Pornostar, Trump, Affäre

19. Januar 2018 07:39; Akt: 19.01.2018 07:51 Print

«Er sagte, ich erinnerte ihn an seine Tochter»

Ein Pornostar soll einst Sex mit dem verheirateten Donald Trump gehabt haben. Später soll ihr Schweigegeld bezahlt worden sein. Nun ist ein Interview mit ihr aus dem Jahr 2011 aufgetaucht.

130.000 Dollar sollen geflossen sein, damit eine Pornodarstellerin nicht über eine Begegnung mit Donald Trump spricht. (Video: Tamedia)

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Stormy Daniels (38) heißt eigentlich Stephanie Clifford. Seit das «Wall Street Journal» vor einigen Tagen berichtete, dass sie 2006 eine Affäre mit Donald Trump gehabt habe und ihr wegen dessen Präsidentschaftsambitionen ein Schweigegeld bezahlt worden sei, brodelt die Gerüchteküche.

Trump wie auch Daniels verneinen, dass zwischen ihnen jemals etwas vorgefallen sei oder dass je eine Zahlung von 130.000 Dollar erfolgt sei, um das Schweigen der Blondine sicherzustellen.

Interview mit Lügendetektor

Nun hat das Magazin «In Touch» in seiner Printausgabe aber ein Interview mit Daniels aus dem Jahr 2011 ausgegraben, das zuvor nie veröffentlicht worden war. Sie habe während des Gesprächs mit «In Touch» sogar einen Lügendetektor-Test gemacht, schreibt das Magazin.

Im Interview erzählt Daniels allerhand pikante Details von ihrem ersten und offenbar nicht letzten Treffen mit Trump. Dieser war damals seit einem halben Jahr mit seiner Melania verheiratet. Melania war damals 35 Jahre alt – für Trump «das Ablaufdatum für Frauen» – und hatte gerade Sohn Barron zur Welt gebracht.

Im Pyjama empfangen

Trump und sie hätten sich im Juli 2005 im Rahmen eines Promi-Golfturniers in Lake Tahoe kennen gelernt, erzählte Daniels dem Magazin damals. Trump habe sie zum Abendessen eingeladen und sie in seiner Suite im Lake-Tahoe-Hotel empfangen. Sie habe sich für das Essen aufgebrezelt und sei überrascht gewesen, dass er sie im Pyjama empfangen habe.

Sie habe deswegen noch scherzhaft gefragt, ob der «Playboy»-Herausgeber und bekennende Satin-Bademantel-Träger Hugh Hefner wisse, dass Trump seinen Look stehle. Trump habe dies weniger lustig gefunden.

«Uh, jetzt gehts los»

Die beiden hätten im Zimmer gegessen, und nachdem Daniels sich auf der Toilette frisch gemacht habe, sei es zur Sache gegangen: Trump habe auf dem Bett gesessen und sie aufgefordert, zu ihm zu kommen. «Ich dachte nur: ‹Uh, jetzt gehts los› – und dann küssten wir uns», so Daniels im Interview.

Der Sex sei langweilig gewesen – «nur eine Position, so wie man es von jemandem in diesem Alter erwarten würde» – und verhütet hätten die beiden nicht.

«Intelligent und schön wie meine Tochter»

Danach habe Trump sie immer wieder angerufen, und es sei zu mehreren Treffen gekommen. Dabei habe ihr Trump versichert: «Dich kann man ernst nehmen, du bist intelligent und schön wie meine Tochter.»

Er habe ihr auch versprochen, dass sie eine Rolle in seiner Realityshow «The Apprentice» bekommen werde. Daraus wurde nichts, auch wenn sich die Affäre der beiden Daniels zufolge hinzog. Den letzten Anruf Trumps habe sie 2009 oder Anfang 2010 erhalten.

Fox News «killte» die Geschichte im Wahlkampf

Daniels Schilderungen aus dem Jahr 2011 wurden von ihrem Ex-Mann gestützt. Er bestätigte gegenüber «In Touch», dass seine Frau und Trump in dieser Zeit öfter telefoniert hätten.

Ganz nach dem Motto «Wo Rauch ist, ist auch Feuer» hatten sich diverse US-Medien schon lange hinter die Gerüchte um die Affäre zwischen Trump und dem Pornostar geklemmt. Wie jetzt bekannt wurde, war auch der Trump freundlich gesinnte US-Sender Fox News interessiert.

Der Sender habe etwa eine Bestätigung der Affäre von Daniels damaliger Managerin und anderen Personen erhalten, schreibt CNN. Die Geschichte sei im Präsidentschaftswahlkampf kurz vor der Veröffentlichung gestanden – dann habe die Fox-Chefetage sich dagegen entschieden.

(L'essentiel/gux)

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