Türkei

15. August 2018 09:53; Akt: 15.08.2018 09:53 Print

Erdogan erhöht Zölle auf Autos und Alkohol aus USA

Die Türkei wird künftig jegliche US-Elektronikprodukte boykottieren. Weiter hat Präsident Erdogan Strafzölle auf 22 US-Produkte verhängt.

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Die Türkei hat im Streit mit den USA über das Festhalten des US-Pastors Andrew Brunson die Einfuhrzölle auf bestimmte US-Produkte drastisch erhöht, berichtete die Resmi Gazete, das Amtsblatt der Türkei, am Mittwoch.

Die am frühen Morgen veröffentlichte Liste beinhaltete 22 Punkte, unter anderem neue Zölle auf die Einfuhr von Autos, alkoholische Getränke, kosmetische Produkte, Tabak oder Papier. Der stellvertretende Präsident Fuat Oktay twitterte, die Türkei habe dem Prinzip der Gegenseitigkeit folgend nach den «absichtlichen Angriffen der US-Regierung» Steuern auf einige Produkte aus den USA erhoben.

Für Pkw werde nach einem von Präsident Recep Tayyip Erdogan unterzeichneten Dekret der Zoll um 120 Prozent angehoben, bei alkoholischen Getränken seien es 140 und bei Tabak 60 Prozent. Auch für andere Waren gelten demnach künftig höhere Zölle, darunter für Kosmetika, Reis und Kohle.

iPhone-Boykott

Bereits am Dienstag hatte Erdogan als Reaktion auf eine Anhebung der Zölle durch die USA Sanktionen gegen den US-Konzern Apple angekündigt. «Wir werden einen Boykott über elektronische Produkte aus den USA verhängen», sagte er.

Die USA hätten iPhones, doch «auf der anderen Seite» gebe es Samsung, sagte Erdogan im türkischen Fernsehen mit Bezug auf den US-Handyhersteller Apple und den südkoreanischen Konkurrenten. Außerdem habe die Türkei ihren eigenen Hersteller Vestel.

Angespannte Beziehungen

Das Verhältnis zwischen den Nato-Partnern Türkei und USA ist wegen verschiedener Themen angespannt. Zugespitzt hat sich der Streit wegen des Falles Brunson. Da der Pastor nicht ausreisen darf, hat Trump die Einfuhrzölle auf Stahl und Aluminium aus der Türkei verdoppelt.

Türkische Ermittler werfen Brunson Verbindungen zu dem in den USA lebenden Geistlichen Fethullah Gülen vor, der nach Darstellung der Regierung in Ankara hinter dem Putschversuch vor zwei Jahren steckt.

Die USA hatten am Dienstag mit weiterem wirtschaftlichen Druck gedroht, sollte Brunson noch länger festgehalten werden. Sollte sich hier in den kommenden Tagen oder in der nächsten Woche nichts ändern, würden die USA zusätzliche Maßnahmen einleiten, sagte ein Vertreter des US-Präsidialamtes der Nachrichtenagentur Reuters.

(L'essentiel/fur/sda/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sammy am 15.08.2018 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    Soll er mal Zölle auf Windows-und Apple Programme machen. Welche Alternative hat er denn?

  • loshein am 15.08.2018 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alkohol? Ich dachte alles was trunken macht ist verboten.

  • Arm am 15.08.2018 16:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also der zwar vom Bosporus sagt seinen Leuten das ich keine iPhones oder sonstiges aus der USA kaufen sollen Das nennt man Diktatur

Die neusten Leser-Kommentare

  • Piron am 16.08.2018 08:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na die Produkte der türkischen Hersteller :D

  • Sammy am 15.08.2018 16:43 Report Diesen Beitrag melden

    Soll er mal Zölle auf Windows-und Apple Programme machen. Welche Alternative hat er denn?

  • Arm am 15.08.2018 16:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also der zwar vom Bosporus sagt seinen Leuten das ich keine iPhones oder sonstiges aus der USA kaufen sollen Das nennt man Diktatur

  • loshein am 15.08.2018 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Alkohol? Ich dachte alles was trunken macht ist verboten.