsführer. Harris wurde bei ihrer ersten Sitzung als Senatspräsidentin mit Applaus empfangen.


Mittwoch, 20. Januar 2021

20.46 Uhr – Biden überrascht Reporter und Bürgermeisterin

Die Bidens steigen aus dem Auto und gehen das letzte Stück zum Weißen Haus zu Fuss. Joe Biden überrascht Al Roker von der Today Show, joggt zu ihm und gibt ihm einen Fist-Bump. «Mach weiter so», soll ihm Biden zugerufen haben. Kurze Zeit später begrüsst er Muriel Bowser, Bürgermeisterin von Washington DC.

19.46 Uhr – Kaum Proteste gegen Bidens Amtseinführung

Bei der Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Joe Biden ist es in den USA weitgehend ruhig geblieben. In Washington gab es am Mittwoch zwar viele Sicherheitskräfte, aber nur wenige Demonstranten. Es gab nur vereinzelt Festnahmen und keine ernsthaften Störungen.

Vor den Parlamenten vieler Einzelstaaten waren ebenfalls nur wenige Demonstranten zu sehen, so etwa in Concord im Staat New Hampshire und in Michigans Hauptstadt Lansing. Vor dem Kapitol von Kalifornien in Sacramento fand sich ein einsamer Demonstrant Dutzenden Polizisten und Nationalgardisten gegenüber. In Lincoln, der Hauptstadt von Nebraska, waren es drei Personen, eine von ihnen trug eine Fahne mit der Aufschrift: «Biden ist nicht der Präsident.»

Nach den tödlichen Krawallen vor dem Kongressgebäude in Washington vor zwei Wochen hatte das FBI gewarnt, bei Bidens Amtseinführung könnten Bewaffnete demonstrieren. Der Kongress von Michigan sagte deshalb seine für Mittwoch geplante Sitzung vorsichtshalber ab.

19.35 Uhr – Joe Biden twittert erstmals als Präsident

US-Präsident Biden schreitet auch auf Twitter gleich zur Tat. «Es gibt keine Zeit zu verschwenden, wenn es darum geht, die Krisen anzugehen, die uns bedrohen. Deshalb bin ich auf dem Weg ins Oval Office um gleich mit der Arbeit zu beginnen um beherzt zu handeln und amerikanische Familien sofort zu entlasten.»

18.45 Uhr – Ende der Zeremonie

Damit ist die offizielle Zeremonie vorüber. Im Hintergrund wurde auch während der Reden und Gebete gearbeitet. Die offizielle Web-Adresse des Weißen Hauses, www.whitehouse.gov, wechselte in den letzten Minuten zur Biden/Harris-Administration. Dort erklären der neue US-Präsident und seine Vize ihre Prioritäten für die kommenden Monate: Coronavirus, Klima, Rassengleichheit, Wirtschaft, Immigration und die Wiederherstellung des Ansehens der USA in der Welt.

18.40 Uhr – Eine Kaskade aus Problemen

«Wir haben schwierige Herausforderungen: Rassismus, Lügen, eine Pandemie, die Klimakrise», sagt Biden. «Jede einzelne wäre eine große Herausforderungen, aber wir haben alle es gleichzeitig mit allen zu tun. Aber wir werden über uns hinauswachsen. Die Geschichte wird uns danach bewerten, wie mir mit dieser Kaskade an Problemen umgehen werden.»

«Wenn wir das tun, werden unsere Kinder, unsere Enkel wissen, dass wir unser Bestes gegeben haben», sagt Biden. «Wir werden amerikanische Geschichte schreiben. Eine Geschichte von Hoffnung, Licht, Wahrheit und Gerechtigkeit. Sagt mir nicht, dass sich die Dinge nicht ändern können.»

Mit «May God bless America and protect our troops. Thank you», beendet der neue US-Präsident seine Rede.

18.37 Uhr – «Ich werde auch für meine Gegner kämpfen»

Biden bedankt sich bei seinen Unterstützern. «An alle, die mich nicht unterstützt haben: Schaut euch an, was ich tue, was ich will. Wenn ihr dann immer noch anderer Meinung seid: Das ist okay. Das ist Demokratie», so Biden. «Ich werde genau gleich für alle kämpfen, die mich nicht gewählt haben, wie für die, die mich gewählt haben.»

Nun kommt Biden auf Fake News zu sprechen. Lügen seien eine Gefahr und es sei wichtig, dass Lügen bekämpft werden müssen.

«Die Spaltung des Landes muss aufhören, wir müssen Toleranz und Bescheidenheit zeigen», so Biden. «Auch gegenüber Menschen, die nicht dasselbe glauben wie wir, die nicht gleich aussehen wie wir.»

«Wir brauchen einander», sagt Biden. «Wir kommen jetzt in die gefährlichste Phase der Pandemie. Und wir müssen endlich zusammenarbeiten, um sie zu besiegen.»

«Meine Nachricht an unsere Freunde im Ausland: Amerika will seine Beziehungen wiederbeleben», so Biden. Die USA würden in Zukunft wieder für Frieden stehen.

18.32 Uhr – Biden spricht die nationale Einheit an

«Wir können wieder zum Anführer der Welt werden», sagt Biden. «Wenn wir zusammenstehen und unsere Herausforderungen überwinden.» Er bringt die aktuellen Herausforderungen in einen historischen Kontext: Sezessionskrieg, Weltkriege.

«Ohne Einheit gibt es keinen Frieden, keinen Fortschritt, keine Nation - nur Chaos», sagt Biden. «Wir müssen diese schwierige Situation als die vereinigten Vereinigten Staaten von Amerika angehen. Wir sind noch nie gescheitert.»

Er spricht die politische Spaltung des Landes an. «Es muss nicht sein, dass jede Meinungsverschiedenheit zu einem Krieg unter uns führt», so Biden.

18.29 Uhr – Joe Biden erwähnt Trump nicht

Joe Biden hat seinen Vorgänger Donald Trump in seiner ersten Rede als US-Präsident nicht namentlich erwähnt. Biden ging in seiner Rede lediglich auf zahlreiche Themen ein, bei denen er indirekt Bezug zu Trumps Stil als Regierungschef nahm. Auch Trump hatte in seinen Abschiedsbotschaften als scheidender Präsident Biden nicht beim Namen genannt.

17.54 Uhr – Die Antrittsrede von Joe Biden

Joe Biden schreitet zum Rednerpult und setzt mit einem breiten Strahlen im Gesicht zu seiner mit Spannung erwarteten Rede an.

«Heute feiern wir nicht den Triumph eines Kandidaten, sondern eines Anliegens», sagt Biden. Auch er spricht den Sturm aufs Kapitol an. «Wir kommen heute als ein Volk zusammen, wo erst vor Kurzem Gewalt ausgeübt wurde.»

Er dankt den anwesenden Amtsvorgängern, die anwesend sind für die Stärke der Nation. «Die amerikanische Geschichte ist nicht von einem von uns abhängig, sondern von uns allen. Wir sind eine großartige Nation, wir sind gute Menschen», sagt Biden. «Wir sind zusammen so weit gekommen. Es gibt viel zu tun, viel zu reparieren, viel zu heilen in diesem Winter der Gefahr.»

Er spricht über die Corona-Pandemie, über Nationalismus, aber auch über den Klimawandel. «Um diese Herausforderungen zu bezwingen, brauchen wir unsere nationale Einheit», sagt Biden. «Meine ganze Seele ist dabei. Ich will Amerika zusammenbringen und vereinen. Das ist mein Anliegen und ich lade alle Amerikanerinnen und Amerikaner ein, mit mir zusammenzustehen.»

17.48 Uhr –Biden vereidigt

Joe Biden hat vor dem US-Kapitol seinen Amtseid als 46. US-Präsident abgelegt. Der Oberste Richter der USA, John Roberts, nahm dem 78-jährigen Demokraten am Mittwoch an der Westseite des US-Kapitols in Washington den Amtseid ab.

17.41 Uhr –Harris legt Amtseid ab

Kamalla Harris hat soeben ihren Amtseid als Vize-Präsidentin der Vereinigten Staaten abgelegt. Den Schwur nahm ihr Bundesrichterin Sonya Sotomayor ab. Ein historischer Moment, Harris ist damit die erste weibliche Vize-Präsidentin und die erste Person of Color die das Amt bekleidet.

17.38 Uhr – Gebet, Pledge of Allegiance und Nationalhymne von Lady Gaga

Priester Leo Jeremiah O'Donovan III spricht ein Gebet, die Anwesenden erheben sich. Er spricht darüber, dass man sich davon entfernt habe, einander zu helfen und zu unterstützen. O'Donovan hofft, dass die Regierung von Joe Biden eine «rechtschaffene» sein werde.

Danach betritt Lady Gaga die Bühne um die Nationalhymne zu singen.

17.19 Uhr – Die Zeremonie beginnt

Der gewählte Präsident Joe Biden betritt mit seiner Frau Jil die Bühne vor dem Kapitol. Damit beginnt die offizielle Zeremonie zur Amtseinführung des 46. US-Präsidenten. Die Zeremonie wird von Senatorin Amy Klobuchar eröffnet. «Diese Inauguration ist das Resultat von 244 Jahren Geschichte», sagt Klobuchar.

Sie spricht auch den Sturm auf das Kapitol an. «Aber heute ist der Tag, an dem unsere Demokratie wieder aufsteht und sich den Staub von den Kleidern klopft», so die Senatorin. Die USA dürfen ihre Demokratie nie wieder für selbstverständlich nehmen.

17.13 Uhr – Harris wird von Eugene Goodman begleitet

Laut US-Medienberichten wird die zukünftige Vizepräsidentin Kamala Harris bei ihrer Amtseinführung von Eugene Goodman eskortiert. Goodman wurde in den Tagen nach dem Sturm aufs Kapitol bekannt, weil er es geschafft hatte, Trump-Anhänger von Kongressmitgliedern wegzulocken und diese so zu schützen.

16.59 Uhr – Star-Ensemble für Joe Biden

Die Zeiten von «YMCA» aus der Konserve, das bei Trumps Veranstaltungen stets lief, sind vorbei. Zur heutigen Amtseinführung von Joe Biden werden die folgenden Stars erwartet: Lady Gaga, Jennifer Lopez, Bruce Springsteen, Jon Bon Jovi, John Legend und Garth Brooks.

Zudem werden die folgenden Stars für einen Auftritt erwartet: Lady Gaga, Jennifer Lopez, Bruce Springsteen, Jon Bon Jovi, John Legend und Garth Brooks.

16.39 Uhr – Ex-Präsidenten bei Bidens-Amtseinführung

Ex-US-Präsident George W. Bush und seine Frau Laura nehmen ihre Plätze vor dem Kapitol ein.

Kurz darauf folgen Barack und Michelle Obama.

16.27 Uhr – Joe und Jill Biden beim Capitol eingetroffen

Der baldige US-Präsident Joe Biden und First Lady Jill Biden sind zusammen mit der zukünftigen Vizepräsidentin Kamala Harris und deren Ehemann Douglas Emhoff im Capitol angekommen.

16.22 Uhr – Gebäude des Obersten Gerichtshofes wurde evakuiert

Das Gebäude des Obersten Gerichtshofes der USA wurde evakuiert, wie CNN berichtet. Es habe eine Bombendrohung gegeben. Der Supreme Court befindet sich unmittelbar hinter dem US-Kapitol, wo heute die Feierlichkeiten zur Amtseinführung von Joe Biden stattfinden.

15.16 Uhr – Trump hinterlässt Biden doch einen Brief

Der scheidende US-Präsident Donald Trump hat seinem demokratischen Nachfolger Joe Biden einen Brief hinterlassen. Das berichtet CNN unter Berufung auf eine Quelle aus dem Weißen Haus. Damit setzt Trump die eine rund 30 Jahre alte Tradition fort, die auf den ehemaligen Präsidenten Ronald Reagan zurückgeht. Zuvor war befürchtet worden, Trump könne mit dieser Tradition brechen und das Oval Office ohne eine Botschaft an seinen Nachfolger verlassen. Über den Inhalt des Briefes ist derzeit nichts bekannt.

14.45 Uhr – Trump zum Abschied: «Wir werden in irgendeiner Form zurückkehren»

Der scheidende US-Präsident Donald Trump hat zum Abschied aus dem Amt klar gemacht, dass er nicht von der Bildfläche verschwinden will. «Wir werden in irgendeiner Form zurückkehren», sagte Trump am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Abschiedszeremonie auf dem Militärflugplatz Andrews im Bundesstaat Maryland nahe Washington. Konkreter wurde er nicht. Trump hat sich bislang nicht zu seinen Zukunftsplänen geäußert. «Ich werde immer für euch kämpfen», sagte er an die Adresse seiner Anhänger. Er werde zuschauen und hinhören, was weiter passiere.

Seine Amtszeit lobte Trump zum Abschied in den höchsten Tönen. «Was wir getan haben, ist in jeder Hinsicht erstaunlich», sagte er. «Das waren unglaubliche vier Jahre.» Seine Administration habe die Grundlage dafür gelegt, dass die künftige Regierung «etwas Spektakuläres» leisten könne. Er wünsche der neuen Regierung dabei viel Glück und Erfolg. Seinen Amtsnachfolger Joe Biden erwähnte Trump namentlich nicht. Trump schloss mit den Worten: «Habt ein gutes Leben. Wir sehen uns bald.»

Vom Militärflugplatz Andrews aus brachen Trump und seine Ehefrau Melania Trump mit der Regierungsmaschine Air Force One auf Richtung Palm Beach im Bundesstaat Florida auf, wo sein Club-Resort Mar-a-Lago liegt.

14.00 Uhr – Donald Trump hat das Weiße Haus verlassen

Der scheidende US-Präsident Donald Trump und seine First Lady haben das Weiße Haus in Washington verlassen, wie CNN berichtet. Der Präsidenten-Helikopter Marine One wird ihn zur Andrews Air Force Base nahe Washington bringen, von wo aus Trump mit der Air Force One zum letzten Mal zu einem seiner Golf Resorts in West Palm Beach, Florida gebracht wird.

Sein Vize-Präsident Mike Pence war nicht vor Ort, um seinen Vorgesetzten aus der Präsidentschaft zu verabschieden. Pence hatte bereits zugesagt, dass er an der Vereidigung von Joe Biden teilnehmen wird.

13.45 Uhr – Jill Biden wird erste First Lady mit eigenem Vollzeitjob

Seit Jahrzehnten sind Joe und Jill Biden ein Paar. Doch wer ist die neue First Lady eigentlich? Wie wird sie ihre neue Rolle ausüben? Lesen Sie mehr in unserem Artikel.

12.05 Uhr – Steinmeier erleichtert über Bidens Einzug ins Weiße Haus

Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat angesichts der Amtseinführung von US-Präsident Joe Biden die Hoffnung auf eine engere Zusammenarbeit mit den USA geäußert.

«Meine Erleichterung ist groß, dass Joe Biden heute als Präsident vereidigt wird und ins Weiße Haus einzieht», sagte er in einer am Mittwoch verbreiteten Videobotschaft. «Wir freuen uns darauf, die USA als unverzichtbaren Partner in vielen Fragen künftig wieder an unserer Seite zu wissen: beim gemeinsamen und solidarischen Kampf gegen die COVID-19-Pandemie, beim weltweiten Klimaschutz, bei Fragen der Sicherheit, auch der Rüstungskontrolle und Abrüstung und in vielen drängenden Konflikten auf der Welt.»

11.40 Uhr – China hofft auf gute Zusammenarbeit mit USA

China hat auf Kritik des designierten US-Außenministers Antony Blinken mit zurückhaltenden Tönen reagiert. Nachdem Blinken China am Vortag als zentrale Herausforderung für die US-Außenpolitik in den nächsten Jahren bezeichnet hatte, sagte eine Sprecherin des Pekinger Außenministeriums am Mittwoch, dass man auf eine «für beide Seiten vorteilhafte Zusammenarbeit» hoffe. Jedoch werde China eigene Interessen und die Sicherheit des Landes nachdrücklich wahren. Eine Verleumdung durch die USA lehne man ab.

Es gebe keinen Zweifel, dass China unter den Staaten der Welt die größte Herausforderung für die USA darstelle, hatte Blinken am Dienstag bei einer Anhörung im Senat gesagt. Die Vereinigten Staaten müssten China «aus einer Position der Stärke gegenübertreten», nicht aus einer Position der Schwäche, mahnte er. Dazu müssten die USA mit ihren Verbündeten zusammenarbeiten und dürften im internationalen Gefüge China kein Terrain überlassen.

10.40 Uhr – Viel Prominenz für Biden und Harris

Joe Biden bekommt zur Amtseinführung als US-Präsident prominente Unterstützung. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass Biden und dessen künftige Vizepräsidentin Kamala Harris in Hollywood äußerst populär sind – ganz im Gegensatz zu Trump.

Gewissermaßen angeführt wird die lange Liste der A-Prominenz von Lady Gaga, die am Kapitol die Nationalhymne singen sollte, dazu sollte es Auftritte von Jennifer Lopez und Garth Brooks geben. Gaga veröffentlichte vorab ein Foto bei Twitter und Instagram, das sie in dem Kongressgebäude zeigt, das am 6. Januar von wütenden Trump-Anhängern gestürmt worden war. In den Beiträgen rief sie dazu auf, den Tag der Amtseinführung zu einem «Tag des Friedens für alle Amerikaner» zu machen: «Ein Tag der Liebe, nicht des Hasses.»

Zudem werden Auftritte von Bruce Springsteen, John Legend, Katy Perry, Demi Lovato, den Foo Fighters, Justin Timberlake und Bon Jovi erwartet. Die sonst üblichen Feierlichkeiten werden – wegen der Corona-Pandemie – unter anderem in der 90-minütigen Sendung «Celebrating America» gebündelt – präsentiert von Schauspieler Tom Hanks.

10.30 Uhr – Pence nimmt nicht an Trump-Abschied teil

US-Vizepräsident Mike Pence will nicht zur geplanten Abschiedszeremonie von Präsident Donald Trump am Mittwochmorgen am Militärflughafen Andrews bei Washington kommen. Auf dem vom Weißen Haus veröffentlichten Programm des Vizepräsidenten für Mittwoch ist nur die Teilnahme von Pence und Second Lady Karen Pence an der Zeremonie zur Amtseinführung von Trump-Nachfolger Joe Biden am Kapitol in Washington vorgesehen, die um 11.30 Uhr (Ortszeit/17.30 MEZ) beginnen soll. Der Sender CNN berichtete, auf den Einladungen für den Trump-Abschied sei 8.00 Uhr als Starttermin angegeben. Trump will nach Medienberichten danach nach Florida fliegen.

CNN und die Washington Post zitieren Quellen aus dem Pences Umfeld, wonach die Teilnahme an beiden Veranstaltungen logistisch schwierig gewesen wäre. Die Washington Post verwies allerdings auch darauf, dass ein Hubschrauber die rund 21 Kilometer lange Strecke vom Weißen Haus zu dem Militärflughafen in zehn Minuten bewältigen könne. In seiner am Dienstag veröffentlichten Abschiedsbotschaft an die Nation dankte Trump Pence zwar ausdrücklich. Zwischen dem Präsidenten und seinem Stellvertreter war es zum Schluss aber zum Bruch gekommen.

10.20 Uhr – 30.558 Lügen in 1460 Tagen

Die Washington Post entlässt den scheidenden US-Präsidenten Donald Trump mit einer wenig charmanten Statistik. Das Staatsoberhaupt habe in seien 1460 Amtstagen 30.558 falsche oder irreführende Behauptungen aufgestellt. Auch in seiner gestrigen Abschiedsrede seien wieder mehrere enthalten gewesen, so zum Beispiel, dass er der USA zum größten wirtschaftlichen Erfolg in der Geschichte des Landes verholfen habe.

(L'essentiel)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Luxemburger am 20.01.2021 14:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig ! Danke Donald für wundervolle vier Jahre. 2025 bist wieder da !

  • Trumpet am 20.01.2021 18:58 Report Diesen Beitrag melden

    was wird aus Trump wenn die Banken ihm die Gefolgschaft verweigern

    einklappen einklappen
  • Octopus am 20.01.2021 17:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pedo Grapscher mit Frau am Capitol eingetroffen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Trumpet am 20.01.2021 18:58 Report Diesen Beitrag melden

    was wird aus Trump wenn die Banken ihm die Gefolgschaft verweigern

    • @trumpet am 20.01.2021 19:50 Report Diesen Beitrag melden

      wen kümmerts

    einklappen einklappen
  • Octopus am 20.01.2021 17:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pedo Grapscher mit Frau am Capitol eingetroffen.

  • Octopus@Whale whisperer am 20.01.2021 17:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Den Här hei huet recht, dir kennt net rechnen, lo kommen verluren joren fir USA, den Trump huet alles richteg gemat wat sei Land ugeet, souguer besser wei e ganze Koup aanerer vrun him! Leider, bei dem Rethoreschen Arschlach wou et as. Si kee Frend vun em mais fir sei Land huet hien dat bescht gemaat, mei wei den Obama! An dat war an as souwiesou och en Riisefatzert gewierscht. Där hutt wuel dei Ekonomesch Zuelen an den Reckgang, an elo kennt et, vun der Arbeitslosechkeet vun den Afroamerikaner an ärer dach sou fachmänescher Analys vergiess. Ech kenn Iech genau soen wat lo an den USA leeft, ma neischt mei, a dach de Krichsbudget get rem Verdreifacht, an den armen nohen Osten deet mer lo scho Leed, an dei Milliounen Flüchtlingen, wee mengt der dann ween dei obhellt de Bibi ? Nee dat ma mir, an den Bibi verdengt sech an sengen Kolleegen Famill Obama, Clinton,... eng gellen Nues drun dat se Waffen u beid Seiten am nohen Oste verkaafen. Dir liewt dach an enger DRAAMWELT, mei leiwen Här.

  • sputnik am 20.01.2021 16:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und jetzt zieht er in den Kreml ein?

    • Trumpet am 20.01.2021 17:47 Report Diesen Beitrag melden

      oder ein Sack Reis gefällig?

    einklappen einklappen
  • WhaleWhisperer am 20.01.2021 15:01 Report Diesen Beitrag melden

    2017 bis 2020 vier "verlorene" Jahre für die USA. Make Donald Drumpf again.

    • Phil am 20.01.2021 15:11 Report Diesen Beitrag melden

      2017 bis 2020 gibt 3. Rechnen scheint nicht ihre Stärke zu sein...

    einklappen einklappen