Steine fliegen

09. August 2020 19:41; Akt: 09.08.2020 19:48 Print

Erneut Hunderte bei Protesten in Beirut

Auch am Sonntag haben sich in der libanesischen Hauptstadt Demonstranten versammelt. Sicherheitskräfte setzen Tränengas gegen die Protestierenden ein.

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Die Demonstranten machen die Regierung für die Explosion verantwortlich. (Bild: DPA/Hassan Ammar)

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In ihrer Wut über die möglicherweise vermeidbare Explosion in Beirut sind am Sonntag am zweiten Tag in Folge Hunderte Menschen auf die Straße gegangen. Einige versammelten sich in Nähe des Parlamentsgebäudes und warfen Steine gegen Zäune und Barrieren, wie Augenzeugen berichteten. Sicherheitskräfte versuchten, sie mit Tränengas auseinanderzutreiben. Die Demonstranten seien trotzdem «entschlossen, diese Zäune zu durchbrechen», sagte einer von ihnen der Deutschen Presse-Agentur. «Das Parlament ist für das Volk.»

Die Wut der Demonstranten richtet sich gegen die Regierung, die sie als verantwortlich sehen für die Explosion am vergangenen Dienstag mit mehr als 150 Toten und über 6000 Verletzten. Tausende Menschen hatten deshalb am Samstag bereits friedlich demonstriert, ehe die Proteste dann teilweise in Gewalt umschlugen. Dem Roten Kreuz zufolge wurden dabei 250 Menschen verletzt, laut Sicherheitskräften wurde ein Polizist getötet.

In vergangenen Tagen waren internationale Rettungsteams in der Hauptstadt des Libanon eingetroffen, um nach Verschütteten zu suchen. «Zu diesem Zeitpunkt schwindet unsere Hoffnung, Überlebende zu finden», sagte Oberst Roger Churi, Leiter der Militär-Experten am Ort der Explosion, nach einem mehrtägigen Such- und Rettungseinsatz. Am Hafen, wo es zu der Detonation kam, gelten noch 45 Menschen als vermisst.

(L'essentiel/dpa)

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