US-Präsident ahmt Täter nach

06. Mai 2018 14:45; Akt: 06.05.2018 14:49 Print

Paris verurteilt Trumps «Bumm»-​​Äußerungen

In seiner Rede vor der US-Waffenlobby hatte Trump sich zur Anschlagsserie in Paris vom November 2015 geäußert. Sehr zum Ärger der französischen Regierung.

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Die französische Regierung hat die Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu der Anschlagsserie vom November 2015 verurteilt.

Die Sprecherin des Außsenministeriums, Agnès von der Mühll, erklärte am Samstag, Paris missbillige die Äußerungen Trumps entschieden und fordere «Respekt für die Erinnerung an die Opfer». Bei Attacken auf den Musikclub Bataclan, das Fußballstadion Stade de France und eine Reihe von Bars und Restaurants waren am 13. November 2015 in Paris 130 Menschen getötet worden.

«Bumm, komm her»

Trump hatte am Freitag bei einer Rede vor der US-Waffenlobby NRA gesagt, die Zahl der Opfer von Paris wäre nicht so hoch gewesen, wenn jemand zurückgeschossen hätte. «Niemand in Paris trägt eine Waffe, und man erinnert sich an die 130 Toten», sagte Trump. Die Täter hätten sich «Zeit gelassen und einen nach dem anderen getötet», sagte Trump. Der Präsident unterstrich seine Worte, indem er seine Hand zu einer Pistole formte, die auf ein Opfer zielt. Dabei ahmte er die islamistischen Täter nach: «Bumm, komm her, bumm, komm her, bumm, komm her.»

Trump hatte sich bei seiner Rede zudem über angeblich kriegsähnliche Zustände in London ausgelassen. In London hatte es im vergangenen Jahr 23 Prozent mehr Messerattacken gegeben. Auch diese Zahlen nahm Trump zum Anlass, vor den Waffenlobbyisten der NRA die angeblichen Vorzüge von Schusswaffen zu preisen. «Ja, das stimmt, sie haben keine Waffen, sie haben Messer und stattdessen ist überall Blut in den Fluren dieses Krankenhauses», sagte er mit Blick auf eine nicht näher benannte Klinik in London. «Sie sagen, es ist so schlimm wie in einem Kriegslazarett».

Ein Unfallchirurg vom Royal London Hospital, das nach britischen Medienberichten möglicherweise gemeint war, bezeichnete Trumps Bemerkungen als «lächerlich». Schussverletzungen seien zweimal so häufig tödlich wie Stichverletzungen und komplizierter zu versorgen, sagte Karim Brohi. Jährlich gibt es in den USA mehr als 30.000 Tote durch Schusswaffengewalt.

(L'essentiel/chk/sda/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Arm am 06.05.2018 16:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn einer von Trump seiner Familie erschossen würde könnte er ja denselben Spruch machen aber glaube nicht das er soviel Hirn hat

Die neusten Leser-Kommentare

  • Arm am 06.05.2018 16:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn einer von Trump seiner Familie erschossen würde könnte er ja denselben Spruch machen aber glaube nicht das er soviel Hirn hat