Selbst in den Kopf geschossen

17. April 2019 17:42; Akt: 18.04.2019 07:48 Print

Perus Ex-​​Präsident stirbt nach Kopfschuss

Perus Ex-Staatschef Garcia soll in einen Korruptionsfall verwickelt gewesen sein. Als Sicherheitskräfte ihn verhaften wollten, griff er zur Waffe.

storybild

Der peruanische Ex-Präsident García stirbt nach einem selbstzugefügten Kopfschuss. (Bild: DPA/Vidal Tarqui)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Mehrere Medien berichten, dass der frühere peruanische Staatschef Alan García seiner Kopfverletzung, die er sich selbst beigebracht hatte, erlegen ist.

García hat sich bei seiner Verhaftung wegen Korruptionsvorwürfen selbst eine Schusswunde am Kopf zugefügt. «Der Ex-Präsident hat sich angeschossen», sagte sein Anwalt Erasmo Reyna am Mittwoch der staatlichen Nachrichtenagentur Andina. Der Gesundheitszustand Garcías sei «kritisch», erklärte die Gesundheitsministerin Zulema Tomás auf einer Pressekonferenz im Krankenhaus Casimiro Ulloa, in das der Ex-Präsident eingeliefert wurde.

García wurde an seiner Kopfverletzung operiert, teilte der Direktor des Krankenhauses mit. Nach seiner Einlieferung habe er drei Herzinfarkte erlitten, die Ärzte hätten ihn reanimieren können.

García bestreitet, Geld angenommen zu haben

Die Justiz hatte eine zehntägige Untersuchungshaft des ehemaligen Präsidenten (1985-1990 und 2006-2011) angeordnet, im Rahmen der Ermittlungen im Korruptionsskandal um den brasilianischen Baukonzern Odebrecht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen García wegen mutmaßlicher illegaler Finanzierung seiner Wahlkampagne von 2006 mit Spenden von Odebrecht.

García bestreitet, Odebrecht-Geld angenommen zu haben. «Man darf nicht Menschen aufgrund von Spekulationen verhaften, das wäre eine große Ungerechtigkeit», sagte García am Dienstagabend in einem Gespräch mit dem Sender RPP.

Vor einer Woche wurde der Ex-Präsident Pedro Pablo Kuczynski (2016-2018) ebenfalls wegen mutmaßlicher Korruption im Fall Odebrecht in Untersuchungshaft genommen. Odebrecht soll Hunderte Millionen Dollar Schmiergeld in ganz Lateinamerika gezahlt haben, um an lukrative Staatsaufträge zu kommen. Kuczynski trat vor einem drohenden Amtsenthebungsverfahren vor einem Jahr zurück. Am Dienstagabend wurde Kuczynski wegen Herzbeschwerden in ein Krankenhaus in Lima eingeliefert. Auch Kuczynski bestreitet, in den Korruptionsskandal verwickelt zu sein.

(L'essentiel/dpa)

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleißig – Tag für Tag gehen Hunderte Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in einer Fremdsprache verfasst. Wir geben nur Kommentare in den Landessprachen Luxemburgisch, Deutsch und Französisch frei. Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten, werden sofort gelöscht. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar oder in Versalien geschrieben sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken.

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

«L'essentiel» ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@lessentiel.lu
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.