New York

18. Dezember 2018 07:19; Akt: 18.12.2018 15:33 Print

Kosovo und Serbien streiten sich im Sicherheitsrat

Der Aufbau einer Armee im Kosovo: Während es für den einen ein natürlicher Schritt ist, hat der andere große Angst. Dies machten beide Staaten nochmals deutlich.

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Nach dem Beschluss zum Aufbau einer Armee im Kosovo ist dessen Präsident mit dem Präsidenten von Serbien aneinandergeraten. In einer Sitzung des UNO-Sicherheitsrats am Montag verteidigte Präsident Hashim Thaci den Parlamentsbeschluss als «nicht außergewöhnlich» und als «natürlichen Schritt».

Serbiens Präsident Aleksandar Vucic verwarf dagegen das «sogenannte souveräne Recht» des Kosovos auf eine reguläre Armee. Der Sicherheitsrat müsse das Land bremsen und zähmen.

Vucic sei «sehr beunruhigt»

Die Neuausrichtung der bisherigen Katastrophenschutz-Einheit des Kosovos hatte Serbien empört und bei westlichen Partnern des kleinen Balkanlandes Bedenken hervorgerufen. Das in großer Mehrheit von Albanern bewohnte Kosovo hatte früher zu Serbien gehört. Vor zehn Jahren hatte es sich für unabhängig erklärt.

Serbien hat die Abspaltung seiner ehemaligen Provinz nie anerkannt. Derzeit leben noch etwas mehr als 100.000 Serben im Kosovo.

«Wenn der Kosovo einen Fehler gemacht hat, dann nur, dass wir fünf Jahre zur Schaffung einer Armee gewartet haben», sagte Thaci. Die Armee würde mit «Soldaten des Friedens» zur Stabilität in der Region beitragen. Vucic sagte dagegen, er sei «sehr beunruhigt, sehr besorgt und sogar etwas verängstigt» über die Auswirkungen einer kosovarischen Armee in der Region.

(L'essentiel/roy/sda)

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