Joe Biden

28. Juli 2021 21:34; Akt: 28.07.2021 21:34 Print

«Putin hat ein echtes Problem»

US-Präsident Joe Biden hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin scharf attackiert. Die Antwort aus Moskau kam postwendend.

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Scharfe Worte aus den USA an die Adresse Russlands: «Wladimir Putin hat ein echtes Problem: Er sitzt an der Spitze einer Wirtschaft, die Atomwaffen hat und sonst nichts», sagte Joe Biden bei einem Besuch am Amtssitz von US-Geheimdienstkoordinatorin Avril Haines. «Er weiß, dass er in Schwierigkeiten steckt, was ihn in meinen Augen noch gefährlicher macht.»

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow entgegnete, Russland sei eine «sehr verantwortungsbewusste Nuklearmacht». Sein Land habe Atomwaffen und den Öl- und Gas-Sektor, «aber zu sagen, dass Russland nichts anderes hat, ist fundamental falsch», erklärte Peskow.

« Klare Verletzung unserer Souveränität »

Biden warf dem Kreml ferner vor, sich durch die Verbreitung von Falschinformationen auch in die US-Kongresswahl im kommenden Jahr einzumischen. «Schauen Sie sich an, was Russland bereits im Hinblick auf die Wahlen 2022 und Desinformation unternimmt», sagte Biden. «Das ist eine klare Verletzung unserer Souveränität.»

Auch zum Problem der Cyberangriffe, für die Washington unter anderem Russland verantwortlich macht, wählte Biden scharfe Worte: Sollten die USA in «einen echten Krieg mit einer Großmacht verwickelt werden, wird das die Folge eines Cyberangriffs sein».

Im Herbst 2022 finden in den USA Kongress-Zwischenwahlen statt, bei denen alle Sitze im Repräsentantenhaus und ein Drittel der Sitze im Senat zur Wahl stehen. Das Weiße Haus hatte Russland zuletzt wiederholt aufgefordert, Cyberattacken zu unterbinden, die russischen Hackern zugeschrieben werden. Moskau weist jede Verantwortung zurück.

Abrüstungsgespräche in Genf

Während Biden seinen russischen Kollegen attackierte, fanden in Genf am Mittwoch auf ranghoher Ebene Gespräche beider Seiten über Rüstungskontrolle statt. Das Treffen, an dem unter anderen US-Vizeaußenministerin Wendy Sherman und ihr russischer Kollege Sergej Riabkow teilnahmen, ist eine Fortsetzung des von Biden und Putin im vergangenen Monat ebenfalls in Genf gestarteten Dialogs. Kreml-Sprecher Peskow nannte die Gespräche ein «positives Zeichen».

Das US-Außenministerium hatte bei der Ankündigung des Termins mitgeteilt: «Durch diesen Dialog versuchen wir, das Fundament für künftige Rüstungskontrollmaßnahmen und Schritte zur Risikoreduktion zu legen.» Riabkow sagte russischen Nachrichtenagenturen, die Gespräche würden Moskau helfen «zu verstehen, wie ernst es unseren US-Kollegen mit der Erreichung eines konzentrierten, energischen Dialogs über strategische Stabilität ist».

Angespanntes Verhältnis seit Trump

Das Verhältnis zwischen Washington und Moskau ist äußert angespannt. Die Verschlechterung der Beziehungen hatte bereits zur Amtszeit des früheren US-Präsidenten Donald Trump eingesetzt, obwohl diesem von vielen Kritikern zu viel Nachsicht gegenüber Putin vorgeworfen worden war.

Seit dem Amtsantritt Bidens verschärften sich die Spannungen weiter. Belastet werden die Beziehungen beider Länder neben dem Thema Cyberkriminalität vor allem durch den Vorwurf der Wahlmanipulation und durch den Ukraine-Konflikt.

(L'essentiel/AFP/gux)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Valchen am 29.07.2021 12:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Alter Den Ennerscheed as Datt den Trump net iwwert dem Goen, angeschloof as! :-(

  • Sam123 am 29.07.2021 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    Den Biden mecht Witzer! Den, den uerchter d‘Welt am meeschten Wahlen manipuléiert an den ganz öffentlech gewielten Regierungen attakéiert andems sie Biergerkricher organiséiert oder awer mat Sanktiounen Regimechanges erbei féieren wöllt, ass USA. An dan beschwéieren déi sech wann an den Medien angeblech Wahlmanipulatiounen gemach gin? Kommt mir laachen dach eemol, oder ass et éischter fir ze kreischen?

  • Altersaggro am 29.07.2021 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wo liegt nun genau der Unterschied zu Trump? Das kommt davon wenn selbst die Demokraten keinen Kandidaten unter 60 Jahren finden

Die neusten Leser-Kommentare

  • Nico am 30.07.2021 12:45 Report Diesen Beitrag melden

    der ganze Humbuk würde sofort aufhören, wenn man Menschen regieren lässt, die nicht schon steinalt und dementsprechend gar keine Ahnung mehr haben wie die Welt funktioniert. Wenn ich mir anschaue was mit Trump war und was wir jetzt schon wieder haben, (nur Kriegstreiberei) kann ich nur schwer nachvollziehen warum nicht die komplette Welt mal anfängt die USA komplett zu boykottieren. Mehr Krieg, Leid und Armut als die USA hat noch keine andere Macht verursacht.

  • Valchen am 29.07.2021 12:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    @Alter Den Ennerscheed as Datt den Trump net iwwert dem Goen, angeschloof as! :-(

  • Altersaggro am 29.07.2021 09:00 Report Diesen Beitrag melden

    Wo liegt nun genau der Unterschied zu Trump? Das kommt davon wenn selbst die Demokraten keinen Kandidaten unter 60 Jahren finden

  • Sam123 am 29.07.2021 08:17 Report Diesen Beitrag melden

    Den Biden mecht Witzer! Den, den uerchter d‘Welt am meeschten Wahlen manipuléiert an den ganz öffentlech gewielten Regierungen attakéiert andems sie Biergerkricher organiséiert oder awer mat Sanktiounen Regimechanges erbei féieren wöllt, ass USA. An dan beschwéieren déi sech wann an den Medien angeblech Wahlmanipulatiounen gemach gin? Kommt mir laachen dach eemol, oder ass et éischter fir ze kreischen?

  • Incroyable. am 29.07.2021 06:51 Report Diesen Beitrag melden

    Quel pacifiste, ce Biden!

    • bada dum ts am 29.07.2021 08:06 Report Diesen Beitrag melden

      quel pacifiste ce poutin

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