Neue Zusammenstösse

24. Januar 2020 08:47; Akt: 24.01.2020 08:55 Print

Mexikanische Soldaten stoppen 1000 Migranten

Auch für die nächste «Karawanen»-Gruppe aus Honduras ist an der mexikanischen Grenze erstmal Schluss. Mexikanische Soldaten versperren ihnen den Weg.

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Migranten sind auf der Flucht vor Armut und Gewalt an der Grenze zwischen Guatemala und Mexiko angekommen. (Bild: DPA/Moises Castillo)

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Erneut hat es an Mexikos Südgrenze Zusammenstöße zwischen Migranten und Sicherheitskräften gegeben. Geschätzt rund 1000 Mittelamerikaner hatten am Donnerstag den Grenzfluss Suchiate aus Guatemala überquert. Nachdem sie auf mexikanischer Seite einige Kilometer weit gelaufen waren, versperrten Soldaten der Nationalgarde ihnen den Weg. Es kam zu Steinwürfen durch Migranten und den Einsatz von Tränengas durch die Soldaten.

Die Migranten gehörten größtenteils einer sogenannten Karawane von rund 3500 Menschen an, die vergangene Woche aus Honduras auf der Flucht vor Gewalt und Armut in Richtung USA aufgebrochen waren. Mexiko verwehrt den Migranten die Durchreise zur US-Grenze.

Nach Angaben von Mexikos Außenminister Marcelo Ebrard vom Dienstag entschieden sich etwa 1400 Mittelamerikaner, Asyl oder eine andere Aufenthaltsgenehmigung in Mexiko zu beantragen. Weitere rund 1000 Migranten hätten um eine Rückführung in ihre Heimat gebeten.

Der geschäftsführende US-Heimatschutzminister Chad Wolf teilte mit, Dutzende Beamte des Ministeriums unterstützten in Mittelamerika die Behörden. Dadurch seien Hunderte Personen festgenommen und in ihre Heimat zurückgeschickt worden. Sollten Angehörige der «Karawane» die US-Grenze erreichen, würden sie schnell «entfernt».

Mexiko selbst wird zu Trumps Mauer

Zwischen Ende 2018 und Anfang 2019 waren mehrere «Karawanen» bis zur Südgrenze der USA gelangt. US-Präsident Donald Trump nutzte das Thema vor den Kongresswahlen 2018, um seine Anhänger zu mobilisieren. Er will die illegale Einwanderung in die USA unter anderem mit einer Mauer an der Grenze mit Mexiko stoppen. Er drohte dem südlichen Nachbarland mit Strafzöllen, wenn es nicht mehr unternehme, um die Migration einzudämmen. Daraufhin kam es im vergangenen Juni zu einer Vereinbarung der beiden Staaten, wonach Mexiko Tausende Soldaten seiner Nationalgarde an den Grenzen einsetzte. Die Zahl der illegalen Grenzübertritte in die USA sank seitdem deutlich.

Später unterschrieben die USA auch mit den Ländern des «Nördlichen Dreiecks» Mittelamerikas - Guatemala, Honduras und El Salvador - Migrationsabkommen. Demnach können Migranten, die die USA erreichen, in diese Länder zurückgeschickt werden, wenn sie sie auf ihrem Weg nach Norden betreten, dort aber kein Asyl beantragt haben. Der Großteil derjenigen, die in den USA beim illegalen Übertritt der Grenze mit Mexiko festgesetzt werden, stammt aus diesen Ländern. Die Gewaltraten dort gehören zu den höchsten der Welt.

Mexikos linkspopulistischer Präsident Andrés Manuel López Obrador, der seit Dezember 2018 regiert, hatte im Wahlkampf eine bessere Behandlung von Migranten versprochen. Seine Regierung will mit Investitionen in die Länder des «Nördlichen Dreiecks» Arbeitsplätze schaffen und damit die Fluchtursachen bekämpfen. Kritiker meinen, durch die Umsetzung der Vereinbarung mit den USA verwandele sich Mexiko selbst in Trumps Mauer.

(L'essentiel/dpa)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kritiker am 24.01.2020 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    Amerika u. Mexiko zeigen, wie man sich gegen die Masse der Migranten zur Wehr setzen kann, während Deutschland davon nicht genug bekommt u. eine politisch gesteuerte Umvolkung vornimmt.

  • Kritiker am 24.01.2020 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Amerika u. Mexiko zeigen, wie man sich gegen die Masse die Migranten zur Wehr setzen kann, währen Deutschland davon nicht genug bekommen kann u. auf Steuerzahlerskosten eine politisch gesteuerte Umvolkung durchzieht!

Die neusten Leser-Kommentare

  • Kritiker am 24.01.2020 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Amerika u. Mexiko zeigen, wie man sich gegen die Masse die Migranten zur Wehr setzen kann, währen Deutschland davon nicht genug bekommen kann u. auf Steuerzahlerskosten eine politisch gesteuerte Umvolkung durchzieht!

  • Kritiker am 24.01.2020 10:23 Report Diesen Beitrag melden

    Amerika u. Mexiko zeigen, wie man sich gegen die Masse der Migranten zur Wehr setzen kann, während Deutschland davon nicht genug bekommt u. eine politisch gesteuerte Umvolkung vornimmt.