Verschwörungstheorien

07. Oktober 2020 07:30; Akt: 07.10.2020 07:37 Print

Facebook und Insta verbieten QAnon-​​Posts

Die Online-Netzwerke haben ihr Vorgehen gegen die QAnon-Bewegung in den USA verschärft.

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Alle Konten und Posts werden entfernt: Ein Demonstrant hält vor einer Wahlveranstaltung von US-Präsident Trump in Pennsylvania ein «Q» in die Höhe. (Archivbild) (Bild: Keystone/Matt Rourke)

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Die Online-Netzwerke Facebook und Instagram verschärfen ihr Vorgehen gegen die QAnon-Bewegung. Diese verbreitet Verschwörungstheorien und unterstützt US-Präsident Donald Trump.

Wie Facebook am Dienstag mitteilte, sollen künftig alle Facebook-Seiten und -Gruppen sowie alle Instagram-Konten mit Verbindungen zu QAnon entfernt werden, «selbst wenn sie keinen gewalttätigen Inhalt haben».

Im August hatte Facebook bereits rund 800 Gruppen, 100 Seiten und 1500 Anzeigen mit Verbindungen zu QAnon aus seinem Netzwerk entfernt. Für mehr als 10.000 Instagram-Konten, 440 Facebook-Seiten und fast 2000 Facebook-Gruppen wurden zudem Restriktionen verhängt, um die Reichweite von QAnon-Inhalten einzuschränken. Auch mehr als 300 sogenannte Hashtags – also Schlagworte – mit Bezug zu QAnon wurden deshalb in beiden Netzwerken blockiert.

Der Kurzbotschaftendienst Twitter hatte bereits zuvor tausende Konten mit Verbindungen zu QAnon gelöscht.

Antisemitische und rechtsradikale Inhalte

Die QAnon-Bewegung verbreitet die Behauptung, dass die USA von einer kriminellen Organisation beherrscht würden, der etwa die früheren Präsidenten Bill Clinton und Barack Obama, der Milliardär George Soros sowie diverse Hollywoodstars angehören sollen. Viele QAnon-Botschaften haben antisemitischen und rechtsradikalen Charakter.

Unter den QAnon-Anhängern sind viele Trump-Unterstützer. Anhänger der Bewegung nahmen zuletzt auch an Protesten gegen die Corona-Restriktionen in den USA teil. Trump hatte nach der Facebook-Entscheidung im August gesagt, er wisse nicht viel über QAnon. Die Anhänger der Bewegung seien aber «Leute, die unser Land lieben».

(L'essentiel/SDA/chk)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Paul am 07.10.2020 11:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viele QAnon-Botschaften haben antisemitischen und rechtsradikalen Charakter. 1 Zeill dei des Behaaptung beweisst? De Geigendeel as de Fall! Ma sou kritt een all Protest ersteckt. Einfach an de rietsen Eck domadden

  • EigeneMeinung? am 07.10.2020 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    Zensur gibt es ja bekanntlich immer in Regime's die nichts zu verbergen haben!

  • Gedrosselte Redefreiheit am 07.10.2020 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Ersetze Qanon mit Briefmarken- oder Katzenfreunde und stelle fest wie tief und willkürlich die Zensur mittlerweile geworden ist. Früher hat man Bücher verbrannt, heute löscht man Accounts.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Paul am 07.10.2020 11:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viele QAnon-Botschaften haben antisemitischen und rechtsradikalen Charakter. 1 Zeill dei des Behaaptung beweisst? De Geigendeel as de Fall! Ma sou kritt een all Protest ersteckt. Einfach an de rietsen Eck domadden

  • Gedrosselte Redefreiheit am 07.10.2020 10:58 Report Diesen Beitrag melden

    Ersetze Qanon mit Briefmarken- oder Katzenfreunde und stelle fest wie tief und willkürlich die Zensur mittlerweile geworden ist. Früher hat man Bücher verbrannt, heute löscht man Accounts.

  • EigeneMeinung? am 07.10.2020 08:46 Report Diesen Beitrag melden

    Zensur gibt es ja bekanntlich immer in Regime's die nichts zu verbergen haben!