Trump über Corona

04. August 2020 18:13; Akt: 04.08.2020 18:14 Print

«Ich finde, die Situation ist unter Kontrolle»

Mit einem Interview zum Verlauf der Corona-Pandemie in den Vereinigten Staaten hat US-Präsident Donald Trump neue Kritik auf sich gezogen.

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Im Gespräch mit Jonathan Swan, einem Reporter des Online-Portals Axios, sagte US-Präsident Donald Trump, die USA hätten in der Pandemie in zahlreichen Kategorien niedrigere Werte als Europa und der Rest der Welt. «Schauen Sie hier», meinte Trump und zeigte zum Beweis auf verschiedene Ausdrucke von Statistiken.

Der Journalist hielt entgegen, dass sich der Präsident auf den Anteil der Corona-Toten an der Zahl der in den USA gemeldeten Fälle beziehe anstatt den Bezug zur Gesamtbevölkerung herzustellen. «Ich spreche aber über Anzahl Todesfälle in Bezug zur Bevölkerung. Dort sind die USA wirklich schlecht», sagte Swan.

«Das können Sie nicht machen», widersprach Trump. «Sie müssen sich auf die Fälle beziehen.»

«Tja, es ist wie es ist»

Swan warf dem US-Präsidenten vor, seine Wählerschaft in die Irre zu führen. «Ich war an vielen ihrer Wahlveranstaltungen dabei», so der Reporter. «Ihre Wähler hören Ihnen genau zu, sie glauben jedes Wort, das Sie ihnen sagen. Also wenn sie behaupten, dass alles unter Kontrolle ist, dass ein Mundschutz nicht nötig sei…. ich meine, es sind mehrheitlich ältere Menschen, die Ihnen folgen.»

Dazu Trump: «Nun, wie definieren Sie Kontrolle? Ich finde, die Situation ist unter Kontrolle.»
Der Journalist antwortete empört: «Wie? Tausende US-Amerikaner sterben pro Tag», sagte Swan.
Trump zeigte sich unbeeindruckt: «Sie sterben, das ist wahr. Tja, es ist wie es ist», meinte Trump nachdrücklich. Dies bedeute jedoch nicht, dass nicht alles, was möglich sei, gegen das Virus unternommen werde.

Zahlreiche Nutzer kommentierten im Kurzmitteilungsdienst Twitter am Dienstag, Trump versuche, die Zahlen herunterzuspielen. Der knapp drei Minuten lange Clip erzielte binnen weniger Stunden mehr als zehn Millionen Aufrufe.

155.000 Corona-Tote in den USA

In den USA mit rund 330 Millionen Einwohnern sind bislang mehr als 155.000 Menschen in Verbindung mit einer Coronavirus-Infektion gestorben, wie aus den Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorgeht. Bislang gibt es rund 4,7 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 – in absoluten Zahlen mehr als in jedem anderen Land der Welt. Gemessen an der Gesamtbevölkerung schneiden Länder wie Italien, Spanien und Großbritannien schlechter ab.

(L'essentiel/SDA)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Camp Bells am 05.08.2020 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre ich Amerikaner und die Demokraten würden eine Tomatensuppe zur Präsidentenwahl aufstellen, so wählte ich dann eine Tomatensuppe zum nächsten Präsidenten...

  • PillePalle am 05.08.2020 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Waer 2016 d`Hillary geint de Saddam Hussein ugetrueden,d`Amis haetten den Saddam gewielt

  • Crazy Donald am 05.08.2020 17:38 Report Diesen Beitrag melden

    Genau. Und das Virus wird verschwinden .. irgendwann ….(Heile heile Mausespeck in hunnerd Jahr is alles weg).

Die neusten Leser-Kommentare

  • Crazy Donald am 05.08.2020 17:38 Report Diesen Beitrag melden

    Genau. Und das Virus wird verschwinden .. irgendwann ….(Heile heile Mausespeck in hunnerd Jahr is alles weg).

  • Camp Bells am 05.08.2020 17:30 Report Diesen Beitrag melden

    Wäre ich Amerikaner und die Demokraten würden eine Tomatensuppe zur Präsidentenwahl aufstellen, so wählte ich dann eine Tomatensuppe zum nächsten Präsidenten...

  • PillePalle am 05.08.2020 12:51 Report Diesen Beitrag melden

    Waer 2016 d`Hillary geint de Saddam Hussein ugetrueden,d`Amis haetten den Saddam gewielt

  • Louise am 05.08.2020 09:38 Report Diesen Beitrag melden

    Trump ist doch seit Jahren in einer Situation in der er machen kann was er will, er wird von den Medien und von der Öffentlichkeit zerrissen. Als unser Herr Asselborn eine ähnliche Rhetorik benutzt hat um unsere Zahlen gegenüber unseren Nachbarn zu rechtfertigen. Kein Aufschrei, seitens der Medien. Als hier die Fallzahlen wieder stiegen sind die Medien nicht einmal auf die Idee gekommen unsere Regierung anzugreifen. Es war viel einfacher die Schuld bei der Jugend und den "Partypeople" zu suchen. Aber in der USA ist Trump an allem schuld.

  • ch m am 05.08.2020 08:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Also ehrlich,der sollte lieber seinen Mund halten wenn er solchen Mist verzapft,der hat sie ja nicht mehr der Reihe nach,da sagt er auch noch alles wäre unter Kontrolle,wenn er wie bei uns alles zugemacht hätte wäre es bestimmt nicht so schlimm geworden,er hätte ein Vorbild sein und Maske tragen sollen dann hätten die Leute es auch gemacht,ist keine hundertprozentige Sicherheit aber es hilft ein bisschen,Regeln gibst auch keine,bei uns gibst auch noch immer welche die sich nicht dran halten,machen einfach was sie wollen,erlebt man oft genug,mit so einem Mann an der Spitze kann man nur sagen armes Amerika,kann nur hoffen dass sie im November wenn sie wählen überlegen was sie tun,sonst kann man die nicht bedauern,das war der schlimmste den sie je hatten.