Wahlen in Uganda

18. Januar 2021 10:43; Akt: 18.01.2021 13:02 Print

Oppositionsführer Bobi Wine unter Hausarrest

Nach dem umstrittenen Wahlsieg von Präsdient Yoweri Museveni befindet sich Oppositionsführer Bobi Wine im Hausarrest. Wines Partei kritisiert den Wahlvorgang als «Maskerade».

storybild

Vom Popstar zum Politiker: Oppositionsführer Bobi Wine. (Bild: Getty Images)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der ugandische Oppositionsführer Bobi Wine steht nach Angaben seiner Partei seit der Präsidentschaftswahl unter Hausarrest. Niemand könne Wine besuchen, sagte der Sprecher der Plattform der Nationalen Einheit (NUP), Joel Ssenyonyi, am Sonntag vor Journalisten in Kampala. Die Opposition bezeichnete die am Samstag verkündete Wiederwahl von Präsident Yoweri Museveni als «Maskerade».

Laut Angaben der Wahlkommission erhielt der seit fast 35 Jahren regierende Museveni bei dem Urnengang vom Donnerstag knapp 59 Prozent der Stimmen, auf den Ex-Sänger Wine entfielen demnach knapp 35 Prozent der Stimmen. Laut einer über Wines Twitter-Konto verbreiteten Kurznachricht haben er und seine Frau seit Donnerstag ihr Haus nicht verlassen, die Lebensmittelvorräte seien aufgebraucht.

Soldaten und Polizisten haben das Haus umstellt

Soldaten und Polizisten hätten das Haus umstellt, sagte der Parteisprecher. Der Abgeordnete Francis Zaake sei am Freitag ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem er versucht habe, Wine zu besuchen. Er sei auf dem Weg von Sicherheitskräften verprügelt worden, teilte die NUP mit.

Wieder einmal versuche eine Minderheit, der Mehrheit der Bevölkerung ihren Willen aufzuzwingen, sagte Ssenyonyi. Dagegen wolle die Partei Widerstand leisten. Dabei werde sie alle Mittel einsetzen, die gesetzlich zulässig seien, kündigte der Parteisprecher an.

Der 76-jährige Museveni steht seit 1986 an der Spitze des ostafrikanischen Staates. Dank einer Verfassungsänderung kann der ehemalige Rebellenführer unbegrenzt für weitere Mandate kandidieren. Die Opposition hält er seit Jahren klein. Viele Ugander kennen nur Museveni als ihren Präsidenten. Wine hatte am Freitag den Sieg bei der Wahl für sich beansprucht.

(L'essentiel/AFP / bla)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.