US-Wahlen

17. Februar 2020 07:44; Akt: 17.02.2020 07:50 Print

Michael Bloomberg erhält Gegenwind

Der Demokrat wird zunehmend von seinen parteiinternen Konkurrenten kritisiert. Besonders seine Vergangenheit wird ihm dabei zum Verhängnis.

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Bloomberg tritt nur wenig öffentlich auf und setzt auf Fernsehwerbung. (Bild: Bill Tiernan)

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Der demokratische US-Präsidentschaftsbewerber Michael Bloomberg bekommt zunehmend Gegenwind von seinen parteiinternen Konkurrenten in dem Rennen. Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden sagte am Sonntag dem Fernsehsender NBC mit Blick auf Bloomberg, 60 Milliarden Dollar könnten zwar viel Werbezeit im Fernsehen kaufen, nicht aber die eigene Vergangenheit ausradieren.

Die Senatorin Amy Klobuchar beklagte in einem Interview mit dem Sender, Bloomberg dürfe sich nicht hinter seiner Werbung im Fernsehen verstecken, sondern müsse sich Interviews und Diskussionen stellen. «Er schaltet nur Anzeigen», kritisierte sie. «Er muss Antworten geben.» Bloomberg solle auch bei Fernsehdebatten antreten, sagte Klobuchar. Sie könne Bloomberg nicht mit Fernsehwerbung schlagen, bei einer TV-Debatte dagegen schon.

Bloomberg ist einer der reichsten Menschen der Welt. Sein Vermögen wird vom «Forbes»-Magazin auf mehr als 60 Milliarden US-Dollar geschätzt. Der Demokrat war erst spät in das Rennen seiner Partei eingestiegen. Er hat enorme finanzielle Ressourcen für seinen Wahlkampf, gibt sehr viel für Fernsehwerbung aus, tritt aber weniger öffentlich auf als seine Mitstreiter.

Kritik an seiner Vergangenheit

Den Wahlkampf in den ersten kleineren Vorwahl-Staaten etwa sparte sich Bloomberg ganz. Er konzentriert sich stattdessen auf den «Super Tuesday» Anfang März, wo in mehr als einem Dutzend Bundesstaaten Vorwahlen anstehen - darunter in großen und gewichtigen Staaten wie Kalifornien und Texas. Bislang hat Bloomberg auch noch an keiner Fernsehdebatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber teilgenommen.

Derzeit ist Bloomberg mit Kritik an seiner Vergangenheit konfrontiert. Ihm wird vorgeworfen, in seiner Zeit als Geschäftsmann sexistische Äußerungen gemacht zu haben - und diskriminierende Äußerungen zu der unter ihm als New Yorker Bürgermeister eingeführten und später als verfassungswidrig eingestuften Polizeitaktik «stop and frisk», bei der Polizisten Menschen willkürlich kontrollieren und durchsuchen können.

(L'essentiel/dpa)

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