Jean-Claude Juncker

29. November 2017 08:14; Akt: 29.11.2017 15:05 Print

«Jeder Euro für Afrika ist Zukunftsinvestition»

Bei Afrika-Hilfen solle nicht geknausert werden. Die gestartete «Investitionsoffensive» nennt der Kommissionspräsident Junker einen Schritt in die richtige Richtung.

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EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bezeichnete Hilfen für Afrika als Investition in die Zukunft. (Bild: AFP/Aurore Belot)

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EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat dazu aufgerufen, bei den Hilfen für Afrika nicht zu knausern. «Jeder Euro ist eine Investition in unser aller Zukunft, in Chancen für junge Menschen, in Ernährungssicherheit und ein besseres Grenzmanagement», sagte der Luxemburger unmittelbar vor dem EU-Afrika-Gipfel an diesem Mittwoch und Donnerstag der Welt.

Was in Afrika geschehe, betreffe Europa, und was in Europa geschehe, betreffe Afrika. Als Schritt in die richtige Richtung nannte Juncker die jüngst gestartete «Investitionsoffensive» für Afrika und die Nachbarschaft der EU. In sie werden 4,1 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt fließen.

Berlin stockt EU-Afrika-Fonds auf

Auch die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und andere Staats- und Regierungschefs der EU wollen sich für bessere Bildungschancen für junge Menschen in Afrika einsetzen und mehr Jugendaustausch ermöglichen. Wenn Europa seine Außengrenzen schütze und Schleppern das Handwerk lege, heiße das nicht, dass legaler Austausch nicht gefördert werde, sagt Merkel.

Möglich sein sollen Hilfen bei der Berufsausbildung und eine Unterstützung für Universitäten, auch durch Studienmöglichkeiten. Voraussetzung dafür sind Erfolge im Kampf gegen Korruption und die Einhaltung von Menschenrechten. Um mehr private Investitionen anzukurbeln, dürfte Berlin auch den EU-Afrika-Fonds nochmals aufstocken.

Durch bessere Lebensbedingungen in den Herkunftsländern erhofft sich die EU, dass der Migrationsdruck auf Deutschland und Europa aus Afrika abnimmt. Die Kooperation mit Transitländern wie Libyen, von wo aus die meisten Menschen zum gefährlichen Weg über das Mittelmeer nach Europa starten, spielt aber ebenfalls eine Rolle, ebenso wie eine bessere Kooperation der Herkunftsländer bei der Rückführung von abgelehnten Asylbewerbern und Wirtschaftsflüchtlingen.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Phil am 29.11.2017 23:52 Report Diesen Beitrag melden

    Sorry, Herr Juncker, mä ech reesen seit 28 Joer regelmässeg an Afrika, gin nächst Woch nach dohin. Dir hutt Onrecht.... näischt ass besser gin, juste alles schlechter, ausser de Chaos an d'Korruptioun... där gett et emmer méi. Wat ass dann mat deenen Milliarden geschitt déi d'EU seit Joeren an deen Kontinent gepompelt huet? Näischt, guer näischt, ausser dass sie déi perséinlech Bankkonten vun Despoten wéi den Mugabe, Dos Santos, Kagame & Co gesponsort hun!

  • remo raffaelli am 29.11.2017 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    OK Herr Juncker , warum erst jetzt ?, wusste die EU nicht dass es Afrika schon 40 Jahre durch Korrupzion ganz schlescht geht ???Ihr seid doch alles Heuschler !

  • Niemand am 29.11.2017 17:48 Report Diesen Beitrag melden

    ''Jeder Euro für Afrika ist Zukunftsinvestition'' Wenn ich sowas lese, wird mir richtig schlecht. Seid über 30 Jahren wird Geld an Afrika gespendet. Bis heute hat sich dort nicht viel verändert oder sogut wie ganrichts. Europa interessiert sich nur für 2 Dinge: Elektroschrott nach Afrika zuentsorgen und Früchte zuimportieren, um hier Profit damit zumachen. Was geschieht überhaupt mit dem ganzen Geld was gespendet wird? Und was machen die Afrikaner mit dem Euro? Und ist Geld wirklich die Lösung für Afrika?

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  • Phil am 29.11.2017 23:52 Report Diesen Beitrag melden

    Sorry, Herr Juncker, mä ech reesen seit 28 Joer regelmässeg an Afrika, gin nächst Woch nach dohin. Dir hutt Onrecht.... näischt ass besser gin, juste alles schlechter, ausser de Chaos an d'Korruptioun... där gett et emmer méi. Wat ass dann mat deenen Milliarden geschitt déi d'EU seit Joeren an deen Kontinent gepompelt huet? Näischt, guer näischt, ausser dass sie déi perséinlech Bankkonten vun Despoten wéi den Mugabe, Dos Santos, Kagame & Co gesponsort hun!

  • Niemand am 29.11.2017 17:48 Report Diesen Beitrag melden

    ''Jeder Euro für Afrika ist Zukunftsinvestition'' Wenn ich sowas lese, wird mir richtig schlecht. Seid über 30 Jahren wird Geld an Afrika gespendet. Bis heute hat sich dort nicht viel verändert oder sogut wie ganrichts. Europa interessiert sich nur für 2 Dinge: Elektroschrott nach Afrika zuentsorgen und Früchte zuimportieren, um hier Profit damit zumachen. Was geschieht überhaupt mit dem ganzen Geld was gespendet wird? Und was machen die Afrikaner mit dem Euro? Und ist Geld wirklich die Lösung für Afrika?

  • remo raffaelli am 29.11.2017 16:54 Report Diesen Beitrag melden

    OK Herr Juncker , warum erst jetzt ?, wusste die EU nicht dass es Afrika schon 40 Jahre durch Korrupzion ganz schlescht geht ???Ihr seid doch alles Heuschler !