Auszeichnung

25. September 2019 09:30; Akt: 25.09.2019 09:30 Print

Greta Thunberg erhält Alternativen Nobelpreis

Die schwedische Klimaaktivistin wird ebenso wie eine Chinesin, ein Brasilianer und eine Unabhängigkeitskämpferin aus der Westsahara mit dem Alternativen Nobelpreis geehrt.

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Neben Greta Thunberg werden die Menschenrechtsaktivistin Aminatu Haidar aus der Westsahara, die chinesische Frauenrechtlerin Guo Jianmei sowie der brasilianische Ureinwohner Davi Kopenawa und seine Vereinigung Hutukara Yanomami ausgezeichnet. (Bild: DPA/Daniel Bockwoldt)

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Der Alternative Nobelpreis geht in diesem Jahr unter anderen an die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg. Mit ihr werden die Menschenrechtskämpferin Aminatu Haidar aus der Westsahara, die chinesische Frauenrechtlerin Guo Jianmei sowie der brasilianische Ureinwohner Davi Kopenawa und seine indigene Vereinigung Hutukara Yanomami geehrt. Das teilte die Right Livelihood Stiftung am Mittwoch in Stockholm mit.

«Mit den 40. Right Livelihood Awards ehren wir vier praktische Visionäre, deren Einsatz es Millionen von Menschen ermöglicht, ihre grundlegenden Rechte zu verteidigen und für eine lebenswerte Zukunft auf diesem Planeten zu kämpfen», erklärte Stiftungsdirektor Ole von Uexküll. Die Motive für die Auszeichnung reichen vom Kampf für das Klima und die Artenvielfalt bis zum Einsatz für Gerechtigkeit und die Rechte von Frauen.

Aminatu Haidar ist die erste Trägerin des Preises aus der Westsahara überhaupt. Sie kämpft seit Jahrzehnten für Gerechtigkeit und Selbstbestimmung der Bevölkerung in der Region und eine Unabhängigkeit ihrer Heimat. Dabei lasse sie sich auch nicht von Folter und Gefangenschaft von ihrem unerschütterlichen Weg abbringen, erklärte die Stiftung. Ebenso beharrlich setze sich die Juristin Guo Jianmei in China für die Stärkung der Frauenrechte ein. Sie habe bereits Tausenden benachteiligten Frauen den Zugang zur Justiz ermöglicht.

Vorbildrolle bei den Klimaprotesten

Davi Kopenawa und seine Vereinigung Hutukara Yanomami werden für ihren mutigen und entschlossenen Einsatz für Wald und Artenvielfalt im Amazonas sowie die dort lebenden Ureinwohner ausgezeichnet. Thunberg schließlich - angesichts ihrer Vorbildrolle bei den Klimaprotesten in aller Welt die bekannteste unter den Preisträgern - habe «der politischen Forderung nach dringenden Klimaschutzmaßnahmen weltweit Gehör verschafft».

Der Right Livelihood Award, der gewöhnlich als Alternativer Nobelpreis bezeichnet wird, wird seit 1980 und damit in diesem Jahr zum 40. Mal verliehen. Der spendenfinanzierte Preis ehrt alljährlich Kämpfer für Menschenrechte, Umweltschutz und Frieden und steht in kritischer Distanz zu den traditionellen Nobelpreisen, deren Preisträger ab dem 7. Oktober in Stockholm und Oslo bekanntgegeben werden.

93.500 Euro Preisgeld

Das mit der Auszeichnung verbundene Preisgeld in Höhe von jeweils einer Million schwedischen Kronen (93.500 Euro) ist für die Arbeit der Geehrten bestimmt. Darüber hinaus wird den Preisträgern von der Stiftung langfristige Unterstützung für ihr Vorhaben und Hilfe in lebensbedrohlichen Situationen zugesichert.

Insgesamt hatte sich die internationale Vergabejury 142 Nominierungen aus 59 Ländern angeschaut. Die Auszeichnungen werden am 4. Dezember auf einer feierlichen Zeremonie in Stockholm vergeben. Kopenawa wird den Preis dann bereits zum zweiten Mal in Empfang nehmen - im Jahr 1989 hatte er den Award schon einmal im Auftrag der Menschenrechtsorganisation Survival International entgegengenommen. Bei der Feier soll unter anderem Whistleblower Edward Snowden aus Moskau zugeschaltet werden. Er war 2014 mit dem Right Livelihood Award ausgezeichnet worden.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sauber am 25.09.2019 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    Das war ja klar, zumal der Nobelpreis-Erfinder ein Urahn von Greta gewesen sein soll. Den Preis hat sie nicht verdient, weil Gretas Vermarktung eigenes von der Finanzlobby gegründet wurde.

  • Jchmk am 25.09.2019 10:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bitte, nicht mehr über Greta schreiben das geht einem auf den Sack

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  • francois am 25.09.2019 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    an diesem ganzen Greta Gedöns sind einzig und allein die Medien Schuld.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kritiker am 04.10.2019 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Nach Medienberichten zufolge sind etwa 2/3 der deutschen Bevölkerung der Meinung, dass Greta den alternativen Nobelpreis nicht verdient hat. Inzwischen müßte es doch jedem klar geworden sein, dass Greta überhaupt nichts realistisches erreicht hat, außer eine hüpfende u. schreiende Gesellschaft, die verhemmt zusätzliche Klimakosten fordert, sich selber aber nicht in ihrer Lebensweise einschränkt.

  • francois am 25.09.2019 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    an diesem ganzen Greta Gedöns sind einzig und allein die Medien Schuld.

  • Pia am 25.09.2019 14:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Miamau1 genee och meng Meenung.

  • Miamau1 am 25.09.2019 14:30 Report Diesen Beitrag melden

    Ach bitte .. Wofür?? Für Ihrr Vermaktung oder dafür das die Schüler Freitags frei haben??? Die alte nervt sowas von @Imsolonely du tust mir einfach nur leid. Ich hab auch keine Kinder trotzdem habe ich nicht so eine LMAA Einstellung wie du, ganz im Gegenteil. Ich liebe Tiere über alles... die leiden unter dem ganzen am meisten und können überhaupt nichts dafür! Aber dieses kleine Nervige Gör brauch man dafür nun wirkich nicht, oder geht sie jetzt Persönlich los und fischt z.B. das Plastik aus den Meeren?? Ich denke nicht.

    • Imsolonely am 26.09.2019 10:23 Report Diesen Beitrag melden

      Ach, brauche kein Mitleid, danke. :-) Liebe auch Tiere, und seitdem ich den Mensch besser kenne, um so mehr! Und glaubt mir, auch diese wären besser dran wenn wir nicht hier wären! Wir haben alles uns selbst zu verdanken, und je mehr wir machen, umso schlimmer wird es. Warum soll ich mir also den Kopf zerbrechen über etwas das wir Verursacht haben, und es sogar noch mit jedem Versuch es besser zu machen, nur verschlimmern? Also, Koffer packen und ab zum nächsten Planeten!

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  • Ghill am 25.09.2019 13:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mediales Theater, die Gretha macht ihr Bestes, Asberger beissen sich fest. Ich hoffe die Kleine übersteht das Ganze.