Franzose in Israel

19. März 2018 19:52; Akt: 19.03.2018 19:55 Print

Konsulatsmitarbeiter hat Waffen geschmuggelt

Ein französischer Konsulatsmitarbeiter soll 70 Pistolen und zwei Automatikgewehre aus dem Gazastreifen in das Westjordanland geschmuggelt haben.

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Ein Mitarbeiter des französischen Konsulats in Jerusalem hat nach israelischen Angaben Waffen vom Gazastreifen in das Westjordanland geschmuggelt. In fünf Fällen habe der 24-jährige Romain Franck insgesamt rund 70 Pistolen und zwei Sturmgewehre über die Grenze transportiert.

Der Franzose habe die Waffen von einem palästinensischen Mitarbeiter eines französischen Kulturzentrums im Gazastreifen erhalten, erklärte der Inlandsgeheimdienst Schin Bet am Montag. Er habe sie mit einem Fahrzeug des französischen Konsulats aus dem Küstengebiet ins Westjordanland geschmuggelt, wo die Waffen verkauft worden seien. Fahrzeuge der Botschaften und Konsulate werden am Grenzübergang vom Gazastreifen nach Israel nicht streng kontrolliert.

Die Untersuchung habe gezeigt, dass der Schmuggler aus finanziellem Interesse gehandelt habe, befand der Schin Bet. Die Vorgesetzten Francks hätten keine Kenntnis von seinen Aktivitäten gehabt.

«Sehr schwerwiegendes Ereignis»

Insgesamt seien neun Personen festgenommen worden. Sechs von ihnen, darunter der Schmuggler, sollten angeklagt werden. Neben Waffen sei auch Geld geschmuggelt worden. Ein Sprecher der französischen Botschaft in Tel Aviv äußerte sich zunächst nicht zu dem Fall.

«Das ist ein sehr schwerwiegendes Ereignis», hieß es aus israelischen Regierungskreisen. «Die Beziehungen zu Frankreich sind ausgezeichnet.» Die Affäre werde sich nicht negativ auf die Beziehungen auswirken. «Wir danken den französischen Behörden für die Zusammenarbeit.»

Die radikal-islamische Hamas hatte 2007 gewaltsam die Macht im Gazastreifen an sich gerissen. Israel verhängte daraufhin eine Blockade über das Küstengebiet, die mittlerweile von Ägypten mitgetragen wird.

(L'essentiel/sda)

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