Eurogruppen-Chef

20. Mai 2015 09:19; Akt: 20.05.2015 09:51 Print

«Juncker gibt mir immer einen feuchten Kuss»

Anfang 2014 verpasste Jeroen Dijsselbloem dem Luxemburger Jean-Claude Juncker einen Schlag unter die Gürtellinie. Doch jetzt haben sich die beiden offenbar wieder lieb.

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Jean-Claude Juncker und Jeroen Dijsselbloem hatten nicht immer das beste Verhältnis. (Bild: DPA/Olivier Hoslet)

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Anfang 2014 nannte der eine den anderen noch einen «starken Raucher und Trinker» - doch in der Zwischenzeit haben die beiden offenbar gemeinsam Versöhnungstee getrunken. Die Rede ist von Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem und EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, deren Verhältnis nicht erst seit damals ziemlich angespannt sein soll.

In einem Porträt der Wochenzeitschrift Vrij Nederland äußert sich der niederländische Finanzminister nun über sein Verhältnis mit dem Luxemburger: «Wir stimmen uns fast jede Woche über Griechenland ab. Jedes Mal, wenn ich ihn treffe, umarmt er mich, lächelt mich an und gibt mir einen feuchten Kuss.» Wie das aussieht, wenn Juncker in die Knutsch-Offensive geht, konnte man bereits im Februar beobachten.

Das Etikett bleibt

Im Januar vor einem Jahr hätte Juncker seinen Kollegen aus den Niederlanden wohl auch gern «geküsst». Mitten im Europa-Wahlkampf machte Dijsselbloem, der Juncker Anfang 2013 als Vorsitzender der Euro-Finanzminister beerbt hatte, in einer niederländischen TV-Talkshow eine Anspielung auf Junckers Alkohol- und Tabakkonsum. Die Sitzungen würden nunmehr «calvinistischer» ablaufen als in der Ära des Luxemburgers, sagte Dijsselbloem damals. Rauchen und Trinken sei am Verhandlungstisch schon immer verboten gewesen – «nur der ehemalige Vorsitzende hat sich nicht daran gehalten.» Juncker sei eben «ein verstockter Raucher und Trinker», resümierte der Sozialdemokrat.

Die Bombe im Europa-Wahlkampf war geplatzt. Am Ende konnte Juncker zwar doch den Wahlsieg für sich verbuchen – doch die Negativ-Berichte über seinen Lebenswandel und körperliche Gesamtverfassung wurde er bis heute nicht wirklich los. Da half auch sein Dementi («Ich habe kein Alkoholproblem») nicht viel. Bereits während seiner Amtszeit als Premierminister und Finanzminister im Großherzogtum waren Junckers Ess- und Trinkgewohnheiten immer wieder Gegenstand von mehr oder minder humorigen Presseberichten.

(jt/L'essentiel)

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