Afghanistan

07. Januar 2021 10:38; Akt: 07.01.2021 10:52 Print

Fünf Zivilisten bei Luftangriff getötet

Mindestens fünf Menschen haben bei einem Luftangriff in der Provinz Helmand ihr Leben verloren. Die Taliban beschuldigt US-Streitkräfte.

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Tausende Menschen sind aus der Provinz Helmand vertrieben worden und hausen in Lagern. (Bild: Abdula Aziz Safdari)

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In Afghanistan sind bei einem Luftangriff mindestens fünf Zivilisten getötet worden. Fünf weitere Menschen seien bei dem Angriff in der Nacht zum Donnerstag in der südlichen Provinz Helmand verletzt worden, sagten mehrere Provinzräte übereinstimmend. Unter den Opfern waren demnach drei Frauen, ein Kind sowie ein junger Mann.

Der Luftangriff erfolgte in einem von den Taliban kontrollierten Bezirk nahe der Provinzhauptstadt Laschkarga, wie es aus Helmand hieß. Die militant-islamistische Gruppe machte die US-Streitkräfte für den Angriff verantwortlich. Provinzräte sagten, die Hintergründe des Luftangriffs seien unklar. Der Sprecher der US-Streitkräfte in Afghanistan, Sonny Leggett, wies die Vorwürfe der Taliban auf Twitter zurück.

In Helmand toben seit Monaten schwere Gefechte zwischen den aufständischen Taliban und Afghanistans Streitkräften. Die militant-islamistischen Taliban hatten im Oktober 2020 eine Großoffensive in der umkämpften Provinz gestartet, Zehntausende Menschen wurden vertrieben.

Am Mittwoch nahmen unterdessen Unterhändler der Taliban und Afghanistans Regierung nach mehreren Wochen Unterbrechung die Friedensgespräche in Doha wieder auf. Nach ersten kleinen Fortschritten wollen die Konfliktparteien über ihre Agenda sprechen. Die Gewalt geht im Land unvermindert weiter, eine Waffenruhe lehnen die Taliban weiterhin ab.

(L'essentiel/dpa)

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