Venezolanischer Präsident

17. Juli 2018 08:58; Akt: 17.07.2018 11:21 Print

Für Maduro ist «Afrika» der Sieger der Fußball-​​WM

Der Präsident von Venezuela, Nicolás Maduro, meldet sich mit einer Einschätzung zur Fußball-WM zu Wort. Er findet, dass eigentlich Afrika den WM-Titel verdient hätte.

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Nicolás Maduro ist seit 2013 Staatspräsident von Venezuela. Das Land steckt in einer schweren humanitären und wirtschaftlichen Krise.

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Den venezolanischen Machthaber Nicolás Maduro und den französischen Präsidenten Emmanuel Macron verbindet eine gegenseitige herzliche Abneigung. Nachdem sich der autoritär regierende Maduro am 20. Mai im Amt bestätigen ließ, warf ihm Macron vor, eine Diktatur in dem südamerikanischen Land errichtet zu haben. Eine «gerechte, freie und transparente Wahl» habe nicht stattgefunden, hieß es aus dem Élyséepalast.

Der Staatschef von Venezuela revanchierte sich nun auf seine Art. Am Montag erklärte er im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung, dass eigentlich Afrika – und nicht Frankreich – den Fußball-Weltmeistertitel gewonnen habe. «Die französische Mannschaft glich einer afrikanischen Mannschaft. In Wahrheit hat Afrika gewonnen, die afrikanischen Immigranten sind nach Frankreich gekommen (...) Afrika wurde dermaßen gering geschätzt. Frankreich hat diese Weltmeisterschaft dank der afrikanischen Spieler oder der Söhne von Afrikanern gewonnen.» Tatsächlich haben 14 der 23 Spieler, die beim WM-Finale gegen Kroatien im Kader von Frankreich standen, afrikanische Wurzeln.

«Stoppt den Rassismus in Europa»

Auch zu Europa hat der 55-jährige Sozialist, dessen Land seit mehreren Jahren von einer schweren wirtschaftlichen und humanitären Krise gebeutelt wird, eine Meinung. «Stoppt den Rassismus in Europa gegen afrikanische Völker, stoppt die Diskriminierung von Migranten. Ich wünsche mir, dass Frankreich und Europa erkennen, dass auch wir, die Afrikaner und Lateinamerikaner, einen Wert und Macht haben.»

Maduro beendete seine Rede mit einem Lob an das Team von Didier Deschamps, das «himmlisch gut gespielt habe», und an den russischen Präsidenten Wladimir Putin, «der die beste Weltmeisterschaft in der Geschichte organisiert hat».

(L'essentiel)

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