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29. September 2011 16:15; Akt: 29.09.2011 16:27 Print

Drei teilen sich den alternativen Nobelpreis

Aus drei Ländern kommen die Gewinner des begehrten «Right Livelihood Awards». Sie wurden für ihren unermüdlichen Einsatz für eine bessere Welt belohnt.

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Drei Preisträger teilen sich in diesem Jahr den Alternativen Nobelpreis. Der Menschenrechtsaktivistin Jacqueline Moudeina aus dem Tschad, der spanischen Nichtregierungsorganisation GRAIN und der US-Pädagogin Ina May Gaskin wurde am Donnerstag den Preis der Right-Livelihood-Stiftung in Stockholm zuerkannt. Sie teilen sich das Preisgeld in Höhe von 150 000 Euro. Ein Ehrenpreis geht an den Solarenergier-Pionier Huang Ming aus China. Die Alternativen Nobelpreise werden am 5. Dezember im Schwedischen Parlament verliehen.

Die tschadische Menschenrechtsaktivistin Jacqueline Moudeina sei für ihren Einsatz geehrt worden, mit dem sie für Gerechtigkeit für die Opfern der früheren Diktatur in ihrem Landes kämpfe, begründete die Right-Livelihood-Stiftung einen der drei Preise. Als Präsidentin einer Menschenrechtsorganisation vertritt Moudeina die Opfer des ehemaligen tschadischen Präsidenten Hissene Habre, dem vorgeworfen wird, Hunderte seiner Gegner während seiner Präsidentschaft von 1982 bis 1990 zu Tode gefoltert zu haben.

Der zweite Preisträger, die spanische Nichtregierungsorganisation GRAIN, verteidigt die Rechte von Bauern in Entwicklungsländern gegenüber internationalen Konzernen. GRAIN schütze damit die Lebensgrundlage und Rechte bäuerlicher Gemeinschaften und entlarve zudem den massiven Ausverkauf von Ackerland in Entwicklungsländern durch ausländische Finanzinvestoren, hieß es in der Begründung der Stiftung.

Geehrt wurde auch die US-Pädagogin Ina May Gaskin, «weil sie Geburtsmethoden lehrt und verbreitet, die Frauen in den Mittelpunkt stellen und die körperliche wie geistige Gesundheit von Mutter und Kind fördern». Gaskin gründete 1972 im US-Staat Tennessee ein Zentrum für Geburtshilfe. Seitdem hat sie nach eigenen Angaben bei 1 200 Geburten ohne Medikamente geholfen. «Als Pionierin in einem jahrtausendealten Beruf, der in ihrem Land kurz vor dem Aussterben ist, verknüpft sie wissenschaftliche Grundlagen mit ihrer eigenen großen Erfahrung bei Naturheilmethoden», lobte die Right-Livelihood-Stiftung die Arbeit der Amerikanerin.

Der undotierte Ehrenpreis für den Chinesen Huang Ming wurde für dessen «herausragenden Erfolg in die Entwicklung und Massenverbreitung von Spitzentechnologien für die Nutzbarmachung von Solarenergie» verliehen. Es ist das erste Mal, das ein Alternativer Nobelpreis - offiziell «Right Livelihood Award» - nach China geht.

(L'essentiel Online/dapd)

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