Chemiewaffen

19. April 2018 07:50; Akt: 19.04.2018 07:51 Print

Militärschlag gegen Assad war nur bedingt wirksam

Der Angriff der Westmächte auf Syrien war laut US-Regierungsvertretern weit weniger erfolgreich, als zunächst angenommen.

Flugabwehrraketen über Damaskus: In der Nacht auf Dienstag kam es anscheinend zu einem Fehlalarm. Video: Damaskus Now

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Die jüngsten westlichen Luftangriffe in Syrien haben nach Einschätzung von US-Regierungskreisen nur begrenzte Auswirkungen auf die Fähigkeit von Präsident Baschar al-Assad gehabt, Chemiewaffen einzusetzen. Dies gehe aus der Auswertung der Raketenangriffe hervor.

Den Erkenntnissen zufolge lagerten die nötigen Chemikalien und Grundstoffe weit verstreut, über die drei angegriffenen Ziele hinaus. Einige seien auch in Schulen und Wohngebäuden versteckt, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters aus den Regierungskreisen.

«Vernichtender Schlag?»

Die Schlussfolgerungen stehen im Gegensatz zur Einschätzung der US-Regierung. Diese hatte angedeutet, mit den Angriffen der USA, Großbritanniens und Frankreichs sei der Fähigkeit Assads zu weiteren Chemiewaffeneinsätzen ein vernichtender Schlag versetzt worden.

Zur Untersuchung des mutmaßlichen Giftgaseinsatzes im syrischen Duma laufen derzeit weitere Gespräche eines Uno-Sicherheitsteams mit den syrischen und russischen Behörden. Die für Sicherheitsbedingungen zuständige Uno-Abteilung (UNDSS) in Damaskus führe derzeit Gespräche mit Vertretern der syrischen Regierung und der russischen Militärpolizei in Duma, hieß es in einem Bericht.

(L'essentiel)

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