USA-Taliban-Abkommen

04. März 2020 08:05; Akt: 04.03.2020 08:17 Print

Nato will Truppen aus Afghanistan abziehen

Laut Abkommen der USA und der Taliban sollen alle Truppen abziehen im Gegenzug zu Friedensgesprächen zwischen den Taliban und der afghanischen Regierung.

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Die USA und Vertreter der militant-islamistischen Taliban haben ein Abkommen zu einem Frieden in Afghanistan unterzeichnet. (Bild: DPA/Rahmat gul)

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Die Nato will nach der Unterzeichnung eines USA-Taliban-Abkommens über Wege zum Frieden in Afghanistan ein Viertel ihrer Truppen aus dem Land abziehen. «Wir planen eine Reduzierung von derzeit 16 000 Soldaten auf 12 000 Soldaten», sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg dem ZDF. Rund die Hälfte davon seien Nicht-US-Truppen. Zugleich unterstrich der Norweger, Bedingung für den Abzug der Nato-Kräfte sei stets, dass die militant-islamistischen Taliban sich an die Vereinbarungen des Abkommens halten. Weitere Details nannte er nicht.

Am Samstag hatten Vertreter der USA und der Taliban das Abkommen unterzeichnet. Dieses sieht einen Abzug aller US- und internationalen Truppen bis Ende April kommenden Jahres vor, unter anderem im Gegenzug dafür, dass die Taliban Friedensgespräche mit der afghanischen Regierung aufnehmen - wenn die Vereinbarung nicht scheitert. Auch für die Bundeswehr würde damit nach dann mehr als 19 Jahren der Einsatz am Hindukusch enden. Damit wäre eine Kernforderung der Taliban erfüllt, die den Abzug der ausländischen «Invasoren» verlangen.

Die Taliban verpflichten sich in dem Abkommen unter anderem dazu, dass von Afghanistan keine Terrorbedrohung gegen die USA und ihre Verbündeten ausgeht. Der wichtigste Teil des Abkommens ist aber, dass die Taliban Verhandlungen mit der afghanischen Regierung zusagen - das wären die eigentlichen Friedensgespräche. Die Gespräche sollen der Vereinbarung zufolge zu einem dauerhaften Waffenstillstand und einem politischen Fahrplan für die Zukunft Afghanistans führen.

Die USA sicherten bereits zu, die Zahl ihrer Soldaten binnen 135 Tagen von rund 13 000 auf 8600 zu verringern.

(L'essentiel/dpa)

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