Geld spielt keine Rolex

01. Dezember 2017 07:46; Akt: 01.12.2017 08:57 Print

Mugabes und andere Rich Kids in Zimbabwe

Rolex-Uhren und Sneakers aus Alligator-Leder – das Leben der Söhne von Robert Mugabe und anderen Rich Kids aus Zimbabwe steht in scharfem Kontrast zur Armut im Land.

Das Bling-Bling-Leben der Mugabe-Söhne und der anderen Rich Kids von Zimbabwe (Quelle: 20 Minuten mit Material von Dukas/Instagram)

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Nach der Absetzung von Langzeit-Herrscher Robert Mugabe will Zimbabwes neuer Präsident Emmerson Mnangagwa Armut und Korruption im Land bekämpfen: Er setzt Unternehmen und Bürgern eine dreimonatige Frist zur Rückführung illegalen Kapitals aus dem Ausland. Nach Ablauf der Frist drohten Festnahme und Gerichtsverfahren, teilte Mnangagwa mit.

Ob das auch die Vermögen der Ex-Präsidentenfamilie betrifft? Kaum. Zumindest wurde Mugabe und seiner Familie Straffreiheit zugesichert. Zu holen gäbe es allerhand: Mugabe soll in den 37 Jahren seiner Herrschaft vor allem mit Gold- und Diamantengeschäften rund zehn Millionen Dollar angehäuft und außer Landes geschafft haben.

«Daddy regiert das Land»

Die Familie Mugabe ist berüchtigt dafür, dass sie mit Geld um sich wirft, während der Großteil Zimbabwes in bitterer Armut lebt. Von Mugabes Kindern – Tochter Nyepudzai Bona (27), Robert Jr. (24) und Chatunga Bellarmine (21) – protzen vor allem die Söhne mit dem Reichtum der Familie. Auf Instagram posten sie Fotos von Rolex-Uhren, Luxus-Autos und ihrer teuren Kleidung.

«60.000 Dollar am Handgelenk, wenn dein Daddy das ganze Land regiert», prahlte der jüngste Mugabe-Sohn mit einer diamantenbesetzten Uhr.

In Dubai unerwünscht

Auch ein Video (hier zu sehen), das Bellarmine unlängst in einem südafrikanischen Klub aufnahm, sorgte in seiner Heimat für großen Ärger: Der Sohnemann zeigt aller Welt, dass Geld für ihn keine Rolex spielt, indem er sich teuren Champagner über seine Luxusuhr giesst.

Der ältere Mugabe-Bruder Robert Jr. benimmt sich nicht minder auffällig. Obwohl er, wie afrikanische Medien schreiben, kein guter Schüler war, schaffte er es, in Dubai «amerikanische Architektur» zu studieren. Bald war die Rede von Schlägereien und Drogenmissbrauch.

Jedenfalls war Robert Jr. in den Emiraten seit Anfang Jahr nicht mehr erwünscht und reiste unter «kontroversen Umständen» nach Johannesburg, Südafrika, wo er mit seinem Bruder weiter Party machte.

Frömmelnde Kardashians und Co.

Die Mugabe-Söhne sind nicht die einzigen Rich Kids, die in Zimbabwe, wo die Arbeitslosigkeit bei 90 Prozent liegt, auffallen. Da gibt es die Möchtegern-Kardashian-Schwestern Vanessa Chironga (28) und ihre Schwester Michelle (28) die sich auf Instagram betont gottesfürchtig geben und mit ihrem Ranger Rover und Luxustaschen posieren.

Zu Zimbabwes Bling-Bling-Kreisen gehört auch Sidney Himbara, der Sohn von Sidney Himbara senior. Als einer der reichsten Geschäftsmänner Zimbabwes soll er mit dem Segen von Langzeitherrscher Mugabe dubiose Infrastruktur-Unternehmen aufgebaut und so ein Vermögen gescheffelt haben.

Es bleibt abzuwarten, ob die jungen Statussymboliker auf Social Media weiterhin öffentlich protzen werden. Präsident

Mnangagwa hat der Armut und Korruption im Land den Kampf angesagt und angekündigt, die Ankurbelung der am Boden liegenden Wirtschaft zur Priorität seines Mandats zu machen.

(L'essentiel/gux)

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